Bachelorarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 2.3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
Sexuelles Verlangen (Libido; eng.: „sex drive“)
Sexuelle Erregung
Direkte und indirekte Messverfahren
Sexuelles Verlangen & WMC
3. Hypothesen
Untersuchung explorativen Forschungsfragen
Zusammenhang zwischen dem Nutzen pornographischen Seiten und verlängerte Reaktionszeiten bei visuellen Stimuli (unabhängig von Gruppen)
4. Methodik
Operationalisierung der Hypothesen
Durchführung
Stichprobenbeschreibung
Untersuchungsmaterial
5. Ergebnisse
Datenauswertung
Deskriptive Statistik
Inferentielle Statistik
6. Diskussion
Interpretation der Ergebnisse
Kritik & Einschränkungen
Ausblick
Fazit
7. Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
8. Anhang
Tanner Kategorien
Manipulation
Diese Arbeit untersucht den Einfluss akuter sexueller Erregung auf das sexuelle Interesse in einer nicht-klinischen männlichen Stichprobe. Dabei wird erforscht, ob eine experimentelle Induktion sexueller Erregung die Bewertung von Stimuli (Frauen und peripubertäre Mädchen) beeinflusst und ob das sexuelle Verlangen (Sexdrive) als Moderatorvariable fungiert, um ein tieferes Verständnis für die psychologischen Mechanismen bei sexuellen Entscheidungen unter Erregung zu gewinnen.
Sexuelle Erregung
Unter sexueller Erregung versteht man eine physiologische Reaktion auf ein, meist erotischer Stimulus (Freund, 1978). Nach Freund (1978) hängt die sexuelle Erregung vom Stimulus ab. Besonders wichtig hier, ist es, wie stark sexuell attraktiv dieser Stimulus für ein Individuum ist, beziehungsweise wie dieser bewertet wird. Das Vorhandensein eines sexuell anziehenden Stimulus, kann die Stärke der sexuellen Erregung zusätzlich mit sogenannten „sexuellen kompatiblen“ Verhaltensweisen beeinflussen (Freund, 1978). Unter dem Begriff „sexuell kompatibel“ versteht man allgemein Verhaltensweisen, die bezüglich der sexuellen Erregung kongruent sind. Somit wird eine Person, die von einem sexuell anziehenden Stimulus auch sexuell erregt wird, spezifische, mit der Situation kongruente Verhaltensweisen aufzeigen. Die sexuelle Erregung kann jedoch auch durch Ablenkung reduziert werden. In dem Fall wird von sogenannten „sexuell neutrale“ oder „sexuell inkompatibel“ Verhaltensweisen gesprochen. Darunter versteht man eine Situation, in der ein Individuum ein sexueller Stimulus vor sich hat, jedoch eine neutrale oder eher ablehnende Verhaltensweise zeigt (Freund, 1978).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Einflusses akuter sexueller Erregung auf das sexuelle Interesse ein und begründet die Relevanz der Studie in nicht-klinischen Stichproben.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die Konstrukte sexuelles Verlangen und sexuelle Erregung sowie verschiedene Messverfahren und das Modell der dualen Kontrolle theoretisch fundiert.
3. Hypothesen: In diesem Kapitel werden auf Basis der Literatur die forschungsleitenden Hypothesen sowie explorative Forschungsfragen abgeleitet.
4. Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Studiendesign, die Stichprobenbeschreibung, das Untersuchungsmaterial und die angewandte Prozedur detailliert.
5. Ergebnisse: Hier werden die Datenauswertung, die deskriptive Statistik und die inferentiellen statistischen Analysen zur Prüfung der Hypothesen präsentiert.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, setzt sie in den Kontext der Forschung, diskutiert Einschränkungen und bietet einen Ausblick.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
8. Anhang: Enthält ergänzendes Material wie Tanner Kategorien und das verwendete Manipulationsmaterial (Achterbahngeschichte).
Sexuelle Erregung, Sexuelles Interesse, Sexuelles Verlangen, Sex Drive, Impliziter Assoziationstest (IAT), Viewing Time, Nicht-klinische Stichprobe, Working Memory Capacity (WMC), Pornografienutzung, Moderation, Sexualität, Psychologische Forschung, Risikofaktor, Stimulusbewertung, Verhaltensweisen.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie akute sexuelle Erregung das sexuelle Interesse bei nicht-klinischen Männern beeinflusst und ob dieser Zusammenhang durch das individuelle sexuelle Verlangen moderiert wird.
Zentral sind die Untersuchung von sexueller Erregung, die Messung von sexuellem Interesse durch indirekte Verfahren sowie die Erfassung von Risikofaktoren wie pornografischer Internetnutzung und kognitiven Fähigkeiten.
Das Hauptziel ist es zu zeigen, ob akute sexuelle Erregung zu einem breiteren sexuellen Interesse führt und inwiefern Variablen wie das sexuelle Verlangen dabei eine moderierende Rolle spielen.
Es kommen experimentelle Laborbedingungen zum Einsatz, kombiniert mit psychometrischen Fragebögen (SDI-2, MFS, IATsex) und indirekten, reaktionsbasierten Messverfahren wie dem IAT und der Viewing Time.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Konstrukte, die methodische Beschreibung der Datenerhebung und die anschließende statistische Auswertung der Studienergebnisse.
Die Studie lässt sich durch Begriffe wie sexuelle Erregung, sexuelles Interesse, IAT, Viewing Time, sexuelles Verlangen und nicht-klinische Stichprobe charakterisieren.
Aufgrund ethischer Bedenken und der in Europa üblichen Standards wurden stattdessen indirekte, reaktionsbasierte Messverfahren (IAT und Viewing Time) zur Erfassung des sexuellen Interesses bevorzugt.
Die Analyse zeigt, dass das sexuelle Verlangen den Zusammenhang zwischen akuter sexueller Erregung und der Reaktionszeit bei visuellen Stimuli sowie der Bewertung der Attraktivität von Stimuli moderiert, was darauf hindeutet, dass Männer mit höherem Verlangen sensibler auf Induktionen reagieren.
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