Bachelorarbeit, 2018
38 Seiten
1. Vorwort
2. Religionsbegriff
3. Geschichtlicher Hintergrund religiöser Erziehung
3.1 Altes Testament
3.2 Neues Testament
4. Rechtliche Rahmen für religiöse Erziehung
5. Religiosität bei Kindern
6. Kindertheologie
7. Theorien zur kindlichen Religiosität
7.1 Anthropologische Definition
7.2 Soziologische Definition
7.3 Psychologische Definition
7.4 Neurowissenschaftliche Erklärung der religiösen Erfahrung
8. Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson und religiöses Verständnis von Kindern im Vorschulalter
9. Negative Gottesbilder und Gottesvorstellungen
10. Religion im Lebensumfeld der Kinder
11. Religiöse Erziehung und ihre Probleme
12. Wie die Kinder von religiöser Erziehung profitieren können
13. Das Ziel religiöser Erziehung
14. Brauchen Kinder Religion?
15. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Frage, ob und warum Kinder Religion benötigen, und beleuchtet dabei die Bedeutung religiöser Erziehung im Kontext der kindlichen Entwicklung in einer säkularisierten Gesellschaft.
Brauchen Kinder Religion?
In Erich Kästners Roman „Das Doppelte Lottchen“ gibt es gegen Ende des Buches folgende Szene: Die Eltern der Zwillingen lebten getrennten. Der raffinierte Plan der beiden Mädchen hat sie wieder zusammengebracht. In einem Gespräch wollen die Eltern überlegen, ob sie dem Wunsch der Kinder folgen und zusammenbleiben können. Diese warten während des Gesprächs voller Angst und Hoffnung vor dem Zimmer, und eines sagt zum anderen: „Wenn wir jetzt doch beten könnten!“ Aber es fällt ihnen kein Gebet mehr ein außer dem einen: „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast!“ Damit hatten sie noch eine letzte Erinnerung an das Gebet, an die große Sprache der Wünsche, die ausgreift bis ins Land des Gelingens und die in störrischem Trotz mehr verlangt, als die Gegenwart bietet (vgl. Hofmeiste 2006, S.25).
Es gibt Dinge, die sich nicht durch ihre Zwecke rechtfertigen: die Lieder, die Gedichte, die Küsse, die Muße, das Gebet. Wer diese Dinge von ihren Zwecken her beschreibt, verdirbt sie. Man kann niemanden mit Zweckabsichten küssen; man kann nicht Gedichte lesen und Lieder singen mit anderen Absichten, als sie zu lesen und zu singen. Die köstlichsten Dinge sind nicht von ihren Zwecken her zu beschreiben. Es ist nicht richtig, wenn Christen ihre Religion von Zwecken her beschreiben; wenn sie sagen, wer glaubt, schläft besser; wer betet, hat besseren Stuhlgang oder weniger Depressionen; wer glaubt, kommt besser durchs Leben, und seine Geschäfte gelingen. Jesus jedenfalls ist mit seinem Glauben nicht besser durchs Leben gekommen und andere große religiöse Figuren ebenso wenig (vgl. ebd S.26).
1. Vorwort: Einführung in die Thematik der religiösen Kindererziehung und Darlegung des Aufbaus der Arbeit.
2. Religionsbegriff: Definition der Begriffe Religion, Religiosität und religiöse Erziehung im wissenschaftlichen Kontext.
3. Geschichtlicher Hintergrund religiöser Erziehung: Einblick in die biblischen Grundlagen des Alten und Neuen Testaments zur Unterweisung von Kindern.
4. Rechtliche Rahmen für religiöse Erziehung: Darstellung der gesetzlichen Bestimmungen zur religiösen Erziehung und Religionsmündigkeit in Deutschland.
5. Religiosität bei Kindern: Analyse der kindlichen Religiosität und der Bedeutung von Jesus als Identifikationsfigur.
6. Kindertheologie: Untersuchung des kindlichen Gottesverständnisses und der subjektorientierten Forschungsansätze in der Theologie.
7. Theorien zur kindlichen Religiosität: Zusammenfassung anthropologischer, soziologischer, psychologischer und neurowissenschaftlicher Erklärungsansätze für Religiosität.
8. Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson und religiöses Verständnis von Kindern im Vorschulalter: Verknüpfung des Stufenmodells von Erikson mit der religiösen Entwicklung im Kindesalter.
9. Negative Gottesbilder und Gottesvorstellungen: Erläuterung problematischer Gottesbilder, wie etwa des strafenden Richtergottes, und deren Ursprung.
10. Religion im Lebensumfeld der Kinder: Analyse darüber, wie Kinder in ihrem Alltag Fragen zu Gott und der Welt reflektieren.
11. Religiöse Erziehung und ihre Probleme: Diskussion über gesellschaftliche Barrieren, Tabuisierung und die Herausforderungen bei der religiösen Erziehung.
12. Wie die Kinder von religiöser Erziehung profitieren können: Darstellung von sieben Perspektiven nach Friedrich Schweitzer über den Nutzen religiöser Erziehung.
13. Das Ziel religiöser Erziehung: Definition der Ziele religiöser Erziehung, insbesondere im Hinblick auf Geborgenheit und Lebenssinn.
14. Brauchen Kinder Religion?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Sinnfrage und der Rolle von Religion als Lebensstütze.
15. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Fazit zur kindlichen Religiosität.
Kindliche Religiosität, Religiöse Erziehung, Kindertheologie, Gottesbild, Identitätsentwicklung, Religionspädagogik, Lebenssinn, Erziehungswissenschaft, Sozialisation, Glaubensentwicklung, Religion, Persönlichkeitsbildung, Erziehungsmittel, Kindeswohl, Transzendenz.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Notwendigkeit und den Chancen religiöser Erziehung für Kinder in der heutigen säkularisierten Gesellschaft.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Religionspsychologie und -soziologie, die rechtlichen Rahmenbedingungen, negative Gottesbilder und der praktische Mehrwert von Religion für die kindliche Entwicklung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass religiöse Erziehung einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung leistet, indem sie Orientierung, Sinnstiftung und Unterstützung bei Lebensfragen bietet.
Die Arbeit basiert primär auf einer tiefgehenden Literaturrecherche, die verschiedene religionspädagogische und entwicklungspsychologische Ansätze gegenüberstellt und auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Religion, historische und rechtliche Hintergründe, eine Analyse kindlicher Religiosität sowie eine Diskussion über die Herausforderungen und Chancen religiöser Erziehung.
Wichtige Begriffe sind Kindliche Religiosität, Religiöse Erziehung, Kindertheologie, Gottesbild, Lebenssinn und Persönlichkeitsbildung.
Die Kindertheologie ermöglicht es, Kinder als kompetente Subjekte wahrzunehmen, die ihre eigene Sicht auf religiöse Fragen und ihre Lebenswelt entwickeln, anstatt sie nur als bloße Empfänger theologischer Lehren zu betrachten.
Negative Gottesbilder, wie etwa der strafende Richtergott, können bei Kindern Schuldgefühle, Ängste und eine Belastung der Gottesbeziehung hervorrufen, was die Bedeutung einer liebevollen und offenen Erziehung unterstreicht.
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