Bachelorarbeit, 2009
37 Seiten, Note: 1,5
0. Einleitung
1. Der Hitchcock-Thriller: „The 39 Steps”
2. Analyse der Handlungsstrukturen
3. Analyse der ideologischen Inhalte
3.1 Sittlich-Moralischer Verfall der Ordnung
3.2 Verstoßen aus dem Ordnungsbezug
3.3 Auflösung fester gesellschaftlicher Ordnung
3.3.1 Gesellschaftliche Institutionen
3.3.2 Normvorstellungen
4. Unordnung in der filmischen Darstellung
4.1 Schauplätze
4.2 Licht und Schatten
4.3 Kameraeinstellungen
4.4 Montage
4.5 Ton
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Alfred Hitchcock das Spannungsfeld zwischen Ordnung und Chaos in seinem Film "The 39 Steps" sowie in ausgewählten Werken seiner britischen Schaffensphase inszeniert. Das zentrale Ziel ist es, die inhaltlichen und formalen Mittel aufzuzeigen, mit denen der Regisseur die scheinbare Stabilität des Alltags in Frage stellt und den Protagonisten in eine existenziell bedrohliche Un-Ordnung stößt.
0. Einleitung
Hitchcock startete 1922 Filme zu produzieren. Die Filmherstellung ist Organisationsarbeit. Hitchcock hatte die komplette Kontrolle über seine Projekte, er wollte die Kontrolle über die Skripte, die Stars, die Assistenz die mit ihm zusammenarbeitete, die exakten Schnittplätze und Selbstreklame.
Hitchcock fehlte der Mut dazu diese Art der Steuerung über seine Arbeit aufzugeben, die hier verwirklicht wurde, so 1933, als er zur British-Gaumont Pictures ging und seine bis dahin wohl erfolgreichste Arbeit produzierte. Hitchcock entwickelte sich zum Thriller-Spezialisten. Zwischen 1934 und 1938 drehte er sechs Filme: The Man Who Knew Too Much (1934), The 39 Steps (1935), Secret Agent (1936), Sabotage (1936), Young And Innocent (1937) und The Lady Vanishes (1938). Ein Zeichen für die Wichtigkeit dieser Schaffensperiode Hitchcocks Arbeit kann in der Tatsache gesehen werden, dass er zu ihr Ende der 50er Jahre zurückkommt, er greift auf seine Vorlagen zurück und perfektionierte The Man Who Knew Too Much im gleichnamigen Remake, sowie The 39 Steps in North by Northwest. Hitchcock überließ nichts dem Zufall, er plante in seinen Filmen jeden Zentimeter Bildmaterial genau, jedes Detail ist präzisiert und durchkomponiert. Nichts ist zufällig, alles hat seine Ordnung.
0. Einleitung: Diese Einleitung skizziert Hitchcocks Perfektionismus bei der Filmproduktion und führt in die Fragestellung ein, wie Ordnung und Un-Ordnung in "The 39 Steps" und weiteren Werken der britischen Phase inszeniert werden.
1. Der Hitchcock-Thriller: „The 39 Steps”: Dieses Kapitel definiert den "Hitchcock-Thriller" und erläutert den Kontrollverlust des Protagonisten Hannay als zentrales Element, das ihn aus einer sicheren Welt in das Chaos zwingt.
2. Analyse der Handlungsstrukturen: Hier wird der Film anhand von Gustav Freitags Pyramidenschema in fünf Sequenzen unterteilt, um die Steigerung von Spannung und die Dramaturgie des Identitätsverlustes nachzuzeichnen.
3. Analyse der ideologischen Inhalte: Dieses Hauptkapitel untersucht den Zerfall moralischer Prinzipien, den Verlust des sozialen Ordnungsbezugs durch Misstrauen und die ironische Darstellung gesellschaftlicher Institutionen.
4. Unordnung in der filmischen Darstellung: In diesem analytischen Teil werden filmische Mittel wie Schauplätze, Licht-Schatten-Effekte, Kameraperspektiven, Montage und Ton analysiert, um zu zeigen, wie Hitchcock Chaos visuell und akustisch codiert.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Hitchcocks Filme als Essays über die Fragilität bürgerlicher Moral fungieren und die Sicherheit des Alltags als bloße Fassade entlarven.
Alfred Hitchcock, The 39 Steps, Thriller, Film-Analyse, Ordnung und Chaos, Handlungsstruktur, Montage, Kameraeinstellungen, Identitätsverlust, Spionage, britische Schaffensphase, Suspense, moralischer Verfall, Filmgeschichte, visuelle Symbolik.
Die Bachelorarbeit untersucht die filmische Inszenierung von Ordnung und Chaos in Alfred Hitchcocks britischer Schaffensphase, mit einem besonderen Fokus auf dem Film "The 39 Steps".
Die Schwerpunkte liegen auf der dramaturgischen Analyse der Handlung, der ideologischen Kritik an gesellschaftlichen Institutionen und der formalen Analyse filmischer Mittel wie Licht, Ton und Montage.
Die Arbeit fragt danach, auf welche Art und Weise Ordnung im Film sichtbar gemacht wird, was Un-Ordnung entstehen lässt und wie Hitchcock diese formal als "Chaos" in seinen Filmen kodiert.
Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche Feinanalyse (Szenen- und Sequenzanalyse), unterstützt durch das dramenanalytische Pyramidenschema nach Gustav Freytag sowie den Vergleich mit weiteren Werken Hitchcocks.
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Untersuchung des Handlungsverlaufs, eine ideologische Analyse des moralischen Verfalls sowie eine detaillierte technische Analyse der filmischen Darstellungsmittel.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hitchcock-Thriller, Suspense, Ordnung vs. Chaos, Identitätsverlust und formale Filmanalyse charakterisieren.
Er dient als primäres Fallbeispiel für die Etablierung des "Hitchcock-Thrillers", an dem die Zerstörung des Alltagslebens und die Notwendigkeit von Vertrauen exemplarisch durchgespielt werden.
Musik wird oft als Handlungsmotiv eingesetzt; im Film dient eine spezifische Erkennungsmelodie im Palladium als Auslöser für die Auflösung des Kriminalfalls und somit für die Rückkehr zur Ordnung.
Die Montage dient der gezielten Lenkung des Zuschauers, um emotionale Zustände wie Paranoia oder den drohenden Absturz ins Chaos spürbar zu machen und Zusammenhänge zwischen den Sequenzen herzustellen.
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