Masterarbeit, 2018
105 Seiten, Note: 1,0
1. Einführende Diskussion
2. Evolution des geldbasierten Zahlungsverkehrs
2.1. Geschichte des Geldes und seiner Nutzung
2.1.1. Vom Tauschhandel zur Banknote
2.1.2. Vom Goldstandard zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion
2.1.3. Vom Buchgeld zum elektronischen Geld
2.1.4. Virtuelle Währungen als moderner Vertreter von Geld
2.2. Funktionen und Eigenschaften des Geldes
3. Das zentralstaatliche Geldsystem am Beispiel des Eurosystems
3.1. Gründe für eine staatliche Zentralbank
3.2. Aufbau, Aufgaben und Ziele der EZB im Eurosystem
3.2.1. Aufbau des Eurosystems
3.2.2. Aufgaben und Ziele der EZB
3.2.3. Unabhängigkeit der EZB
3.3. Geldschöpfung im Eurosystem
3.3.1. Geldmengendefinition
3.3.2. Geldschöpfung durch die Zentralbank
3.3.3. Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken
3.4. Die stabilitätsorientierte geldpolitische Strategie des Eurosystems
3.4.1. Das Konzept der Geldwertstabilität
3.4.2. Die Zwei-Säulen-Strategie der EZB
3.4.3. Quantitätstheorie
3.4.4. Geldpolitische Instrumente der EZB
4. Das entstaatlichte Geld: Konzept nach Hayek
4.1. Hayek und die „Entnationalisierung des Geldes“
4.1.1. Kritik am staatlichen System
4.1.2. Umsetzung eines entstaatlichten Systems
4.2. Hayeks Idee als Utopie des 20. Jahrhunderts
5. Kryptowährungen als moderner digitaler Vertreter von Geld
5.1. Allgemeine Funktionsweise
5.2. Eigenschaften dezentraler Kryptowährungssysteme
5.3. Technische Umsetzung
5.3.1. Peer-to-Peer-Netzwerk
5.3.2. Hash-Funktion
5.3.3. Private Key, Public Key und Public Address
5.3.4. Digitale Signaturen
5.3.5. Blockchain
5.3.6. Geldschöpfung im dezentralen Kryptowährungssystem
5.4. Verwahrung
5.5. Bitcoin als Initiator von Kryptowährungen
5.5.1. Durchführung einer Transaktion im Bitcoin-System
5.5.2. Kritik am Bitcoin-System
6. Kryptographische Parallelwährungen als entstaatlichte Alternative
6.1. Entwicklung des Grundmodells nach Hayek
6.2. Hürden des Modells
6.2.1. Geldwertstabilität
6.2.1.1. Geldsystem 1: Hybrides Adaptiv-Modell
6.2.1.2. Geldsystem 2: Dezentrales Adaptiv-Modell
6.2.2. Vertrauen in entstaatlichte Währungen
6.2.3. Nutzbarkeit und praktische Umsetzung
6.2.4. Gesetzlicher Rahmen
6.3. Übergangsphase
6.4. Langfristige volkswirtschaftliche Auswirkungen
6.5. Weitere Entwicklungen und notwendige Anpassungen
6.6. Kritik am Modell
7. Fazit und Forschungsausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial digitaler kryptographischer Währungen, das Modell der entstaatlichten Parallelwährungen von F.A. von Hayek in ein modernes, funktionierendes System zu überführen. Dabei wird analysiert, wie technologische Hürden, die Hayeks Konzept zu seiner Zeit als utopisch erscheinen ließen, durch moderne Kryptowährungssysteme überwunden werden können.
1. Einführende Diskussion
“For in every country of the world, I believe, the avarice and injustice of princes and sovereign states, abusing the confidence of their subjects, have by degrees diminished the real quantity of metal, which had been originally contained in their coins.”
Diese mahnenden Worte schrieb der berühmte Ökonom ADAM SMITH bereits in seinem im Jahr 1776 erschienen Buch „An Inquire into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ nieder, welches bis heute zu den einflussreichsten ökonomischen Werken gehört. Damit wollte er auf einen herrschaftlichen Machtmissbrauch innerhalb des Geldwesens aufmerksam machen, der sich in der Geschichte des Menschen stetig wiederhole. Die Herrschenden nutzen ihr selbst gegebenes Monopolrecht in der Gelderstellung aus, um ihren Reichtum zu mehren, während die Bevölkerung den Preis der Inflation und Deflation zahlen müsse. Trotzdem gab es seitdem nur selten Zweifel an einem durch die Obrigkeiten kontrollierten System. Auch in der jüngeren Vergangenheit Europas ist das Zentralbankwesen in der Gesellschaft immer gleichbedeutend gewesen mit der Ausgabe und Verwaltung der geltenden Währungen. Obwohl die Geschichte häufiger die Probleme eines staatlichen Geldwesens aufzeigte und gleichzeitig die anderen Marktbereiche immer liberaler gestaltet wurden, ist für die meisten Individuen der Staat weiterhin der einzig mögliche Emittent einer Währung geblieben.
