Masterarbeit, 2017
121 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
1.1. Inhaltlicher Aufbau der Forschungsarbeit
1.2. Zentrale Fragestellungen und Ziele der Forschungsarbeit
2. Das Change Management – ein Überblick
2.1. Das Change Management Modell nach John Kotter
2.2. Das Change Management Modell von Krüger
2.3. Das Change Management Modell von Tim Knoster
3. Die Change Communication
3.1. Das Change Communication Modell (MOEW) nach Kaune
4. Organisationstheorie und organisationaler Wandel
4.1. Die Organisationstheorie nach Max Weber
4.2. Die Organisationstheorie nach Frederick W. Taylor
5. Schule als Organisation
5.1. Schule als Institution und lernende Organisation
5.2. Die Rolle der Schulleitung in Veränderungsprozessen
5.3. Die Sicht der Schulleitung auf das Change Management
5.4. Schulleiterhandeln in der lernenden Organisation Schule
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
7. Ausblick und offene Fragen
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit betriebswirtschaftliche Modelle des Change Managements und der Change Communication auf das System Schule übertragen werden können, um Schulleitungen bei der Steuerung von Innovations- und Veränderungsprozessen zu unterstützen.
2.1. Das Change Management Modell nach John Kotter
Das betriebswirtschaftliche makroökonomische Orientierungsmodell von John Kotter greift das mikroökonomische 3-Phasen Modell von Kurt Lewin auf, differenziert es in insgesamt acht Schritte weiter.43 Primär geht es darum, Veränderungsprozesse systematisch zu planen, zu evaluieren und mögliche Fehler der Führung aufzudecken.
Ferner stellt Kotter fest, dass mehr als 70 Prozent der Veränderungsprozesse in Unternehmen und Organisationen scheitern, da der Sinn, das Ziel und die Notwendigkeit des Wandels für die Mitarbeiter und Mitglieder einer Organisation oftmals nicht erkennbar waren, da das Veränderungsvorhaben nicht genügend und umfassend kommuniziert wurde.44 Dieses Modell von Kotter wird im Management herangezogen, um die einzelnen Schritte in einem Veränderungsprozess zu verorten und mögliche Einflussfaktoren zu analysieren und Widerstände gegen Veränderungsprozesse zu minimieren.
Nach diesem Change Management Modell nach Kotter vollzieht sich eine organisationale Veränderung in acht Schritten, die gleichzeitig acht möglichen Fehlern bei organisationalen Veränderungsvorhaben gegenüberstehen und diese erklären.45 Um einen erfolgreichen Veränderungsprozess durchzuführen, sollte man nach Kotter keinen der insgesamt acht Schritte auslassen, ein Überspringen der Schritte führe zur einer Illusion und nicht zu einem nachhaltigem Ergebnis.46 Es lassen sich die acht Schritte zusammenfassend in drei Bereiche oder Phasen einbetten, da dieses Change Management Modell von Kotter sich an dem von Lewin orientiert.47 Zu Beginn eines Veränderungsprozesses geht es in der ersten Phase (creating a climate for change) in dem Modell von Kotter darum, als Führungskraft ein Klima der Veränderung in einer Organisation und bei allen Mitgliedern der Organisation herzustellen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den stetigen Wandel des deutschen Schulsystems und begründet die Relevanz der Analyse von Change Management-Modellen für die Schulleitung.
2. Das Change Management – ein Überblick: In diesem Kapitel werden zentrale betriebswirtschaftliche Change Management-Modelle von Lewin, Kotter, Krüger und Knoster vorgestellt und kritisch beleuchtet.
3. Die Change Communication: Hier liegt der Fokus auf der Bedeutung zielgerichteter Kommunikation als verbindendes Element in Veränderungsprozessen.
4. Organisationstheorie und organisationaler Wandel: Dieses Kapitel vergleicht Organisationstheorien (Weber, Taylor, Luhmann), um die strukturellen Unterschiede zwischen Unternehmen und Schule herauszuarbeiten.
5. Schule als Organisation: Das Kapitel analysiert die spezifischen Merkmale der Schule und die Rolle der Schulleitung, wobei die Übertragbarkeit der Managementansätze diskutiert wird.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden zusammengefasst, insbesondere die bedingte Übertragbarkeit der Modelle auf die Schule.
7. Ausblick und offene Fragen: Es wird auf den Forschungsbedarf bezüglich schulischer Innovationen hingewiesen und die Rolle der Schulleitung reflektiert.
8. Fazit: Das Fazit unterstreicht, dass kein einheitliches Modell existiert und Schulleitung auf eine wertschätzende, dialogorientierte Führung setzen sollte.
Change Management, Schulleitung, Organisationsentwicklung, Change Communication, Schulentwicklung, Partizipation, Lernende Organisation, Führungskompetenz, Organisationskultur, Veränderungsprozess, Transformation, Stakeholder, Schule, Innovation, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht, inwieweit betriebswirtschaftliche Modelle zur Steuerung von Wandel auf die Organisation Schule übertragen werden können, ohne deren pädagogische Spezifika zu vernachlässigen.
Zentral sind die Analyse von Change Management-Modellen, die Bedeutung von Kommunikation (Change Communication) sowie die spezifischen strukturellen Rahmenbedingungen von Schule.
Ziel ist es, Schulleitungen ein theoretisches Rüstzeug und Impulse für ihre Rolle als Bildungsmanager in Veränderungsprozessen zu geben.
Die Arbeit ist theoretisch angelegt und stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse verschiedener Change Management-Ansätze und Organisationstheorien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung bekannter Change-Modelle, die Diskussion von Organisationstheorien und die spezifische Anwendung auf den Kontext Schule.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schulentwicklung, Führungskompetenz, Organisationskultur, Partizipation und Schulleitung charakterisieren.
Schule unterscheidet sich von gewinnorientierten Unternehmen durch ihren Bildungsauftrag und die Autonomie ihrer Akteure, weshalb Standard-Managementmodelle einer kritischen Adaption bedürfen.
Die Schulleitung fungiert als Gatekeeper und Kulturvermittler, der eine Balance zwischen operativer Steuerung und der Förderung einer lernenden Organisationskultur finden muss.
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