Masterarbeit, 2018
84 Seiten, Note: 2,00
1. Die Reform der Investmentbesteuerung
1.1. Ziele und Hintergründe für die Investmentsteuerreform
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Vergleich des bis zum 31.12.2017 geltenden Investment-steuergesetzes mit dem neuen Investmentsteuergesetz
2.1. Rechtliche Grundlagen sowie Beziehungen zu anderen Rechtsnormen
2.2. Investmentvermögen nach KAGB
2.2.1. Definition von Investmentvermögen
2.2.2. Begriffsdefinitionen
2.3. Anwendungsbereiche der Investmentsteuergesetze
2.3.1. Anwendungsbereich des Investmentsteuergesetzes a.F.
2.3.2. Anwendungsbereich des Investmentsteuergesetzes n.F.
2.4. Grundlegende Prinzipien der Investmentbesteuerung
2.4.1. Besteuerungsgrundsätze nach dem InvStG a.F.
2.4.2. Besteuerungsgrundsätze nach dem InvStG n.F.
2.5. Einkünfteermittlung und Besteuerung von Investmentfonds
2.5.1. Besteuerung auf der Fondseingangsseite nach dem InvStG a.F.
2.5.1.1. Körperschaft-, Gewerbe- und Kapitalertragsteuer auf Fondsebene
2.5.1.2. Einkünfteermittlung auf Fondsebene
2.5.2. Besteuerung auf Ebene des Investmentfonds nach dem neuen Investmentsteuergesetz
2.5.2.1. Partielle Körperschaftsteuerpflicht
2.5.2.2. Gewerbesteuer
2.6. Besteuerung auf Anlegerebene
2.6.1. Besteuerung nach InvStG a.F.
2.6.1.1. Laufende Besteuerung eines transparenten Investmentfonds nach InvStG a.F.
2.6.1.2. Laufende Besteuerung eines intransparenten Investmentfonds nach dem alten Investmentsteuergesetz
2.6.1.3. Aperiodische Besteuerung von transparenten sowie intransparenten Investmentfonds nach dem alten Investmentsteuergesetz
2.6.2. Besteuerung nach neuem Investmentsteuergesetz
2.6.2.1. Laufende Besteuerung
2.6.2.2. Besteuerung bei Veräußerung oder Rückgabe
2.6.2.3. Teilfreistellung der Erträge
2.7. Inkrafttreten des Investmentsteuergesetzes 2018 – Übergangsregelung
3. Vergleich der Gesamtsteuerbelastung durch das alte sowie das neue Investmentsteuergesetz
3.1. Ausschüttung
3.1.1. Aktienfonds
3.1.2. Mischfonds
3.1.3. Immobilienfonds – Inländische Immobilien
3.1.4. Immobilienfonds – Ausländische Immobilien
3.2. Thesaurierung
3.3. Besteuerung bei Veräußerung oder Rückgabe
3.4. Belastungsvergleich anhand des UniDeutschland
4. Zielerreichung bei der Investmentsteuerreform und die Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die mit der Investmentsteuerreform verfolgten Ziele erreicht wurden und welche konkreten Auswirkungen sich daraus auf die Steuerbelastung von Privatanlegern ergeben. Dabei steht der Vergleich zwischen dem alten und dem neuen Investmentsteuerrecht im Fokus, um mögliche Be- oder Entlastungen zu identifizieren.
