Masterarbeit, 2018
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Material und Methoden
3 Ergebnisse
3.1 Aktuelle gesetzliche und wirtschaftliche Situation
3.1.1 Gesetzliche Vorschriften
3.1.1.1 Verschreibung
3.1.1.2 Administration
3.1.1.3 Anbau
3.1.2 Bisherige Bereitstellung von Medizinalhanf
3.1.3 Verbrauch von Medizinalhanf
3.2 Die Pflanze Hanf
3.2.1 Taxonomie
3.2.2 Herkunft und Verbreitung
3.2.3 Morphologie
3.2.4 Entwicklungsstufen
3.2.5 Photoperiodismus
3.2.6 Geschichte der Nutzung
3.2.7 Unterschied Nutz- und Medizinalhanf
3.3 Medizin und Pharmakologie
3.3.1 Wirkstoffe
3.3.1.1 Hauptwirkstoffe
3.3.1.2 Biosynthese
3.3.1.3 Vorkommen in der Pflanze
3.3.1.4 Wechselwirkungen zwischen Umweltfaktoren und Wirkstoffgehalt
3.3.2 Pharmazie und Pharmakologie
3.3.2.1 Verabreichungsformen und Effekte
3.3.2.2 Pharmakologie, Wechsel- und Nebenwirkungen
3.3.2.3 Cannabisbasierte Medikamente und Produkte
3.3.3 Medizinische Einsatzmöglichkeiten
3.4 Landwirtschaftlich-gärtnerischer Anbau
3.4.1 Züchtung, Sorten und Erträge
3.4.2 Anbausysteme und Nährmedien
3.4.2.1 Hydroponischer Anbau
3.4.2.2 Erdfreie Substrate
3.4.2.3 Substrat-Temperatur
3.4.2.4 Anbausysteme
3.4.3 Pflanzen- und Sortenwahl
3.4.4 Licht
3.4.4.1 Lichtspektrum
3.4.4.2 Belichtungszeit
3.4.4.3 Lichtleistung, Lichtintensität und Lichtfarbe
3.4.4.4 Abstimmung der Belichtung mit dem Wachstumszyklus
3.4.4.5 Wirkung von UV-Licht
3.4.4.6 Leuchtenarten und Eigenschaften
3.4.4.7 Reflektoren
3.4.4.8 Light Mover
3.4.5 Bewässerung und Wasserqualität
3.4.6 Versorgung mit Mineralnährstoffen
3.4.7 Luft
3.4.7.1 Luftbewegung und Belüftung
3.4.7.2 Temperatur
3.4.7.3 Luftfeuchtigkeit
3.4.7.4 Kohlenstoffdioxid
3.4.8 Pflanzendichte
3.4.9 Pflanzengesundheit
3.4.10 Wachstumsregulation
3.5 Ernte
3.5.1 Erntezeitpunkt
3.5.2 Ernteprozess
3.6 Nachernteprozess
3.6.1 Qualitätsanforderungen und Qualitätssicherung
3.6.2 Trocknung
3.6.3 Verpackung und Lagerung
3.7 Aufbereitung
3.8 Dokumentation, Kontrolle und Überwachung
4 Diskussion
4.1 Gesetzgebung, Verschreibung, Medizinische Anwendungen
4.2 Cannabis-Produkte und Wirkungen
4.3 Anbau und Pflanzen
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Nutzung und dem Anbau von Medizinalhanf in der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund der gesetzlichen Neuregelungen seit März 2017. Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen Kenntnisstand zu den botanischen, pharmakologischen und anbautechnischen Aspekten zusammenzuführen und die Herausforderungen einer standardisierten Produktion unter kontrollierten Bedingungen zu analysieren.
3.4.2.1 Hydroponischer Anbau
Die Medizinalhanf-Kultivierung erfolgt unter hydroponischen Bedingungen (HAZEKAMP 2017). Bei diesem erdelosen Anbau durchziehen die Pflanzenwurzeln bewässerte Substrate wie Steinwolle, Kokosfasern, Perlit oder Vermiculit, die mehrmals täglich bewässert werden (VANHOVE et al. 2011, S. 159) oder hängen frei in der Wasserlösung. Alle Nährstoffe sind in gelöster Form in der Nährlösung enthalten, wodurch eine exakte Dosierung und Kontrolle möglich ist. Für einen ausreichenden Sauerstoffgehalt im Wasser muss es umgewälzt werden. (vgl. HAI & RIPPCHEN 1994, S. 115) Bei geringeren Temperaturen ist der Sauerstoffgehalt größer, sodass die Temperatur der Nährlösung zwischen 15 und 24°C liegen sollte (CERVANTES 2006, S. 305-307).
