Masterarbeit, 2018
121 Seiten, Note: 1,3
1 Gleichung der Strukturdynamik
1.1 Kinematik und Verzerrungen
1.2 Bilanzgleichungen und Gleichgewicht
1.3 Spannungsmaße und konstitutives Gesetz
1.4 Grundgleichungen der linearen Elastodynamik
1.5 Schwache Form des Gleichgewichts
1.6 Räumliche Diskretisierung
2 Zeitintegrationsverfahren
2.1 Newmark-β Methode
2.2 Alpha Schemen
2.2.1 HHT-α Verfahren
2.2.2 WBZ-α Verfahren
2.2.3 CH-α Verfahren
2.3 Einheitliches Format für die Zeitintegration
2.4 Vergleich der Dissipationseigenschaften
3 Gebietszerlegungsverfahren
3.1 Statisches FETI-Verfahren
3.1.1 FETI-Interfacebedingungen
3.2 Dynamisches FETI-Verfahren
3.3 GC-Verfahren
3.3.1 Stabilität der Geschwindigkeitskopplung
3.4 PH-Verfahren
3.5 BGC-Makro-Verfahren
4 Erweiterung auf mehr als zwei Teilgebiete
4.1 Betrachtung gleicher Zeitschrittweiten
4.1.1 GC- und PH-Methode
4.1.2 BGC-Makro-Methode
4.2 Betrachtung unterschiedlicher Zeitschrittweiten
4.2.1 GC-Methode
4.2.2 BGC-Makro-Methode
5 Erweiterung auf nichtlineare Systeme
5.1 Newton-Raphson-Verfahren
5.2 Kopplungsmethoden für nichtlineare Modellprobleme
6 Implementierung
6.1 Parallele Implementierung
6.1.1 Modifizierte PH-Methode
6.1.2 Kopplungspunkte der Gebietszerlegungsverfahren
7 Ergebnisse
7.1 Einmassenschwinger
7.1.1 Validierung der Gebietszerlegungsverfahren und weiterführende Untersuchungen
7.1.2 Phasenverschiebung
7.1.3 Nichtlinearer Van-der-Pol-Oszillator
7.2 Cooksche Membran in 2D mit heterogenen Koeffizienten
7.3 Kragarm in 3D und Laufzeitvergleich zwischen serieller und paralleler Implementierung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung, Implementierung und dem Vergleich dynamischer Gebietszerlegungsverfahren für strukturdynamische Probleme, um eine effiziente parallele Simulation zu ermöglichen, bei der lokale Zeitschrittweiten optimal an die jeweiligen Anforderungen der Teilgebiete angepasst werden können.
3.3 GC-Verfahren
Anfang des 21. Jahrhunderts erweitern Gravouil und Combescure [24, 25] den dynamischen FETI-Ansatz und ermöglichen damit erstmals die beliebige Kopplung von Zeitintegrationsschemen der Newmark Familie in den einzelnen Teilgebieten. Zusätzlich erlaubt das Verfahren, das in der weiteren Arbeit als GC-Verfahren bezeichnet wird, die Verwendung von unterschiedlichen lokalen Zeitschrittweiten, sodass diese optimal an die Stabilitätsbedingungen der Teilgebiete angepasst werden können. Die Stetigkeit der Lösung über das Interface hinweg wird beim GC-Verfahren durch die Kopplung der Geschwindigkeitsvektoren am feinsten Zeitschritt erzwungen, d. h., das Teilgebiet mit der kleinsten Zeitschrittweite bestimmt die Anzahl der benötigten Kopplungen während einer Simulation.
Die Autoren zeigen, dass die globale Stabilität mit einer Geschwindigkeitskopplung gewährleistet ist (siehe auch Abschnitt 3.3.1). Werden in den einzelnen Teilgebieten verschiedene Zeitschrittweiten verwendet, führt dies im Allgemeinen jedoch zu einem Energieverlust des Systems und die Genauigkeit der numerischen Lösung nimmt ab.
1 Gleichung der Strukturdynamik: Einführung der kontinuumsmechanischen Grundlagen und Aufstellung der im Raum diskretisierten Bewegungsgleichung mittels Finite-Elemente-Methode.
2 Zeitintegrationsverfahren: Vorstellung und Analyse verschiedener Integrationsverfahren zur zeitabhängigen Lösung, inklusive Stabilitäts- und Dissipationseigenschaften.
3 Gebietszerlegungsverfahren: Klassifizierung und Erläuterung von Strategien zur partitionierten Lösung physikalischer Fragestellungen mit Fokus auf dem FETI-Ansatz.
4 Erweiterung auf mehr als zwei Teilgebiete: Übertragung der Algorithmen auf komplexere Zerlegungen unter Betrachtung gleicher und unterschiedlicher Zeitschrittweiten.
5 Erweiterung auf nichtlineare Systeme: Anwendung des Newton-Raphson-Verfahrens auf das gekoppelte System zur Lösung nichtlinearer Probleme.
6 Implementierung: Erläuterung der parallelen Implementierung in der C++ Bibliothek MFEM mittels MPI.
7 Ergebnisse: Validierung und Demonstration der Leistungsfähigkeit anhand von Anwendungsbeispielen wie dem Einmassenschwinger und der Cookschen Membran.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Aspekte und Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen.
Strukturdynamik, Finite-Elemente-Methode, Gebietszerlegungsverfahren, FETI-Verfahren, Zeitintegration, Newmark-Verfahren, Alpha-Schemen, Parallele Simulation, MPI, Numerische Dissipation, Nichtlineare Systeme, Newton-Raphson-Verfahren, Modellreduktion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie, Implementierung und dem Vergleich von dynamischen Gebietszerlegungsverfahren zur effizienten Lösung von Strukturproblemen.
Die Themen umfassen die Strukturdynamik, Zeitintegrationsmethoden, nichtüberlappende Gebietszerlegungsverfahren, deren Parallelisierung sowie die Anwendung auf lineare und nichtlineare Systeme.
Das Ziel ist die Ermöglichung einer effizienten Simulation durch die lokale Wahl von Zeitschrittweiten und Zeitintegrationsverfahren in unterschiedlichen Teilgebieten eines Gesamtmodells.
Verwendet werden die Finite-Elemente-Methode zur räumlichen Diskretisierung, diverse implizite und explizite Zeitintegrationsschemata sowie Methoden der Gebietszerlegung mit dualem Schurkomplementansatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die mathematische Beschreibung der Strukturdynamik, die Analyse der Zeitintegration, die detaillierte Klassifizierung von Kopplungsmethoden (GC, PH, BGC-Makro) und deren parallele Implementierung.
Wichtige Begriffe sind Strukturdynamik, FETI, Gebietszerlegung, Zeitintegration, parallele Implementierung und numerische Dissipation.
Während das GC-Verfahren die Kopplung an jedem feinen Zeitschritt erzwingt, koppelt das PH-Verfahren die Geschwindigkeitsvektoren nur an jedem groben Zeitschritt, was bei großen Zeitschrittverhältnissen den Berechnungsaufwand reduziert.
Die Wahl beeinflusst direkt die Stabilität, die Genauigkeit (Ordnung) und das Dissipationsverhalten (Dämpfung hochfrequenter Schwingungen) der numerischen Lösung.
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