Masterarbeit, 2018
143 Seiten, Note: 5.75 (CH) / 78% UNISA
1. EINLEITUNG
1.1 Motivation
1.2 Forschungsgegenstand
1.2.1 Demografische Situation der Schweiz
1.2.2 Gemeinden im gesellschaftlichen, multikulturellen Kontext
1.2.3 Theologischer Hintergrund
1.2.4 Gemeinde und Multikulturalität
1.3 Forschungsdesign
1.4 Begründung
1.5 Wissenschaftstheoretischer Rahmen (Theoretical Framework)
1.6 Forschungsstand
1.6.1 Literatur über die interkulturelle Theologie
1.6.2 Europäische pfingstliche Literatur über Migration nach Europa und deren Missionszweck
1.6.3 Schweizerische pfingstliche Literatur
1.6.4 Amerikanische Literatur über den multikulturellen Gemeindebau
1.6.5 Deutsche Literatur über multikulturellen Gemeindebau
1.6.6 Schweizer Literatur über multikulturellen Gemeindebau
1.6.7 Literatur CZB
1.7 Forschungsfrage
1.8 Forschungsziel
1.9 Forschungsart, Methodik
1.9.1 Analyse von Dokumenten
1.9.2 Teilnehmende Beobachtung
1.9.3 Halbstandardisierte Experten- und normale Interviews
1.9.4 Qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring
1.10 Begriffe
1.10.1 Migrationskirche
1.10.2 Kultur
1.10.3 Ethnie
1.10.4 Diaspora
1.10.5 Migration/Migrant
2. INTEGRATIONSMODELLE
2.1 Kulturelle Anpassung nach John W. Berry (2005)
2.1.1 Haltungen nach John W. Berry (2005)
2.1.2 Kultureller Anpassungsstress
2.1.3 Adaptierung
2.1.4 Fazit nach der Lektüre von John W. Berry
2.2 Gemeindemodelle nach Johannes Müller (2014)
2.2.1 Bezeichnungen
2.2.2 Ekklesiologische Modelle
2.2.3 Fazit nach der Lektüre von Johannes Müller
2.3 Multikultureller Gemeindebau nach Reimer (2011)
2.3.1 Modelle multikultureller Gemeinden nach Reimer
2.3.2 Merkmale einer Kultur
2.3.3 Interkulturelle Kompetenzen
2.3.4 Fazit nach der Lektüre von Johannes Reimer (2011)
2.4 Fazit aus den Integrationsmodellen
3. GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG DES CZB ZUR MULTIKULTURELLEN GEMEINDE
3.1 Anfänge der weltweiten und schweizerischen Pfingstbewegung
3.1.1 Historischer Hintergrund
3.1.2 Schlüsselfigur Seymour
3.1.3 Pfingstliche Zeichen
3.1.4 Weltweite Bewegung
3.2 Geschichte der Pfingstfreunde in Zürich - 1907 bis 1980
3.2.1 Loser Gruppenverband in Zürich
3.2.2 Christliche Zusammenkünfte, kaum multikulturelle Begegnungen
3.2.3 Gastarbeitermissionsarbeit in der Schweiz
3.2.4 Fazit zur ersten Epoche 1907 bis 1980
3.3 CZB – 1980 bis 2004 – der integrative Ansatz mit Werner Kniesel
3.3.1 Biografie Werner Kniesel
3.3.2 Spanisch Sprechende in den Gottesdiensten
3.3.3 Separate Gottesdienste oder Integration - Uneinigkeit
3.4 CZB – Multikultureller Gemeindebau in der Gegenwart – mit Ausblick in die Zukunft
3.4.1 Wachstum
3.4.2 Theologie
3.4.3 Mission
3.4.4 Werte
3.4.5 Pastoren / Leiterschaft
3.4.6 Kommunikation
3.4.7 Gottesdienste
3.4.8 Kurse
3.4.9 Kleingruppengestaltung
3.4.10 Dienst mit Kindern und Jugendlichen
3.4.11 Übersetzungen
3.4.12 Mission und Aussenmission
3.5 Ausblick
3.6 Fazit aus allen drei Epochen 1907 bis Heute
4. AKTUELLE PRAXIS DES CZB IM MULTIKULTURELLEN GEMEINDEAUFBAU
4.1 Weg der Integration
4.1.1 Persönliche Kontakte – eigene Entscheidung
4.1.2 Sozialdiakonische - und Strasseneinsätze
4.2 Jesus ist im Zentrum
4.3 Gemeindeleben
4.3.1 Gottesdienste
4.3.2 Fazit zur Gottesdienststruktur
4.3.3 Separate Gefässe und Schnittstellen
4.3.4 Musik
4.4 Herausforderungen und Lösungsansätze
4.4.1 Sprache als Herausforderung
4.4.2 Sozialdiakonie als Herausforderung
4.4.3 Zeitliches Engagement als Herausforderung
4.4.4 Kulturelle Unterschiede als Herausforderung
4.4.5 Generationenkonflikte als Herausforderung
4.5 Austritte aus der Gemeinde
4.5.1 Austritte aus Gründen der starken Hierarchie auf Leitungsebene
4.5.2 Austritte aus Gründen der starken Hierarchie auf Mitgliederebene
4.5.3 Fazit Austritte: Multikulturell geprägt
4.6 Fazit aus der Praxis des CZB‘s
5. MISSIONSTHEOLOGISCHE REFLEXION
5.1 Einordnung des CZB in die theoretischen Modelle multikulturellen Gemeindebaus
5.1.1 Monokulturelle, interkulturelle und multikulturelle Gemeindebaumodelle
