Bachelorarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Forschungsstand
3 Ausgewählte psychische Erkrankungen
3.1 Einführung und Problematik der Diagnostik
3.2 Psychotische Störungen
3.3 Affektive Störungen
3.4 Persönlichkeitsstörungen: Borderline und dissoziale Persönlichkeitsstörung
3.5 Angst- und Zwangsstörungen
3.6 Münchhausen-Stellvertretersyndrom
3.7 Psychische Erkrankungen als Familienerkrankungen bzw. intergenerationale Erkrankungen
4 Probleme der Begrifflichkeiten
4.1 Psychische Störung und psychische Erkrankung
4.2 Psychische Beeinträchtigung
5 Die subjektiven Belastungen der Kinder psychisch beeinträchtigter Eltern
5.1 Typische Reaktionen und Verhaltensweisen der Kinder
5.2 Risikofaktoren
5.3 Erkenntnisse aus der Resilienzforschung
6 Erkenntnisse aus der Bindungsforschung: Die Bedeutung der Beziehung zwischen Bezugsperson und Kind
7 Psychische Erkrankungen der Eltern in Zusammenhang mit Kindesmisshandlung
7.1 Körperliche und psychische Misshandlung
7.2 Auswirkungen von Misshandlung auf die psychische Entwicklung von Kindern
8 Intervention: Therapieansätze und Prävention
9 Die Tabuisierung psychischer Erkrankungen durch die Gesellschaft
10 Ausblick in die Forschung
11 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Kindern, deren Eltern psychisch beeinträchtigt sind. Ziel ist es, die spezifischen Belastungen dieser Hochrisikogruppe, mögliche Zusammenhänge mit Kindesmisshandlung sowie die Bedeutung von Resilienz und Bindung zu analysieren, um effektive Interventions- und Präventionskonzepte in der Erziehungswissenschaft und klinischen Psychologie zu fördern.
3.2 Psychotische Störungen
Psychotische Störungen gehören zu den schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen, die es gibt und gelten als „Prototyp der Geisteskrankheiten“ (Remschmidt/Mattejat 1994a: 11). Eine Form der psychotischen Störung, die sehr bekannt ist, ist die Schizophrenie. Hervorstechendes Merkmal von psychotischen Störungen ist eine deutliche Beeinträchtigung des Realitätsbezuges. Betroffene Personen haben große Schwierigkeiten, in einer organisierten und rationalen Form zu denken. Entsprechend ist die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Ich-Erleben stark eingeschränkt. Halluzination und Wahn können als typische Veränderung in der Wahrnehmung auftreten; eine Einsicht in diesen pathologischen Charakter hat der Betroffene nicht. Im Gegenteil: Die subjektiven Schlussfolgerungen werden als „Realität“ wahrgenommen. Eine desorganisierte Sprache und chaotisches Verhalten in Alltagssituationen sind ebenfalls charakteristisch für psychotische Erkrankungen (vgl. Remschmidt/Mattejat 1994a: 11, Rey 2011: 799f.)
Im DSM-5 wird im Rahmen einer Schizophrenie häufig „verminderter emotionaler Ausdruck“ und eine „Reduktion der mimischen Emotionsexpression“ sowie verminderter Augenkontakt als „Negativsymptomatik“ genannt. Die Körpersprache ist zudem deutlich reduziert (vgl. Falkai/Wittchen 2015: 119). Auch diese Symptome können sehr negativ auf Kinder wirken. Besonders im Säuglingsalter ist ein fürsorgliches Verhalten, einschließlich körperlicher Reaktion (wie Augenkontakt, zurück Lächeln etc.) notwendig, damit sich eine stabile Bindung entwickeln kann (vgl. Kapitel 6 dieser Arbeit).
1 Einleitung: Einführung in das Thema der psychischen Erkrankungen, deren zunehmende gesellschaftliche Relevanz und die spezifische Situation der betroffenen Kinder.
2 Forschungsstand: Überblick über die historische Entwicklung der Forschung und die zunehmende Etablierung des Themas Kinder psychisch kranker Eltern.
3 Ausgewählte psychische Erkrankungen: Darstellung spezifischer psychischer Störungsbilder und deren Auswirkungen auf das familiäre System.
4 Probleme der Begrifflichkeiten: Diskussion der Definitionen und der Problematik von Bezeichnungen wie "psychisch gestört" im Vergleich zu "psychische Beeinträchtigung".
5 Die subjektiven Belastungen der Kinder psychisch beeinträchtigter Eltern: Analyse der emotionalen und sozialen Belastungen, der Risikofaktoren und der Bedeutung der Resilienz.
6 Erkenntnisse aus der Bindungsforschung: Die Bedeutung der Beziehung zwischen Bezugsperson und Kind: Erläuterung der Bindungstheorie und deren Relevanz für die gesunde Entwicklung eines Kindes.
7 Psychische Erkrankungen der Eltern in Zusammenhang mit Kindesmisshandlung: Untersuchung, ob elterliche psychische Störungen das Risiko für Kindesmisshandlung erhöhen.
8 Intervention: Therapieansätze und Prävention: Vorstellung von Programmen und Ansätzen zur Unterstützung betroffener Familien.
9 Die Tabuisierung psychischer Erkrankungen durch die Gesellschaft: Historischer und aktueller Rückblick auf die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen.
10 Ausblick in die Forschung: Zusammenfassung des aktuellen Stands und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.
11 Schlussbetrachtung: Resümee der Arbeit und Fazit zur Notwendigkeit einer enttabuisierten Auseinandersetzung mit dem Thema.
Psychische Beeinträchtigung, Kinder psychisch kranker Eltern, Resilienz, Bindungstheorie, Kindesmisshandlung, Prävention, Intervention, Psychiatrie, Stigmatisierung, psychische Störung, intergenerationale Weitergabe, Psychotische Störungen, Affektive Störungen, Familien.
Die Arbeit widmet sich dem Phänomen der Kinder psychisch beeinträchtigter Eltern, beleuchtet deren spezielle Belastungssituationen und analysiert, wie Hilfsangebote diese Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen elterlicher Erkrankungen auf das Kind, den Risikofaktoren für die Entwicklung, der Rolle der Bindungsforschung und Resilienz sowie der Prävention von Kindesmisshandlung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wichtig der pädagogische und fachliche Umgang mit dieser Hochrisikogruppe ist, um durch gezielte Prävention und Intervention die psychische Entwicklung der betroffenen Kinder nachhaltig zu schützen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die den aktuellen Forschungsstand auf Basis einschlägiger Literatur (wie DSM-5, ICD-10) und zahlreicher Studien zusammenfasst und analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung psychischer Störungen, die Diskussion von Begrifflichkeiten, die Analyse subjektiver Belastungen, die Rolle der Bindung, den Zusammenhang mit Kindesmisshandlung und die Darstellung von Interventionskonzepten.
Wesentliche Begriffe sind "psychische Beeinträchtigung", "Resilienz", "Parentifizierung", "Bindungstheorie" und "Intervention".
Es handelt sich um eine seltene, aber hochrelevante Störung, bei der Mütter ihren Kindern bewusst Schaden zufügen, um medizinische Aufmerksamkeit zu erlangen, was für das Kindeswohl extrem gefährlich ist.
Parentifizierung beschreibt einen Rollentausch, bei dem das Kind die Verantwortung für das erkrankte Elternteil übernimmt; wenn dies destruktive Ausmaße annimmt, stellt es einen massiven Stressor für das Kind dar.
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