Bachelorarbeit, 2016
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Der Inklusionsbegriff und seine Entwicklung
2.2 Heterogenität als Ausgangspunkt für Inklusion
2.3 Inklusion in Abgrenzung von Integration
2.4 Relative Einflüsse von der Familie auf die Sozialisation Persönlichkeitsentwicklung
2.5 Empirische Ergebnisse zur Inklusionsdebatte
2.5.1 Empirische Ergebnisse zu der Frage: Welche Einstellungen haben Eltern zur Inklusion
2.5.1.1 Erfahrungen der Eltern
2.5.1.2 Einstellungen von Lehrern und Eltern
3. Forschungsdesiderate
4. Empirische Studie
4.1 Stichprobe
4.2 Aufbau der empirischen Studie
4.3 Untersuchungsmethode
5. Ergebnisse
5.1 Explorative Faktorenanalyse und Reliabilitätsanalyse
5.1.1 Förderschwerpunkt Lernen
5.1.2 Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung
5.1.3 Wahrgenommenes Elternverhalten
5.2 T-Test in Bezug auf den Kontakt
5.3 T-Test in Bezug auf das Geschlecht
5.4 Korrelationen zwischen dem wahrgenommenen Elternverhalten und den Einstellungen zum Förderschwerpunkt Lernen sowie sozial- emotionale Entwicklung
6. Diskussion
Diese Bachelorarbeit untersucht die soziale Akzeptanz von Grundschulkindern gegenüber Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und analysiert dabei den Einfluss der elterlichen Einstellungen auf diese Akzeptanz. Im Zentrum der Forschungsfrage steht, inwiefern Kinder das Verhalten ihrer Eltern zum Thema Inklusion wahrnehmen und wie dies mit ihrer eigenen Einstellung korreliert.
2.5.1.1 Erfahrungen der Eltern
Um von den Einstellungen der Eltern zum Thema Inklusion zu berichten, ist es zunächst interessant, wie viele Eltern bereits Erfahrungen mit Inklusion gemacht haben. Insgesamt 34% der Eltern (N = 3001) geben an, dass in der Grundschule ihres ältesten schulpflichtigen Kindes behinderte und nicht-behinderte Kinder bereits gemeinsam unterrichtet werden (vgl. Dedering/ Horstkemper, 2013); mit zunehmender Klassenstufe sinkt dieser Wert auf 27%.
Zur elterlichen Bewertung der Auswirkungen gemeinsamen Lernens von behinderten und nicht-behinderten Kindern 1 lässt sich sagen, dass auf die Aussage „Nicht behinderte Kinder werden im fachlichen Lernen gebremst“ 46 % der Eltern mit „Stimme sehr zu“ oder „Stimme eher zu“ geantwortet haben. 71% der Eltern stimmten der Aussage „Behinderte Kinder werden in Sonderschulen besser gefördert“ zu und 88% sind der Überzeugung, dass „soziale Fähigkeiten nicht behinderter Kinder gefördert werden.“ (Dedering & Horstkemper, 2013, S.54)
Zusammenfassend sind sich die Eltern, unabhängig ihres Wohnortes in Ost- oder Westdeutschland, ihres Alters, ihres Bildungsabschlusses und ihres Einkommen, darüber einig, dass die nicht behinderten Kinder durch das gemeinsame Lernen in ihrem Sozialverhalten profitieren. Die beiden inklusionskritisch formulierten Äußerungen erhalten hingegen deutlich weniger Zustimmung.
Die nächste Auswertung der JAKO-O Bildungsstudie zeigt, inwieweit Eltern das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf bezüglich der unterschiedlichen Beeinträchtigungen befürworten. 91% der Eltern sind der Meinung, dass körperlich beeinträchtigte Kinder mit anderen Kindern zusammen lernen sollten. Ein geringerer, aber dennoch hoher Anteil (71%) der Eltern wünschen sich ein gemeinsames Lernen mit Kindern, die unter Lernschwierigkeiten leiden. Das gemeinsame Unterrichten von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten sowie von Kindern mit geistiger Behinderung würden jedoch nur noch 45 % bzw 43% befürworten.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die rechtlichen Rahmenbedingungen der Inklusion ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der sozialen Akzeptanz von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Begriffe wie Inklusion und Heterogenität definiert sowie die sozialisatorische Bedeutung des Elternhauses und der aktuelle Forschungsstand zur Inklusionsdebatte erörtert.
3. Forschungsdesiderate: Dieses Kapitel leitet aus der bestehenden Forschungsliteratur die spezifischen Hypothesen für die eigene empirische Studie ab.
4. Empirische Studie: Es wird der methodische Aufbau der Untersuchung beschrieben, einschließlich der Stichprobenzusammensetzung und des Aufbaus der verwendeten Fragebögen.
5. Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden mittels Faktoren- und Reliabilitätsanalysen sowie t-Tests und Korrelationsanalysen ausgewertet, um die aufgestellten Hypothesen zu prüfen.
6. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext der Ausgangshypothesen und zieht ein Resümee über die Bedeutung des elterlichen Einflusses auf die soziale Akzeptanz.
Inklusion, Soziale Teilhabe, Soziale Akzeptanz, Grundschule, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Elternverhalten, Förderschwerpunkt Lernen, Sozial-emotionale Entwicklung, Empirische Studie, Fragebogen, Faktorenanalyse, Sozialisation, Heterogenität, Bildungsgerechtigkeit, Kontakt.
Die Arbeit untersucht die soziale Akzeptanz von Kindern an Regelschulen gegenüber Mitschülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und deren Zusammenhang mit der elterlichen Einstellung.
Die Schwerpunkte liegen auf Inklusion, Heterogenität im Schulalltag, dem Einfluss des Elternhauses auf Kinder und der statistischen Analyse von Einstellungen zu Förderschwerpunkten.
Ziel ist es zu klären, ob Kinder, die ein positives elterliches Verhalten gegenüber Inklusion wahrnehmen, selbst positiver gegenüber Kindern mit Förderbedarf eingestellt sind.
Es handelt sich um eine quantitative Studie, bei der Fragebögen an 244 Grundschüler ausgegeben wurden. Die statistische Auswertung erfolgte mit SPSS (Faktorenanalyse, t-Tests, Korrelationen).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der methodischen Durchführung und die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inklusion, soziale Akzeptanz, wahrgenommenes Elternverhalten und die spezifischen Förderschwerpunkte Lernen und sozial-emotionale Entwicklung.
Ja, die Studie zeigt signifikant, dass Mädchen den Kindern mit Förderbedarf gegenüber positiver eingestellt sind und auch das Verhalten ihrer Eltern positiver wahrnehmen als Jungen.
Tendenziell ja, Kinder mit Vorkontakt im familiären Umfeld zeigten positivere Werte, wobei sich dieser Unterschied in dieser Studie statistisch nicht als signifikant erwies.
Es konnte ein starker positiver Zusammenhang festgestellt werden, was die Bedeutung der Modellrolle der Eltern für die Entwicklung von Werthaltungen unterstreicht.
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