5.1.2 Das Christliche Zentrum Buchegg, eine multikulturelle Gemeinde
5.1.3 Vertiefte Prüfung der Multikulturellen Gemeinde
5.2 Gibt es eine ideale multikulturelle Gemeinde?
5.3 Modell Berry – Assimilation, Integration, Separierung, Marginalsierung
5.3.1 Sozio-psychologische Faktoren
5.4 Modell Reimer – Ort, Akteure, Aktivitäten
5.4.1 Kontext des CZB
5.4.2 Akteure des CZB
5.4.3 Aktivitäten des CZB
5.5 Massnahmen zur Integration / Assimilation der Kulturen
5.5.1 Christozentrik
5.5.2 Kulturelle Kompetenzen der Leiter und Mitglieder
5.5.3 Sprache
5.5.4 Beziehungen und Entscheidung
5.5.5 Hohe Identifikation mit der Gemeinde
5.5.6 Umgang mit kulturellen Unterschieden - Paulus vs. Realität
5.6 Abschliessende theologische Reflexion
5.7 Zusammenfassung Förderung der Integration im CZB
5.8 Diskussion der Thesen
Die Arbeit untersucht die Integration von Migranten in die Schweizer Pfingstgemeinde "Christliches Zentrum Buchegg" (CZB). Das primäre Ziel ist es, die bestehende Integrationspraxis des CZB zu analysieren, historisch einzuordnen und auf Basis von Integrationstheorien sowie praktischen Erfahrungen Handlungsempfehlungen für multikulturellen Gemeindebau zu formulieren.
1.2.3 Theologischer Hintergrund
Für evangelikale Gemeinden, insbesondere für Pfingstgemeinden, ist die Bibel als inspiriertes Wort Gottes wichtiges Fundament (Scharfenberg 2006:46). Darum soll an dieser Stelle kurz erwähnt werden, welche biblischen Aspekte für interkulturelle Begebenheiten Basis dieser Forschungsarbeit sind.
Als erstes gilt festzuhalten, dass Migration ein fundamentales Thema der Bibel ist. Migranten scheinen den Schweizern im Alltag oft so fremd, und am liebsten wollen sie nichts mit „dem Fremden“ zu tun haben. Auch daran scheitern multikulturelle Gemeinden. Aus biblischer Sicht ist ein Migrant nicht so fremd, wie er erscheint. Denn jeden könnte es treffen Migrant zu werden, bzw. im theologischen und geistlichen Sinne sind wir als Gläubige Migranten. Wem dies klar wird, kann Ängste und Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abbauen und die christliche Solidarität gegenüber Migranten wachsen lassen. Daraus folgt, dass das Christsein in einer multikulturellen Gemeinde von Gott als etwas Natürliches angesehen wird, da sie die Zukunft im himmlischen Jerusalem widerspiegelt. Dass wir alle Migranten sind und wie dieses Thema sich wie mit einem roten Faden über die Bibel hinwegzieht soll im Folgenden erläutert werden, in der Grössenordnung wie es dieses Unterkapitel zulässt. Dies bräuchte ansonsten noch vertieftere Bibelarbeit, welche in einer weiteren Forschungsarbeit reflektiert werden könnten. Das Thema Migration ist in der Bibel nicht offensichtlich, aber in der Geschichte Israels wanderten die betreffenden Personen oft aus und bezogen neue Territorien. So gehört das Fremdsein nicht mehr nur zum Fremden, sondern kann durch den Glauben auch zum Eigenen werden. So wird auch in diesem Zusammenhang die Aussage von Paulus lebendig, der uns in Röm 12,2 rät: „Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ Hier sind nur ein paar Begebenheiten, die aufgezählt werden, sodass ersichtlich wird, dass Migration ein grosses Thema der Bibel ist:
Das Glaubensleben im Alten wie auch im Neuen Testament ist eng mit dem Fremdsein verbunden. Das Gebot auszuwandern ist im 1. Buch Mose diverse Male ersichtlich (1. Mose 9,1; 12,1; 12,5). Der berühmte Turmbau zu Babel kam erst zustande, da die Menschen zu damaliger Zeit Gott ungehorsam waren, indem sie nicht auswanderten und die Erde bevölkerten, wie Gott ihnen das befahl, sondern sich in einer Stadt zusammenfanden und ein Denkmal zu ihrer eigenen Erhabenheit bauen wollten (1. Mose 11,1-4).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die persönliche Motivation der Autorin, die demografische Relevanz von Migration in der Schweiz und den Bedarf nach fundierter missiologischer Forschung für multikulturelle Kirchenstrukturen.