Hydroponischer Anbau gilt als sehr produktiv, da den Pflanzen die nicht für das Wurzelwachstum notwendige und aufzuwendende Energie für die Blatt- und Blütenausbildung zur Verfügung steht. (vgl. SHORT 2003, S. 15)
Hydroponische Systeme werden danach unterschieden, wie die Nährlösung appliziert wird – passiv oder aktiv. Bei der passiven Variante gelangt die Nährlösung durch die Kapillarwirkung vom Nährlösungsbehälter zum Substrat und den Wurzeln. Bei aktiven Systemen wird die Nährlösung aktiv zu den Wurzeln gepumpt, wobei die nicht von den Pflanzen verwendete Flüssigkeit wieder abläuft. Hierzu zählen das Ebbe- und Flutsystem, Nährfilmtechnik (NFT), Aeroponik und Deep Water Culture (DWC). (vgl. CERVANTES 2006, S. 283 f.) Ausführliche Informationen sowie die Beschreibung weiterer Systeme sind bei CERVANTES (2006, S. 281-310) zu finden.
Ein regelmäßiges Wechseln sowie Nachfüllen der Nährlösung in den Behältern ist bei allen hydroponischen Systemen erforderlich. Das Auftreten von Algenwachstum ist zu verhindern, da dieses zu einem Verstopfen von Substrat und Rohrleitungen führen würde. Algen können zusammen mit Schimmel, Pilzen und Bakterien eine Störung der aeroben Bedingungen im Substrat und das Ersticken der Pflanzen zur Folge haben. Zur Vorbeugung wird Wasserstoffperoxid verwendet. (vgl. SHORT 2003, S. 25)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und wirtschaftliche Bedeutung von Hanf sowie die aktuelle Entwicklung zur Normalisierung von Medizinal-Cannabis in Deutschland durch die Gesetzesänderung im März 2017.
2 Material und Methoden: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen als Literaturarbeit, bei der wissenschaftliche Datenbanken, Fachbücher und Expertenkontakte zur Informationsgewinnung genutzt wurden.
3 Ergebnisse: Dieser umfassende Hauptteil analysiert die gesetzliche Situation, botanische Grundlagen, die medizinische Pharmakologie sowie detaillierte technische Anbauparameter wie Licht und Nährstoffversorgung.
4 Diskussion: Die Diskussion beleuchtet kontroverse Aspekte bezüglich der Wirksamkeit von Cannabis als Medizin, hinterfragt die Haltung von Krankenkassen und zeigt Forschungsbedarf bei der pharmazeutischen Weiterentwicklung auf.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zur Notwendigkeit standardisierter Anbaumethoden zur Sicherstellung der Arzneimittelqualität.
Medizinalhanf, Cannabis, Deutschland, Indoor-Anbau, Wirkstoffgehalt, THC, CBD, Qualitätsstandard, GMP, GACP, Hydroponik, Pharmakologie, Cannabinoide, Pflanzenphysiologie, Anbaumanagement
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Voraussetzungen und die technischen Anforderungen für den kontrollierten Anbau von Medizinalhanf in Deutschland.
Die zentralen Felder umfassen die gesetzliche Situation seit 2017, die Botanik der Pflanze, pharmakologische Wirkungen von Cannabinoiden sowie gärtnerische Anbaustrategien.
Das Ziel ist die Darstellung des aktuellen Wissensstandes zur Produktion von Medizinalhanf, um notwendige Parameter für eine standardisierte, pharmazeutische Qualität zu identifizieren.
Es handelt sich um eine umfangreiche Literaturarbeit, die durch eine systematische Recherche in wissenschaftlichen Fachdatenbanken und Expertenaustausch gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, botanische und pharmakologische Grundlagen sowie eine detaillierte Ausarbeitung landwirtschaftlich-gärtnerischer Anbauparameter.
Wichtige Begriffe sind Medizinalhanf, Cannabinoide, Indoor-Anbau, Arzneimittelqualität, THC, CBD und gesetzliche Regulierung.
Bei Produzenten wie Bedrocan BV wird diese Methode angewandt, um mikrobielle Verunreinigungen zu reduzieren und Anforderungen an die Keimfreiheit für Inhalationspräparate zu erfüllen.
Lichtquellen unterscheiden sich in Farbtemperatur und Effizienz; die Wahl des Leuchtmittels ist entscheidend für das Pflanzenwachstum, die Blütenbildung und die Steuerung der Cannabinoid-Konzentration.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