Dennoch wurden im Laufe der Zeit einige Ideen von Kritikern des staatlichen Geldmonopols entwickelt, die den potentiellen Missbrauch dieser Macht beenden sollten, um so eine neue Währung für das Volk zu kreieren. Zu den größten Gegnern des staatlichen Geldmonopols zählte der Ökonom FRIEDRICH VON HAYEK. In seinem Werk „Denationalisation of money“ aus den 1970er Jahren kritisiert er deutlich genau dieses stetig währende staatliche Geldmonopol und beschreibt ein potentielles Modell in Form von Parallelwährungen, das eine revolutionäre liberale Alternative dazu darstellen könne. Da er besonders vor einer weiteren Machtkonzentration durch den Zusammenschluss verschiedener Zentralbanken zu einem Währungsraum mit supranationaler Zentralbank warnte, ist sein Werk, im Hinblick auf das bestehende Eurosystem in der EU, heute aktueller denn je. Dennoch war eine Umsetzung seines Konzepts aufgrund verschiedener Hürden zum damaligen Zeitpunkt kaum vorstellbar.
1. Einführende Diskussion: Diese Einleitung thematisiert die historische Kritik am staatlichen Geldmonopol und führt die Forschungsfrage ein, wie moderne Kryptowährungen dazu beitragen können, Hayeks Konzept der Parallelwährungen praktisch umsetzbar zu machen.
2. Evolution des geldbasierten Zahlungsverkehrs: Dieses Kapitel skizziert die geschichtliche Entwicklung des Geldes vom Tauschhandel über den Goldstandard bis hin zu modernen Fiat- und virtuellen Währungen sowie deren Funktionen und Eigenschaften.
3. Das zentralstaatliche Geldsystem am Beispiel des Eurosystems: Hier werden die Gründe für staatliche Zentralbanken erörtert und die Funktionsweise sowie die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) detailliert analysiert.
4. Das entstaatlichte Geld: Konzept nach Hayek: Dieses Kapitel stellt Friedrich von Hayeks liberale Kritik am staatlichen Notenmonopol dar und erläutert seinen theoretischen Gegenentwurf eines Systems konkurrierender Parallelwährungen.
5. Kryptowährungen als moderner digitaler Vertreter von Geld: Hier werden die technischen Grundlagen wie Blockchain, Mining und Kryptographie erklärt, die es ermöglichen, ein dezentrales, vertrauensbasiertes Geldsystem ohne zentrale Instanz zu betreiben.
6. Kryptographische Parallelwährungen als entstaatlichte Alternative: Das Kernkapitel verbindet Hayeks theoretisches Modell mit technologischen Möglichkeiten, diskutiert Hürden wie Geldwertstabilität und Vertrauen und entwickelt zwei Ansätze für entstaatlichte Währungsmodelle.
7. Fazit und Forschungsausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die praktische Umsetzbarkeit eines auf Hayeks Konzept basierenden, entstaatlichten kryptographischen Geldsystems, das trotz theoretischer Vorteile in der aktuellen Praxis als unwahrscheinlich gilt.
Geldwesen, Zentralbank, Eurosystem, Friedrich von Hayek, Parallelwährungen, Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain, Geldwertstabilität, Entstaatlichung, Dezentralisierung, Mining, Geldmenge, digitale Währung, Finanzmarkt.
Die Arbeit untersucht die theoretische Möglichkeit, ein von staatlichen Zentralbanken unabhängiges, entstaatlichtes Geldsystem zu schaffen, indem Friedrich von Hayeks Konzept konkurrierender Parallelwährungen mit modernen digitalen Kryptowährungstechnologien verknüpft wird.
Zentrale Themen sind die Geschichte und Funktionen des Geldes, die Rolle staatlicher Zentralbanken am Beispiel des Eurosystems, die Theorie entstaatlichter Währungen sowie die technische Funktionsweise von Kryptowährungen und Blockchain-Technologien.
Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich Hayeks utopisches Modell der entstaatlichten Parallelwährungen durch den Einsatz moderner Kryptowährungssysteme in ein funktionierendes, praktisches Modell umwandeln lässt und ob sich dabei die historischen Hürden überwinden lassen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse bestehender ökonomischer Theorien sowie technischer Konzepte und führt eine explorative Modellbildung durch, um zu prüfen, ob und wie Hayeks Ansätze technologisch in ein entstaatlichtes System integriert werden können.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des zentralstaatlichen Eurosystems, die theoretische Grundlage nach Hayek, eine technische Einführung in die Welt der Kryptowährungen und die abschließende Konzeption eines stabilen kryptographischen Währungsmodells.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geldmonopol, Entstaatlichung, Hayek, Bitcoin, Blockchain, Preisstabilität, dezentrale Finanzsysteme und Parallelwährungen charakterisieren.
Das hybride Modell wird von Unternehmen emittiert und gesteuert, wobei ein Teil der Verwaltung dezentral abläuft. Das dezentrale Modell nach Ametrano hingegen funktioniert vollständig ohne eine emittierende Instanz und steuert die Geldmenge rein algorithmisch durch Anpassungen innerhalb der Wallets der Nutzer.
Hohe Wertschwankungen verhindern, dass Währungen ihre Hauptfunktionen als Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel erfüllen können. Da für ein funktionierendes Geldsystem Stabilität essenziell ist, müssen Kryptowährungen Mechanismen entwickeln, die das Angebot elastisch an die Nachfrage anpassen, um diese Volatilität zu minimieren.
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