Bachelorarbeit, 2015
49 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemeinführung
1.2 Vorgehensweise
2. Ortsumgehungen - Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition Ortsumgehung
2.2 Projektanmeldung und Vergabeverfahren
2.3 Finanzierung von Ortsumgehungen
2.4 Städtebauliche Ziele und Kriterien im Rahmen von Ortsumgehungen im Bundesverkehrswegeplan von 2003
2.5 Methodische Weiterentwicklung der städtebaulichen Ziele im Bundesverkehrswegeplan 2015
3. Straßenbau versus innerörtliche Lösungen am Beispiel von Ortsumgehungen
3.1 Begriffsbestimmung Straßenverkehrslärm
3.2 Einführung innerstädtische Maßnahmen an Ortsdurchfahrten
3.3 Lärm- und schadstoffmindernde Maßnahmen
3.3.1 Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt
3.3.2 Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen im Ortseingangsbereich
3.3.3 Lkw-Durchfahrtverbot
3.3.4 Erneuerung der Fahrbahnoberfläche
3.3.5 Verbesserung des Verkehrsflusses
3.3.6 Schallschutzwände und passiver Schallschutz
3.3.7 Schließung von Bebauungslücken
3.4 Städtebauliche Maßnahmen zur Attraktivierung der Ortsdurchfahrt
3.4.1 Veränderung im Straßenquerschnitt
3.5 Konfliktpotentiale zwischen der örtlichen Stadtentwicklung und dem Bundesverkehrswegeplan im Zuge von Ortsumgehungen
4. Fazit
Die Arbeit analysiert den Konflikt zwischen der Planung von Ortsumgehungen als Instrument der Bundesverkehrswegeplanung und den städtebaulichen Anforderungen von Gemeinden. Ziel ist es zu untersuchen, ob innerstädtische Alternativmaßnahmen eine effektivere, kostengünstigere und umweltschonendere Lösung zur Entlastung von Ortsdurchfahrten darstellen können als der Neubau einer Ortsumgehung.
3.3.1 Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt
Eine der am häufigsten aus Sicht der Verkehrsplaner genannte Maßnahme ist die Geschwindigkeits-senkung im Straßenverkehr. Bei der Planung dieser Maßnahmen wird meist die Straßenverkehrsbehörde mit einbezogen. Die straßenverkehrsbehördlichen Anordnungen erfolgen dabei nach § 45 der Straßenverkehrsordnung. Darin heißt es:
„(1) Die Straßenverkehrsbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten. Das gleiche Recht haben sie zur Durchführung von Arbeiten im Straßenraum, zur Verhütung außerordentlicher Schäden an der Straße, zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen, zum Schutz der Gewässer und Heilquellen, hinsichtlich der zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen sowie zur Erforschung des Unfallgeschehens, des Verkehrsverhaltens, der Verkehrsabläufe sowie zur Erprobung geplanter verkehrssichernder oder verkehrsregelnder Maßnahmen.“(§ 45 StVO)
Somit kann die zuständige Straßenverkehrsbehörde nach § 45 Absatz 1 die Benutzung von Straßenstrecken zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen beschränken. In diesem Fall also eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vornehmen. Dabei kann zuerst auch nur zur Erforschung von verkehrssichernden oder verkehrsregelnden Maßnahmen eine Geschwindigkeitsreduzierung eingeführt werden. In Folge dessen kann geprüft werden, ob eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf 30 km/h sich positiv auf die Reduzierung von Lärmemission, auf das Verkehrsverhalten und auf das Unfallgeschehen auswirkt, oder ob auch negative Effekte eintreten werden.
Besonders sind Straßenabschnitte für eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit geeignet, wenn die Zahl der Betroffenen sehr hoch ist, wenn es sich um Schleichwege auf Nebenstraßen handelt, wenn an den betroffenen Straßenabschnitten keine anderen Lärmminderungsmaßnahmen in Frage kommen oder wenn es Bereiche mit vorhandenen Unfallhäufungen sind.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik von Ortsdurchfahrten ein, die unter hohem Verkehrsaufkommen leiden, und stellt die Forschungsfrage nach der Sinnhaftigkeit von Ortsumgehungen im Vergleich zu innerstädtischen Alternativen.
2. Ortsumgehungen - Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Definition, das Anmelde- und Finanzierungsverfahren sowie die städtebaulichen Bewertungskriterien von Ortsumgehungen im Kontext des Bundesverkehrswegeplans.
3. Straßenbau versus innerörtliche Lösungen am Beispiel von Ortsumgehungen: Der Hauptteil untersucht detailliert verschiedene Maßnahmen wie Geschwindigkeitsreduzierungen, Lkw-Durchfahrtsverbote, Fahrbahnerneuerungen und gestalterische Eingriffe als Alternativen zur Umgehungsstraße.
4. Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass innerstädtische Maßnahmen oft wirksamer und verträglicher sind und fordert eine stärkere Berücksichtigung dieser Alternativen in der zukünftigen Bundesverkehrswegeplanung.
Ortsumgehung, Ortsdurchfahrt, Bundesverkehrswegeplan, Lärmminderung, Luftreinhaltung, Städtebau, Verkehrssicherheit, Verkehrsberuhigung, Lkw-Durchfahrtsverbot, Geschwindigkeitsreduzierung, Aufenthaltsqualität, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit
Die Bachelorarbeit untersucht den Konflikt zwischen der großräumigen Bundesverkehrswegeplanung durch den Bau von Ortsumgehungen und der lokalen Stadtentwicklung in betroffenen Gemeinden.
Die zentralen Felder sind die Bewertung von Straßeninfrastrukturprojekten, Lärmaktionsplanung, städtebauliche Aufwertung von Ortsdurchfahrten und die Effektivität verkehrslenkender Maßnahmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass innerstädtische Alternativmaßnahmen häufig effektiver und kostengünstiger zur Entlastung der Wohnbevölkerung beitragen können als neugebaute Ortsumgehungen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Abschlussberichten des Bundesverkehrswegeplans, Auswertungen von Lärmaktionsplänen einzelner Kommunen sowie verschiedene Maßnahmenkataloge zur Verkehrsminimierung.
Im Hauptteil werden konkrete Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Mittelinseln, Lkw-Durchfahrtsverbote und städtebauliche Straßengestaltung detailliert auf ihre Lärmminderungspotentiale und Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit geprüft.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Ortsumgehung, Ortsdurchfahrt, Lärmminderung, Städtebau, Verkehrssicherheit und Bundesverkehrswegeplan.
Die Arbeit kritisiert, dass Ortsumgehungen oft teuer sind, Naturraum zerschneiden und die angestrebte Entlastung der Ortsdurchfahrten in der Praxis laut Ex-post-Betrachtungen nur selten erreicht wird.
Städtebauliche Qualität wird als zentrales Element verstanden, das durch integrierte Maßnahmen wie Stadtgrün und verbesserte Querungsmöglichkeiten direkt an der Ortsdurchfahrt gesteigert werden kann, statt den Verkehr nur in den Außenbereich zu verlagern.
Durch die Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen sollen Mautausweichverkehre durch Ortschaften unattraktiv werden, wodurch eine Lärm- und Schadstoffentlastung für die Anwohner erzielt werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

