Diplomarbeit, 2004
103 Seiten, Note: 2,7
1. EINFÜHRUNG
1.1 Überblick
1.2 Begriffsbestimmung
1.2.1 Risiko
1.2.2 Risikoarten
1.2.2.1 Systematisches Risiko
1.2.2.2 Unsystematisches Risiko
2. VERFAHREN ZUR RISIKOBEURTEILUNG VON AKTIEN
2.1 Renditen
2.2 Risikomaße
2.2.1 Volatilität
2.2.1.1 Die Ermittlung von Standardabweichung und Varianz
2.2.1.2 Interpretation der Volatilität
2.2.2 Betafaktor
2.2.2.1 Die Ermittlung des Betafaktors
2.2.2.2 Interpretation des Betafaktors
2.2.3 Alternative Ansätze zur Identifikation von Risiko
2.2.3.1 Risikoverständnis in bezug auf die erwartete Rendite
2.2.3.2 Lower Partial Moments
2.2.3.2.1 Shortfall Risk
2.2.3.2.2 Erwarteter Ausfall
2.2.3.2.3 Ausfallvarianz
3. VERFAHREN ZUR RISIKOBEURTEILUNG VON ANLEIHEN
3.1 Rating
3.1.1 Bonitätsrisiko als Objekt des Rating
3.1.2 Ratingklassen
3.1.3 Durchführung des Rating
3.1.3.1 Erstrating
3.1.3.2 Fortlaufende Prüfung
3.1.4 Aussagekraft des Rating
3.1.5 Möglichkeiten und Grenzen des Rating
3.1.6 Bedeutung von Ratings
3.1.6.1 Kapitalmarkteffizienz
3.1.6.2 Informationseffizienz
3.1.6.3 Rating und Informationseffizienz
3.1.6.4 Empirische Analysen
3.2 Anleihespezifische Risikoarten
3.2.1 Quantifizierung des Bonitätsrisikos
4. RATINGÄNDERUNGEN UND AKTIENKURSREAKTIONEN
4.1 Bisherige Ergebnisse
4.1.1 Untersuchungen des US-amerikanischen Anleihemarktes
4.1.2 Untersuchungen des deutschen Anleihemarktes
4.1.3 Untersuchungen des US-amerikanischen Aktienmarktes
4.1.3.1 Durch Ratings gewonnene Erkenntnisse
4.1.3.2 Methodologie der Untersuchungen
4.2 Eigene empirische Untersuchungen
4.2.1 Datenbasis
4.2.2 Berechnungsmethodik
4.2.3 Ergebnisse
5. SCHLUßBETRACHTUNG
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fortgang
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist die empirische Untersuchung der Frage, ob Ratingänderungen von Anleihen einen messbaren Einfluss auf die Aktienkurse der entsprechenden Emittenten haben. Dabei wird analysiert, ob der Aktienmarkt diese Informationen effizient verarbeitet oder ob sie zu signifikanten Kursreaktionen führen.
1.2.2.1 Systematisches Risiko
Systematische Risiken beruhen auf Veränderungen, die die Gesamtheit der Wertpapierart betreffen. Daher werden sie auch als Marktrisiken bezeichnet. Risiken dieser Art betreffen also nicht nur ein einzelnes Wertpapier, z. B. eine Aktie oder eine Anleihe. Systematische Risiken können daher auch nicht im Portfolio durch Risikostreuung beseitigt werden.
Doch wie kann nun das Marktrisiko am Beispiel des Aktienmarktes illustriert werden? Als eindrucksvolle Beispiele werden in der Literatur häufig politische Begebnisse, wie z. B. Wahlen, Unruhen, Staatsstreiche, angeführt. Erwähnenswert sind an dieser Stelle auch regulatorische Eingriffe von Regierungsseite in wirtschaftliche Belange, wie z. B. die Interventionen der russischen Staatsleitung in bezug auf die ökonomischen Aktivitäten im Bereich der Öl-Unternehmen.
Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle die Wirkung von Naturkatastrophen auf den Handel an den Wertpapierbörsen.
1 EINFÜHRUNG: Einleitung in die Thematik der Risikobeurteilung von Aktien und Anleihen sowie Definition der Forschungsfrage.
2 VERFAHREN ZUR RISIKOBEURTEILUNG VON AKTIEN: Detaillierte Betrachtung gängiger Risikokennzahlen wie Volatilität und Betafaktor sowie Einführung alternativer Ansätze.
3 VERFAHREN ZUR RISIKOBEURTEILUNG VON ANLEIHEN: Analyse des Ratingprozesses, der Ratingklassen und der theoretischen Einordnung von Ratings in die Kapitalmarkteffizienz.
4 RATINGÄNDERUNGEN UND AKTIENKURSREAKTIONEN: Diskussion bisheriger Forschungsergebnisse sowie Darstellung einer eigenen empirischen Analyse deutscher Unternehmen.
5 SCHLUßBETRACHTUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Aktienkurs, Rating, Anleihen, Bonitätsrisiko, Marktrisiko, Volatilität, Betafaktor, Informationseffizienz, Kapitalmarkt, Empirische Untersuchung, Downgrade, Upgrade, Risikobeurteilung, Credit Spread, HDAX.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Risikobewertung von Unternehmensanleihen durch Ratingagenturen und den Kursbewegungen der zugehörigen Aktien.
Im Zentrum stehen die Methoden zur Risikomessung bei Aktien und Anleihen sowie die empirische Prüfung der Marktreaktion auf Ratingänderungen.
Es soll empirisch belegt werden, ob Ratingänderungen bei Anleihen als "neue Informationen" vom Aktienmarkt interpretiert werden und somit zu signifikanten Kursreaktionen führen.
Die Untersuchung nutzt primär die Event-Study-Methodik, um anhand von täglichen Renditedaten die Auswirkungen von Ratingänderungen zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Risikomaße (Aktien/Anleihen), eine Analyse der Ratingmechanismen und die empirische Untersuchung deutscher HDAX-Unternehmen.
Systematisches Risiko, Volatilität, Betafaktor, Credit Spread, Informationseffizienz und Rating-Downgrades/Upgrades.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Downgrades zu statistisch signifikanten negativen Kursreaktionen führen, während bei Upgrades häufig keine oder nur schwache Effekte beobachtet werden.
Der HDAX bietet eine hohe Datenqualität, eine ausreichende Anzahl börsennotierter Unternehmen und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass für diese Titel externe Ratings verfügbar sind.
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