Fachbuch, 2018
74 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Zielsetzung
2 Gründe für den Einsatz ambienter, altersgerechter Technologien
2.1 Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel
2.2 Gesundheitliches Befinden älterer Menschen
2.3 Sozialer Wandel - Autonomie und Leben im Alter
2.4 Chancen des technologischen Fortschritts
3 AAL- Ambient Assisted Living
3.1 Einordnung und Begriffsbestimmung
3.2 Einsatzbereiche
3.3 Fehlende Akzeptanz als zentrale Herausforderung
3.4 Anforderungen an die Entwicklung und Implementierung von AAL-Systemen
4 Seniorenhilfe in der Stadt Neu Ulm
4.1 Bevölkerungsstruktur in Neu Ulm
4.2 Pflegebedürftigkeit und Pflegestruktur in Neu-Ulm
4.3 Seniorenpolitisches Gesamtkonzept und AAL
4.4 Beratungsmöglichkeiten der Stadt Neu-Ulm
5 Empirische Untersuchung zur Akzeptanz ambienter Technologien
5.1 Methodologie der Umfrage
5.2 Ergebnisse der Umfrage und Hypothesenprüfung
6 Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen den vielfältigen technischen Möglichkeiten von Ambient Assisted Living (AAL) und der bisher geringen Marktdurchdringung bei hochaltrigen Menschen. Ziel ist es, die Barrieren für die Akzeptanz dieser Technologien zu identifizieren und aufzuzeigen, wie durch gezielte Informationsangebote und nutzerzentrierte Entwicklung die Akzeptanz gesteigert werden kann, um ein längeres, autonomes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen.
3.3 Fehlende Akzeptanz als zentrale Herausforderung
Seit die Elektrifizierung privater Haushalte Standard ist und Normen, neben konformen Steckern und einer zuverlässigen Stromqualität dafür sorgen, dass technische Geräte ihre Anwender nicht gefährden, vereinfachen Assistenzsysteme vielen Menschen ihr Alltagserleben. Gerade Technologien, die körperlich schwere Arbeit erleichtern und dadurch ein gewisses Maß an Komfort bieten, wie es beispielsweise bei einer Waschmaschine der Fall ist, wurden nie kritisch betrachtet von jeher akzeptiert. Heute findet man in der Regel in ziemlich jedem deutschen Haushalt eine Vielzahl technischer Geräte, die dessen Besitzer in irgendeiner Weise unterstützen. Sie bieten oftmals einen höheren Komfort und dienen nicht selten dazu den eigenen Lifestyle auszudrücken.
Das gilt nicht für Assistenzsystemen die speziell auf die Bedürfnisse alter Menschen ausgerichtet sind. Trotz deren zunehmenden Relevanz und den ausgereiften technischen Möglichkeiten, sind diese Systeme der breiten Masse nahezu unbekannt oder werden häufig abgelehnt. Das liegt einerseits an den fehlenden staatlichen Rahmenbedingungen und andererseits an einer Vielzahl von Faktoren, die insbesondere für die Akzeptanz durch Hochbetagte, maßgebend sind.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die technologiegesteuerte Produktentwicklung der Vergangenheit und führt in die Thematik der altersgerechten Assistenzsysteme ein, um die Forschungsfrage zur geringen Marktdurchdringung zu begründen.
2 Gründe für den Einsatz ambienter, altersgerechter Technologien: Dieses Kapitel analysiert den demographischen Wandel, den Fachkräftemangel in der Pflege sowie die veränderten Lebensumstände älterer Menschen als zentralen Treiber für technischen Unterstützungsbedarf.
3 AAL- Ambient Assisted Living: Es erfolgt eine Definition und Einordnung von AAL-Systemen in das Fachgebiet der Gerontotechnologie sowie eine detaillierte Erläuterung technischer Einsatzbereiche und der Herausforderungen bezüglich der Nutzerakzeptanz.
4 Seniorenhilfe in der Stadt Neu Ulm: Das Kapitel betrachtet die lokale Situation in Neu-Ulm, inklusive Bevölkerungsstruktur und bereits vorhandener seniorenpolitischer Konzepte, um Anknüpfungspunkte für AAL-Technologien aufzuzeigen.
5 Empirische Untersuchung zur Akzeptanz ambienter Technologien: Die Methodik und Ergebnisse einer Befragung von 84 Passanten werden ausgewertet, um die Einstellungen verschiedener Altersgruppen zu AAL zu prüfen und Hypothesen zu validieren.
6 Ausblick: Der Ausblick resümiert die Notwendigkeit, AAL als Changeprozess zu begreifen und betont, dass bei der Implementierung die Würde des Menschen und eine sorgfältige Abwägung im Vordergrund stehen müssen.
Ambient Assisted Living, AAL, alternde Gesellschaft, Technologie, Demographischer Wandel, Pflege, Nutzerakzeptanz, Gerontotechnologie, Neu-Ulm, digitale Assistenzsysteme, Autonomie, Lebensqualität, Barrierefreiheit, Technikakzeptanz, Seniorenhilfe.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung innovativer Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living) zur Unterstützung der häuslichen Versorgung älterer Menschen und untersucht, warum diese Technik trotz ihres Potenzials bisher nur wenig akzeptiert wird.
Zentrale Themen sind der demographische Wandel, die Entwicklung altersgerechter Technik, die Faktoren für eine erfolgreiche Nutzerakzeptanz sowie die lokale Seniorenhilfestruktur am Beispiel der Stadt Neu-Ulm.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, warum trotz technischer Fortschritte keine Marktdurchdringung bei hochaltrigen Personen erfolgt und welche Strategien zur Akzeptanzsteigerung beitragen können.
Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, basierend auf persönlichen eins-zu-eins-Interviews mit 84 Passanten unterschiedlicher Altersgruppen, um deren subjektive Einschätzungen und Bedenken zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Bedarfs an AAL, die Erläuterung technischer Anwendungsbereiche, eine Situationsanalyse der Stadt Neu-Ulm und die Auswertung der selbst durchgeführten Befragung.
Neben AAL und Ambient Assisted Living prägen Begriffe wie Akzeptanz, demographischer Wandel, Autonomie und Lebensqualität die wissenschaftliche Auseinandersetzung in dieser Arbeit.
Die Untersuchung zeigt, dass jüngere Altersgruppen neuen Technologien deutlich offener gegenüberstehen, während bei hochaltrigen Menschen (75+) oft ein geringeres Selbstvertrauen im Umgang mit Technik sowie größere Bedenken bezüglich Datenschutz und Kosten bestehen.
Neu-Ulm dient als Praxisbeispiel, an dem aufgezeigt wird, wie bereits existierende Beratungsstrukturen, wie der "Seniorenwegweiser", dazu genutzt werden könnten, Aufklärung über AAL zu leisten und regionale Dienstleister besser zu vernetzen.
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