Bachelorarbeit, 2018
40 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Industrie 4.0: Entwicklung und Definitionen
2.1 Hintergründe und Entwicklungen
2.2 Begrifflichkeiten in Bezug auf Industrie 4.0
3 Technische Revolutionen im 21. Jahrhundert
3.1 Computerisierung im nicht-routinemäßigen kognitiven Sektor
3.2 Computerisierung von nicht-routinemäßigen manuellen Aufgaben
4 Chancen und Risiken durch Industrie 4.0
4.1 Mögliche Chancen durch die vierte Industrielle Revolution
4.2 Potentielle Risiken aufgrund von Industrie 4.0
4.3 Maßnahmen für bessere Berufschancen
5 Beschäftigungseffekte durch die Industrie 4.0
5.1 Allgemeine Vorhersagen
5.2 Die Beschäftigung in Österreich
5.2.1 Bisherige Entwicklungen
5.2.2 Prognosen für die österreichische Beschäftigung
5.2.3 Szenarioentwicklung: Methode und Prozess
5.2.4 Szenario 1: „Industrie 4.0 Frontrunner“
5.2.5 Szenario 2: „Langsame Transformation“
5.2.6 Szenario 3: „Effizienzsteigerung“
5.2.7 Szenario 4: „Digitales Scheitern“
5.2.8 Bewertung der Szenarien
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) auf die Arbeitswelt, mit besonderem Fokus auf die daraus resultierenden Chancen und Risiken sowie die langfristigen Beschäftigungseffekte, wobei sowohl internationale Entwicklungen als auch spezifische Szenarien für den österreichischen Arbeitsmarkt analysiert werden.
3.1 Computerisierung im nicht-routinemäßigen kognitiven Sektor
Vor allem der kognitive Aufgabenbereich eröffnet der Computerisierung neue Einsatzmöglichkeiten. Durch die Nutzung von Big Data können die Systeme ständig dazulernen und immer wieder neue Aufgaben lösen. Einer der wichtigsten komparativen Vorteile von Computern im Vergleich zu menschlicher Arbeit ist die Skalierbarkeit. Beispielsweise können diese Maschinen Rechenaufgaben in größerem Umfang in viel kürzerer Zeit lösen oder sie erkennen in sehr großen Datensätzen bestimmte Muster schneller als wir Menschen.
Ein weiterer Vorteil der Computerisierung von Kognitivitätsaufgaben ist das Fehlen von menschlicher Beeinflussung bzw. Befangenheit. Das System kann sich zu 100% auf das Erledigen des Algorithmus konzentrieren, sofern er korrekt spezifiziert wurde. Laut Kahnemann et al. (1982, S.1124-1125) muss sich ein Mensch hingegen mit anderen Dingen ebenso auseinandersetzen, die in keinem Zusammenhang mit seiner Aufgabe stehen, ein Beispiel dafür wäre Schlafen, ohne ausreichendem Schlaf wird die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Es gibt individuell noch andere Einschränkungen, wie Vorurteile gegenüber Mitmenschen, mit denen wir im Gegensatz zu den Computern konfrontiert sind.
Im Gesundheitsbereich werden die Erkrankungen in einigen Fällen von Computern diagnostiziert. In Anlehnung an Cohn (2013) wird zum Beispiel in einem US-amerikanischen Krebszentrum die Diagnose von chronischen Erkrankungen und die (optimale) Krebsbehandlung durch den Watson-Computer von IBM erstellt. Hierbei werden die vorhandenen Patientenakten, Fachzeitschriften und Berichte nach einem passenden Musterbild elektronisch durchgeforstet. Dadurch ist es dem Computer möglich die individuellen Symptome und Vorgeschichten, sowie die Genetik eines Patienten zu prüfen. Mit diesen Informationen kann dann ein perfekt abgestimmter Behandlungsplan mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit generiert werden.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2 Industrie 4.0: Entwicklung und Definitionen: Historischer Überblick über die industriellen Revolutionen und Abgrenzung zentraler Begriffe wie "Internet der Dinge" und "Industrie 4.0".
3 Technische Revolutionen im 21. Jahrhundert: Analyse der zunehmenden Computerisierung, unterteilt in kognitive und manuelle Aufgaben sowie deren Auswirkungen.
4 Chancen und Risiken durch Industrie 4.0: Identifikation potenzieller neuer Berufschancen sowie Gefahren wie der Verdrängung menschlicher Arbeit durch Automatisierung.
5 Beschäftigungseffekte durch die Industrie 4.0: Detaillierte Untersuchung von Zukunftsprognosen und Szenarioentwicklung für den österreichischen Arbeitsmarkt bis 2030.
6 Zusammenfassung: Kompakter Rückblick auf die zentralen Erkenntnisse der Arbeit sowie die persönliche Einschätzung des Autors zur Zukunft des Arbeitsmarktes.
Industrie 4.0, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungseffekte, Arbeitsmarkt, Künstliche Intelligenz, Big Data, Roboter, Wertschöpfungsprozesse, Szenarioanalyse, Österreich, Qualifizierung, Arbeitswelt, Technologie, Innovationsmanagement
Die Bachelorarbeit behandelt die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution auf die Beschäftigungssituation und die Arbeitswelt, sowohl international als auch spezifisch in Österreich.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Industrie 4.0, die technologische Entwicklung im 21. Jahrhundert, die Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie konkrete Beschäftigungsprognosen.
Das Ziel ist es, zu klären, welche Chancen und Risiken durch die Industrie 4.0 entstehen und welche konkreten Effekte für die zukünftige Beschäftigungssituation zu erwarten sind.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der Analyse von Studien, insbesondere der Szenariomethode des BMVIT zur Untersuchung der Beschäftigungsentwicklung bis 2030.
Der Hauptteil analysiert die technologischen Entwicklungen im 21. Jahrhundert, die Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie verschiedene Szenarien für den österreichischen Arbeitsmarkt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industrie 4.0, Digitalisierung, Automatisierung, Beschäftigungseffekte und Szenarioanalyse charakterisiert.
Die Szenarien wurden in Expertenworkshops hinsichtlich Wünschbarkeit und Wahrscheinlichkeit bewertet, wobei das Szenario "Langsame Transformation" als am wahrscheinlichsten erachtet wird.
Österreich wird als spezifisches Fallbeispiel betrachtet, wobei Daten zur bisherigen Entwicklung analysiert und vier spezifische Zukunftsszenarien für den österreichischen Arbeitsmarkt abgeleitet wurden.
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