2.1. Rechtliche Grundlagen sowie Beziehungen zu anderen Rechtsnormen
Durch das Investmentmodernisierungsgesetz vom 15.12.2003 (BGBl I 2003, 2676) wurde erstmals das Aufsichts- und Steuerrecht von Investmentfonds getrennt.20 Im Investmentsteuergesetz wurden das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften vom 09. 09. 1998 (BGBl I 1998, 2726) sowie das Auslandsinvestmentgesetz vom 28. 07. 1969 (BGBl I 1969, 435) zusammengeführt.21 Das KAGG legte die Anlagegrundsätze für Investmentfonds fest und diente insbesondere dem Anlegerschutz. Grundsätzlich sollte dem Anleger kein steuerlicher Nachteil aus der Zwischenschaltung einer Kapitalanlagegesellschaft im Vergleich zu einer Direktanlage in Wertpapiere entstehen. Als Ergebnis waren Investmentfonds nach dem KAGG weder körper- noch gewerbesteuerpflichtig.22 Durch das AuslInvestmG wurde die Besteuerung von Erträgen aus ausländischen Investmentfonds normiert.23
Das Investmentgesetz als Investmentaufsichtsrecht diente vor allem der Umsetzung der EU-Investmentrichtlinie (RL 85/611/EWG) und der Schaffung eines wettbewerbsfähigen Investmentstandorts in Deutschland.24 Doch mit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches am 22.07.2013 wurde das Investmentgesetz aufgehoben.25
1. Die Reform der Investmentbesteuerung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe und Ziele der Reform, insbesondere die Reduzierung der Komplexität sowie die Harmonisierung mit dem Unionsrecht.
2. Vergleich des bis zum 31.12.2017 geltenden Investment-steuergesetzes mit dem neuen Investmentsteuergesetz: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen beider Steuersysteme detailliert gegenübergestellt, inklusive Definitionen von Investmentvermögen und Besteuerungsprinzipien.
3. Vergleich der Gesamtsteuerbelastung durch das alte sowie das neue Investmentsteuergesetz: Dieses Kapitel liefert einen praktischen Belastungsvergleich für verschiedene Fondsarten wie Aktien-, Misch- und Immobilienfonds unter Berücksichtigung von Ausschüttung und Thesaurierung.
4. Zielerreichung bei der Investmentsteuerreform und die Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung: Das abschließende Kapitel bewertet, inwieweit die gesetzten Reformziele erreicht wurden und fasst die steuerlichen Konsequenzen für Privatanleger zusammen.
Investmentsteuerreform, Investmentfonds, Privatanleger, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Körperschaftsteuer, Abgeltungsteuer, Teilfreistellung, Vorabpauschale, Investmentsteuergesetz, Kapitalanlagegesetzbuch, Besteuerung, Steuerbelastung, Thesaurierung, Ausschüttung.
Die Arbeit analysiert die grundlegende steuerliche Neugestaltung von Investmentfonds durch die Investmentsteuerreform und untersucht deren Auswirkungen auf Privatanleger.
Im Zentrum stehen der rechtliche Vergleich zwischen dem alten und neuen Investmentsteuergesetz, die Funktionsweise von Teilfreistellungen sowie die Berechnung der Gesamtsteuerbelastung.
Das Ziel ist zu prüfen, ob die Reformziele erreicht wurden und wie sich die steuerliche Belastung für Anleger durch den Wechsel vom Transparenzprinzip zum Trennungsprinzip verändert hat.
Die Autorin kombiniert eine rechtliche Analyse der Normen mit einem quantitativen Belastungsvergleich, bei dem verschiedene Investitionsszenarien mittels Excel-Modellen durchgerechnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der rechtlichen Grundlagen, die detaillierte Darstellung der Besteuerung auf Fonds- und Anlegerebene sowie einen differenzierten Belastungsvergleich für verschiedene Fondsarten.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Investmentsteuerreform, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Teilfreistellung und Vorabpauschale definieren.
Die Vorabpauschale ist eine pauschale Mindestbesteuerung, die bei thesaurierenden Fonds greift, wenn die erzielte Rendite die Ausschüttungen übersteigt, um eine Steuerstundung zu vermeiden.
Der Wegfall führt dazu, dass Wertsteigerungen ab 2018 steuerpflichtig werden, wobei ein Freibetrag von 100.000 Euro für private Anleger eingeführt wurde, um die Belastung abzumildern.
Sie dient dazu, die auf Fondsebene anfallende Körperschaftsteuer pauschal auszugleichen, damit Anleger nicht durch eine Doppelbelastung steuerlich benachteiligt werden.
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