Bachelorarbeit, 2018
63 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Die Betriebsformen des Einzelhandels
3 Der Einzelhandel – Status Quo
3.1 Struktureller und branchenspezifischer Wandel
3.2 Markt und Wettbewerb im Wandel
3.3 Wirkung der Informations- und Kommunikationstechnologien
3.4 Konsumenten im Wandel
4 Marketingkonzeption
4.1 Ziele
4.2 Marketingstrategien
4.3 Marketing-Mix
4.4 Marketingentscheidung und -konzeption im inhabergeführten Einzelhandel
5 Nischen
5.1 Definitionen
5.2 Nischenstrategietypen
5.2.1 Die Nischenstrategie als Unternehmensgrundstrategie
5.2.2 Die Nischenstrategie als Markteintrittsstrategie
5.2.3 Die Nischenstrategie als Neben- oder Ergänzungsstrategie
6 Erfolgsfaktoren für den inhabergeführten Einzelhandel
6.1 Die Anwendbarkeit als Unternehmensgrundstrategie
6.2 Die Anwendbarkeit zum Markteintritt
6.3 Die Anwendbarkeit als Neben- oder Ergänzungsstrategie
7 Erfolgspotenzial am Beispiel Bielefeld
7.1 Standort Bielefeld
7.2 SWOT-Analyse
8 Praxisbeispiele
8.1 NerdStar UG
8.2 Götte Design
8.3 Hundekinder
9 Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, ob der Vertrieb von Nischenprodukten inhabergeführten Einzelhandelsunternehmen in einem von Strukturwandel und Verdrängungswettbewerb geprägten Marktumfeld als Differenzierungsmerkmal dienen kann, um langfristige Erfolgschancen zu sichern.
5.2.1 Die Nischenstrategie als Unternehmensgrundstrategie
Unter dem Begriff der Nischenstrategie als Unternehmensgrundstrategie versteht Rosenbaum den in der Marketingliteratur häufig allgemein verwendeten Begriff der „Nischenstrategie“ (vgl. Rosenbaum 1999: S. 317), wie dieser auch von Kirchgeorg definiert wurde (siehe Kapitel 5.1). Wie der Abbildung 4 zu entnehmen ist, kann die Nischenstrategie als Unternehmensgrundstrategie die Funktion der evolutionären Marktweiterentwicklung erfüllen. Der Markt wird dann mit einer Nischenstrategie weiterentwickelt, wenn eine vertikale Nische höherer Ordnung gefunden und besetzt wird (vgl. Rosenbaum 1999: S. 317). Dadurch wird der Gesamtmarkt um eine höhere Entwicklungsstufe, bzw. eine Angebots-Nachfragedimension erweitert (vgl. ebd.). Rosenbaum zufolge entwickelt sich der Markt durch das Finden und Besetzen von Nischen weiter, vor allem durch das Besetzen einer vertikalen Nische. Besetzt der Anbieter stattdessen eine horizontale Nische, entspricht dies einer Ausweich-, Rückzugs- oder Marktbehauptungsstrategie, wobei die Angebote auf dem Markt ebenfalls an Komplexität und Differenzierung gewinnen (vgl. ebd.).
Vertikale Nischen bezeichnen laut Rosenbaum komplett neue Märkte ohne vorhandenen Markt (vgl. Rosenbaum 1999: S. 318). Eine Bespiel für eine vertikale Nische, die sich mittlerweile zu einem Massenmarkt entwickelt hat, ist die Fitnessindustrie. Nahrungsergänzungsmittel und Zubehör war vor dem Boom dieser Branche nur in Fachmärkten zu erhalten. Horizontale Nischen hingegen bezeichnen Nischen, für die es bereits einen Markt gibt. Also eine Nische zwischen Massenmarktangeboten (vgl. ebd.). Eine horizontale Nische ist z. B. Öko-Strom. Durch das Besetzen horizontaler Nischen hat der Anbieter die Möglichkeit, sich auf dem bereits vorhandenen Markt in eine Nische zurückzuziehen, um sich zu behaupten. Er kann durch die Bearbeitung der Nischen deren Marktanteil nutzen, um sich im Markt fest zu etablieren oder dem Massenmarkt auszuweichen (vgl. ebd.)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den strukturellen Wandel im Einzelhandel und die daraus resultierende Notwendigkeit für inhabergeführte Geschäfte, sich durch Nischenstrategien abzuheben.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Fachbegriffe definiert, um die theoretische Basis für die Untersuchung der Betriebsformen des inhabergeführten Einzelhandels zu schaffen.
3 Der Einzelhandel – Status Quo: Dieses Kapitel analysiert den Verdrängungswettbewerb und den Einfluss der Digitalisierung auf den stationären Handel.
4 Marketingkonzeption: Der Abschnitt erläutert die methodischen Grundlagen des Marketing-Mix sowie die strategische Planung für Einzelhandelsunternehmen.
5 Nischen: Es erfolgt eine detaillierte theoretische Einordnung und Klassifizierung verschiedener Nischenstrategietypen nach Rosenbaum.
6 Erfolgsfaktoren für den inhabergeführten Einzelhandel: Hier wird geprüft, inwiefern die theoretischen Nischenstrategien auf die spezifischen Stärken kleiner, inhabergeführter Betriebe anwendbar sind.
7 Erfolgspotenzial am Beispiel Bielefeld: Anhand einer SWOT-Analyse wird das wirtschaftliche Umfeld und das Marktpotenzial der Stadt Bielefeld für Nischenanbieter untersucht.
8 Praxisbeispiele: Drei Fallbeispiele verdeutlichen die praktische Umsetzung von Nischenstrategien in verschiedenen Branchen.
9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung ab, dass Nischenstrategien große Chancen bieten, sofern eine tiefgreifende Markt- und Produktanalyse erfolgt.
Einzelhandel, Inhabergeführt, Nischenstrategie, Marktnische, Marketingkonzeption, Bielefeld, Wettbewerb, Praxisbeispiel, Unternehmensführung, Kundenbindung, Marktdurchdringung, Marktweiterentwicklung, Differenzierung, SWOT-Analyse, Erfolgsfaktor
Die Arbeit untersucht, wie inhabergeführte Einzelhändler durch den gezielten Vertrieb von Nischenprodukten ihre Wettbewerbsposition gegenüber Filialisten und Online-Anbietern stärken können.
Die zentralen Themen umfassen den Strukturwandel des Einzelhandels, strategisches Marketing, die Klassifizierung von Nischenstrategien sowie deren praktische Anwendbarkeit.
Das Ziel ist es, die Erfolgschancen für inhabergeführte Geschäfte zu bewerten, die sich durch eine Nischenstrategie vom Massenmarkt differenzieren möchten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und einer praxisorientierten Analyse mittels SWOT-Verfahren und Fallstudien in Bielefeld.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Status-quo-Analyse des Einzelhandels, eine theoretische Ableitung von Marketingstrategien und eine Untersuchung von Nischenstrategietypen, gefolgt von der praktischen Anwendung am Beispiel Bielefeld.
Zu den prägenden Begriffen gehören Einzelhandel, Nischenstrategie, Wettbewerbsvorteil, Marketingkonzeption und Standortpotenzial.
Bielefeld dient als Beispiel, um die Theorie anhand konkreter Daten zur lokalen Wirtschaftsstruktur und dem Konsumentenverhalten auf ihren praktischen Nutzen für den inhabergeführten Einzelhandel zu prüfen.
Ein Nischenprodukt allein garantiert keinen Erfolg; der Erfolg hängt von einer fundierten Analyse des Marktes, des Standorts und der eigenen unternehmerischen Fähigkeiten ab.
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