Fachbuch, 2018
96 Seiten
1 Einleitung
2 Bedeutung und Erklärung von Außenhandel
2.1 Ursachen von Handel
2.2 Vorteile von (Frei-)Handel
2.3 Handelshemmnisse
2.4 Wirtschaftliche Integration
2.5 Zusammenfassung
3 Auswirkungen des Brexit auf den Außenhandel des Vereinigten Königreichs
3.1 Status quo des Außenhandels des Vereinigten Königreichs
3.2 Verlust des Binnenmarktzugangs
3.3 Vertretung durch die EU in der Außenhandelspolitik
3.4 Mögliche Reaktionen des Vereinigten Königreichs
3.5 Zusammenfassung
4 Hauptszenarien zum künftigen Verhältnis zwischen UK und EU
4.1 Norwegen-Modell
4.2 Schweiz-Modell
4.3 WTO-Modell
4.4 Quantifizierung der Szenarien in Studien
4.5 Zusammenfassung
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die potenziellen Auswirkungen des Brexit auf den Außenhandel Großbritanniens. Ziel der Untersuchung ist es, unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer Ansätze und aktueller ökonomischer Szenarien zu bewerten, mit welchen ökonomischen Konsequenzen das Vereinigte Königreich nach dem Austritt aus der Europäischen Union rechnen muss.
3.2.1.2 Grenzkontrollen und Ursprungsregeln
Die Entstehung von Zöllen könnte das Vereinigte Königreich möglicherweise durch das Aushandeln eines entsprechenden Freihandelsabkommens mit der EU umgehen. Doch da das UK durch den Austritt aus der EU auch bei einem Freihandelsabkommen nicht zwingend Mitglied in der Europäischen Zollunion wäre, unterläge der Handel mit der EU zwar keinen Zöllen, dafür aber Zollabfertigungsvorschriften inklusive Ursprungsregeln. Ursprungsregeln bzw. Ursprungszertifikate wurden bereits in Kapitel 2.4 bei der Darstellung der verschiedenen Integrationsstufen erwähnt. Sie dienen zur Bestimmung, ob ein Gut, das in einem Land hergestellt wurde, mit dem ein Freihandelsabkommen besteht, zollfrei eingeführt werden darf. So kann beispielsweise ein in Deutschland produziertes Auto mit einem Motor aus Japan zollfrei in weitere EU-Mitgliedsstaaten exportiert werden.
Würde das Auto mit dem japanischen Motor nun im UK und damit möglicherweise künftig außerhalb der Zollunion produziert, wären für den Export umfassende Ursprungsdokumente nötig und es würde wahrscheinlich Zöllen für den japanischen Motor unterliegen. Britische Firmen müssten beim Export ihrer Waren in die EU Zollerklärungen einreichen, beim Grenzübertritt Mehrwertsteuer auf die Produkte abführen und mitunter lange Wartezeiten bei der Zollabfertigung hinnehmen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Brexit ein und erläutert die Relevanz des Themas für den Außenhandel des Vereinigten Königreichs.
2 Bedeutung und Erklärung von Außenhandel: Das Kapitel vermittelt theoretische Grundlagen zu den Ursachen des Außenhandels, wie komparative Vorteile und Skaleneffekte, sowie zu Handelshemmnissen und wirtschaftlicher Integration.
3 Auswirkungen des Brexit auf den Außenhandel des Vereinigten Königreichs: Hier wird der Status quo der Handelsbeziehungen zum UK analysiert und die Folgen eines Verlusts des Binnenmarktzugangs sowie der Vertretung durch die EU kritisch betrachtet.
4 Hauptszenarien zum künftigen Verhältnis zwischen UK und EU: Das Kapitel vergleicht das Norwegen-, Schweiz- und WTO-Modell hinsichtlich ihrer Eignung für das Vereinigte Königreich und quantifiziert die Auswirkungen anhand vorhandener Studien.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die ökonomischen Risiken des Brexit zusammen und resümiert die politische sowie wirtschaftliche Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Handelsbeziehungen.
Brexit, Außenhandel, Europäische Union, Zollunion, Binnenmarkt, Freihandelsabkommen, Skaleneffekte, Handelshemmnisse, Norwegen-Modell, Schweiz-Modell, WTO-Modell, Großbritannien, Handelskosten, Wirtschaftliche Integration, Exportvolumen.
Die Arbeit analysiert die möglichen ökonomischen Auswirkungen des Brexit auf den Außenhandel des Vereinigten Königreichs und untersucht verschiedene Szenarien für die künftigen Handelsbeziehungen zur Europäischen Union.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen des Außenhandels, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Handelsbeziehungen zwischen UK und EU sowie eine detaillierte Analyse der Folgen verschiedener Brexit-Modelle.
Das primäre Ziel ist es, in Anbetracht divergierender Meinungen realistische Auswirkungen auf den britischen Außenhandel herauszuarbeiten, mit denen das UK im Zuge des Brexit zu rechnen hat.
Die Autorin nutzt Literaturanalysen, die Anwendung außenwirtschaftstheoretischer Modelle (z.B. Gravitationsansatz) sowie die Auswertung empirischer Studien zur Quantifizierung der Brexit-Folgen.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Ursachen von Außenhandel, den spezifischen Folgen des Brexit für den britischen Handel (Zollabfertigung, Regulierungsdivergenzen) und einer quantitativen Prognose anhand verschiedener Szenarien.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Brexit, Außenhandel, Binnenmarkt, Handelshemmnisse, Zollunion, Norwegen-Modell und Handelskosten.
Der Bankenpass ermöglichte es Finanzinstituten mit Sitz im UK, ihre Dienstleistungen in der gesamten EU ohne zusätzliche Zulassungen anzubieten; ein Wegfall dieser Freiheit bedroht Londons Position als führendes Finanzzentrum.
Der Austritt führt zur Wiedereinführung von Zöllen, bürokratischen Grenzkontrollen und der Notwendigkeit von Ursprungsregeln, was insbesondere komplexe Lieferketten und zeitsensitive Branchen stark belastet.
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