2. INTEGRATIONSMODELLE: In diesem Kapitel werden theoretische Frameworks von Berry, Müller und Reimer zur kulturellen Anpassung und zum multikulturellen Gemeindebau vorgestellt und kritisch diskutiert.
3. GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG DES CZB ZUR MULTIKULTURELLEN GEMEINDE: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Entwicklung des CZB in drei Epochen, von den Anfängen bis zur heutigen multikulturellen Struktur unter Gemeindeleiter Matthias Theis.
4. AKTUELLE PRAXIS DES CZB IM MULTIKULTURELLEN GEMEINDEAUFBAU: Dieses Kapitel analysiert anhand empirischer Daten (Interviews/Beobachtung) den Status quo der Integration, inklusive Herausforderungen wie Sprache und Hierarchien sowie Lösungsansätze.
5. MISSIONSTHEOLOGISCHE REFLEXION: Den Abschluss bildet eine theologische Einordnung der Fallstudie, die diskutiert, wie sich die Praxis des CZB zu den theoretischen Modellen verhält und welche Schlüsse für eine zukunftsfähige Integration gezogen werden können.
Multikulturelle Gemeinde, Interkulturelle Gemeinde, Interkulturelle Theologie, Integration, Akkulturation, Kultur, Pfingstgemeinde, Migrant, Migration, Mission, Ekklesiologie, Gemeindeaufbau, Sozialdiakonie, Christozentrik
Die Arbeit untersucht, wie das "Christliche Zentrum Buchegg" (CZB) in Zürich als multikulturelle Pfingstgemeinde Migranten integriert und welche soziologischen sowie theologischen Herausforderungen dabei bestehen.
Zentrale Felder sind Akkulturationstheorien, Modelle des multikulturellen Gemeindebaus, historische Entwicklungen der Pfingstbewegung, Migrationssoziologie und missionstheologische Reflexionen über christliche Identität in einer diversen Gesellschaft.
Das Ziel ist es, die Integrationspraxis des CZB zu analysieren, diese mit theoretischen Modellen abzugleichen und daraus praxisrelevante Erkenntnisse zu gewinnen, wie Gemeinden offener und integrativer gestaltet werden können.
Es wird ein qualitativer Ansatz der empirischen Sozialforschung nach Philipp Mayring gewählt, der Dokumentenanalyse, teilnehmende Beobachtung sowie halbstandardisierte Experten- und Laien-Interviews kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Fallstudie zur Geschichte und Praxis des CZB sowie eine abschließende Reflexion, in der die Ergebnisse vor dem Hintergrund missionstheologischer Modelle bewertet werden.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Multikulturelle Gemeinde, Interkulturelle Theologie, Integration, Akkulturation, Pfingstgemeinde, Christozentrik und Migration aus.
Das CZB setzt auf ein ausgeprägtes System von Übersetzungsdiensten in verschiedenen Sprachen während der Gottesdienste und Kurse, sieht die Sprache aber gleichzeitig als Chance für interkulturelles Lernen.
Die Arbeit zeigt, dass die Christozentrik (Jesus als Zentrum) das zentrale Bindeglied ist, das es den Gliedern ermöglicht, kulturelle Unterschiede als zweitrangig zu betrachten und eine gemeinsame Basis trotz ethnischer Vielfalt zu finden.
Während eine klare hierarchische Struktur Stabilität und Einheit fördert, zeigt die Analyse, dass sie im CZB auch als Druckmittel oder Hürde für individuelle Eigeninitiativen von Migrantengruppen wahrgenommen werden kann, was in Einzelfällen zu Austritten führte.
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