Masterarbeit, 2018
113 Seiten, Note: 2,0
1 Ausgangslage & Problemstellung
1.1 Erkenntnisziel, Forschungsfrage und Abgrenzung
1.2 Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen & Stand des Wissens
2.1 Lean Management
2.1.1 Grundlagen
2.1.2 Drei Ebenen von Lean
2.1.3 Lean-Hospital
2.2 Führung
2.2.1 Führungsprozess und Rahmenbedingungen der Führung
2.2.2 Führungstheorien & Persönlichkeitsdimensionen
2.2.3 Führungskompetenzen
2.3 Führung im Kontext der Etablierung von Lean Management im Spital
2.4 Fazit zum theoretischen Hintergrund und Forschungsstand
3 Empirische Forschung: Anforderungen an Führungskräfte für die erfolgreiche Etablierung von Lean Management im Spital
3.1 Methodik
3.1.1 Untersuchungsstrategie
3.1.2 Auswahl der Datenerhebungsmethode & Erstellung des Fragebogens
3.2 Datenerhebung & Datenaufbereitung
3.2.1 Stichprobenbeschreibung
3.2.2 Datenerhebung
3.2.3 Datenaufbereitung
4 Resultate und Ableitung des Anforderungsprofils
4.1.1 Allgemeine Merkmale
4.1.2 Persönlichkeitsdimensionen
4.1.3 Mitarbeiter- vs. Aufgabenorientierung
4.1.4 Führungskompetenzen
4.1.5 Abschlussfrage
5 Tool zur Selbstevaluation
5.1 Erstellung des Tools
5.2 Praxischeck des Tools am Universitätsspital A.
5.2.1 Ergebnisse des Praxischecks
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Schlussfolgerungen und Implikationen
6.3 Limitationen und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein detailliertes Anforderungsprofil für Führungskräfte zur erfolgreichen Etablierung von Lean Management im Spital zu definieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Merkmale und Kompetenzen in der Mitarbeiterführung hierfür erforderlich sind und wie diese mittels eines Tools zur Selbstevaluation in der Praxis gemessen und bewertet werden können.
Lean-Hospital
In Anbetracht des in der Einleitung erwähnten steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen sowie dem lauter werden Ruf nach effizienten Prozessen und Abläufen, scheint es nur logisch erfolgreiche Prinzipien aus anderen Branchen in das Gesundheitswesen zu übertragen. Auch andere Autoren neben Womack und Jones betonen die universelle Anwendbarkeit der dem Lean Management zugrundeliegenden Prinzipien, weshalb ein Einsatz im Gesundheitswesen nur sinnvoll ist. Porché und Kendrick betonen in Ihrem Buch Doing More with Less Lean Thinking and Patient Safety in Health Care (2006): «Despite its origins in manufacturing, lean thinking is not strictly a manufacturing strategy but a management system whose goal is improving the process or set of actions required to do work. Because every organization, including a health care institution, does its work as a series of processes designed to meet its customer/patient’s need, lean thinking can be universally applied to any industry.»
Wie einleitend erwähnt, ist die Übertragbarkeit in das Gesundheits- bzw. Spitalwesen somit generell gegeben, allerdings ist dies nicht immer einfach. Allein die Tatsache, dass der Unternehmensgegenstand kein Produkt, sondern ein Mensch mit Gefühlen, Ängsten und Bedürfnissen ist, verkompliziert die Sachlage. Gleichzeitig scheiden sich die Geister an der genauen Erfassung von Qualität im Kontext zur Behandlung einer Krankheit (Scholz, 2016, S. 8-9). Wahrscheinlich auch deshalb gibt es noch keine einheitliche Definition des Begriffs Lean Hospital. Einen Definitionsvorschlag liefern die Autoren des Buches Lean Healthcare Transformation - Body of Knowledge (Angerer, et al., 2016, S. 3): «Ein Lean-Hospital umschreibt eine hochqualitative, effiziente und sich stets selbstoptimierende Organisation, in welcher sämtliche Prozesse am Patienten ausgerichtet werden, um so nicht-wertschöpfende Aktivitäten zu eliminieren.»
1 Ausgangslage & Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet den hohen Optimierungsdruck in Spitälern und führt Lean Management als potenziellen Lösungsansatz ein.
2 Theoretische Grundlagen & Stand des Wissens: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch eine Analyse von Lean Management, Führungstheorien und der spezifischen Anforderungen im Spitalumfeld.
3 Empirische Forschung: Anforderungen an Führungskräfte für die erfolgreiche Etablierung von Lean Management im Spital: Hier wird das methodische Vorgehen und die Untersuchungsstrategie zur Entwicklung des Anforderungsprofils dargelegt.
4 Resultate und Ableitung des Anforderungsprofils: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Ergebnisse der Befragung und leitet das Anforderungsprofil für Führungskräfte ab.
5 Tool zur Selbstevaluation: Dieses Kapitel beschreibt die Konzeption und den Praxischeck eines in Excel erstellten Instruments zur Bewertung der persönlichen Lean-readiness.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert die Implikationen für Forschung und Praxis und beleuchtet Limitationen sowie künftige Ausblicke.
Lean Management, Lean Hospital, Mitarbeiterführung, Führungskompetenzen, Anforderungsprofil, Selbstevaluation, Big Five, Spitalwesen, Prozessoptimierung, Veränderungsfähigkeit, Führungstheorien, Lean-readiness, Gesundheitsmanagement, Patientenorientierung, Transformationale Führung.
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation der notwendigen Persönlichkeitsmerkmale und Kompetenzen, die Führungskräfte benötigen, um Lean Management erfolgreich in Spitälern zu etablieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Übertragung von Lean-Prinzipien auf das Gesundheitswesen, der Analyse von Führungsstilen (Mitarbeiter- vs. Aufgabenorientierung) und der Entwicklung eines Anforderungsprofils.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines Anforderungsprofils und eines darauf basierenden Tools, mit dem Führungskräfte ihre Eignung und Entwicklungspotenziale in Bezug auf Lean Management selbst evaluieren können.
Es wurde eine explorative, qualitative sowie quantitative Erhebung mittels Online-Fragebögen bei Führungskräften in drei verschiedenen Schweizer Spitälern durchgeführt.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet, gefolgt von einer empirischen Untersuchung, die Persönlichkeitsdimensionen (Big Five), Führungsstile und Kompetenzbereiche quantifiziert und auswertet.
Erfolgreiche Lean-Führungskräfte sollten überdurchschnittlich extrovertiert, gewissenhaft, offen und verträglich sein, während sie gleichzeitig einen stark mitarbeiterorientierten Führungsstil pflegen.
Die Arbeit zeigt auf, dass mit steigender Hierarchiestufe die Anforderungen an Umsetzungs- und Methodenkompetenzen zunehmen, während die Bedeutung des tiefgreifenden, detaillierten Fachwissens abnimmt.
Es bietet Führungskräften die Möglichkeit, den persönlichen Reifegrad („Lean-readiness“) zu testen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Fehlbesetzungen bei der Einführung von Lean-Maßnahmen zu vermeiden.
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