Masterarbeit, 2018
69 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Was bedeutet Inklusion?
3. Standards der Inklusion am Beispiel ausgewählter Jugendliteratur
3.1. Chancengerechtigkeit von Menschen mit Behinderung herstellen
3.1.1. Relevanz des Themas
3.1.2. Behinderung in der Jugendliteratur
3.1.3. Kurzvorstellung der Jugendbücher Halbe Helden und Freak City
3.1.4. Analyse der Romane
3.2. Ethnokulturelle Gerechtigkeit ausüben und Antirassismus stärken
3.2.1. Definition Rassismus
3.2.2. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit als aktuelle Themen
3.2.3. Kurzvorstellung der Jugendbücher Schattensommer und Es war einmal Aleppo
3.2.4. Analyse der Romane
3.3. Geschlechtergerechtigkeit herstellen und Sexismus ausschließen
3.3.1. Relevanz des Themas
3.3.2. Gender und Sexismus
3.3.3. Kurzvorstellung der Jugendbücher Boy2Girl und emmaboy tomgirl
3.3.4. Analyse der Romane
3.4. Diversität in den sozialen Lebensformen zulassen und Diskriminierungen in den sexuellen Orientierungen verhindern
3.5. Sozio-ökonomische Chancengerechtigkeit erweitern
4. Fazit
Die Arbeit untersucht den Beitrag des Literaturunterrichts zur Förderung inklusiver Werte in der Schule. Basierend auf den fünf Inklusionsstandards von Kersten Reich analysiert die Autorin, wie zeitgenössische Jugendbücher Heterogenität und Differenz thematisieren, um Vorurteile abzubauen und ein offenes Miteinander zu fördern.
3.1.2. Behinderung in der Jugendliteratur
„Auch heute [noch] lassen sich Kinder […] [und Jugendliche] von Büchern fesseln, sie versinken in ihnen und sind bestrebt, dieses Erlebnis so oft wie möglich zu wiederholen“24. Einen wichtigen Grund für diese Faszination eines Buches stellt der zentrale Held dar.25 Dieser Held verändert sich jedoch mit der Zeit. Die jeweils dominierend Normen und Werte einer Gesellschaft verändern den Anspruch und die Funktion der Literatur und beeinflussen somit auch die Autorinnen und Autoren von Kinder- und Jugendbüchern. Aus diesem Grund ist auch die Darstellung von Behinderung in der Jugendliteratur immer variabel und unter anderem abhängig vom Welt-und Menschenbild der jeweiligen Zeit und Kultur.26
Während die Kinder- und Jugendliteratur früher fast ausnahmslos als Schonraum angesehen wurde und den Kindern und Jugendlichen deshalb eine zensierte Welt vorführte, hat es sich die so genannte problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur ab den 1970er Jahren zur Aufgabe gemacht, den Lesern in ihren Büchern die Welt so zu zeigen, wie sie tatsächlich ist.27 Somit waren plötzlich auch Themen, wie Generationenkonflikt, Armut, Tod oder Gewalt in der Kinder- und Jugendliteratur vorzufinden. Auch das Thema Behinderung, mit Kindern mit Behinderungen als zentrale Helden, fand nun Einzug in die Literatur für Kinder und Jugendliche. Dabei wurde die Darstellung von Menschen mit Körper- und Sinnesbeeinträchtigung bevorzugt, was am gesellschaftlichen Verständnis von Behinderung liegen kann, „nach dem Beeinträchtigungen in erster Linie anhand von Visibilität und funktionalen Kommunikationsproblemen markiert werden“.28
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Relevanz des Inklusionsbegriffs im schulischen Kontext ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Beitrag des Literaturunterrichts zur Aufarbeitung von Differenz und Heterogenität.
2. Was bedeutet Inklusion?: Dieses Kapitel definiert Inklusion über die pädagogische Erziehung hinaus als gesamtgesellschaftlichen Auftrag zur Wertschätzung von Vielfalt und zur Vermeidung von Diskriminierung.
3. Standards der Inklusion am Beispiel ausgewählter Jugendliteratur: Der Hauptteil analysiert anhand der von Kersten Reich definierten Standards drei zentrale Bereiche der Inklusion und prüft diese anhand von jeweils zwei aktuellen Jugendbuchbeispielen.
4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Literatur als mächtiges Medium dienen kann, um emotionale Perspektiven zu eröffnen und Jugendlichen dabei hilft, Stereotype zu hinterfragen und eine wertschätzende Haltung gegenüber Vielfalt zu entwickeln.
Inklusion, Jugendliteratur, Literaturunterricht, Chancengerechtigkeit, Behinderung, Rassismus, Geschlechterrollen, Sexismus, Diversität, Sozialisation, Identitätsbildung, Antirassismus, Differenz, gesellschaftliche Teilhabe, Vorurteile.
Die Arbeit untersucht, wie zeitgenössische Kinder- und Jugendliteratur dazu beitragen kann, den Inklusionsgedanken im Schulunterricht zu fördern und Vorurteile gegenüber marginalisierten Gruppen abzubauen.
Die zentralen Themen umfassen den Umgang mit Behinderung, ethnokulturelle Gerechtigkeit und Rassismus sowie Geschlechtergerechtigkeit und Sexismus.
Das Ziel ist es, auf Basis der fünf Standards von Kersten Reich aufzuzeigen, wie literarische Texte als Modell für Inklusion dienen und Identifikationsangebote für ein respektvolles Miteinander bieten können.
Die Autorin nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Literatur und führt im Hauptteil eine detaillierte textanalytische Untersuchung ausgewählter Jugendromane durch.
Im Hauptteil werden jeweils zwei Jugendbücher pro Standard analysiert, wobei Erzählstruktur, Darstellung der Charaktere und die Reflexion von Diskriminierung im Fokus stehen.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Jugendliteratur, Chancengerechtigkeit, Diversität und der Abbau von Diskriminierung.
Beide Bücher verzichten weitgehend auf stereotype Strickmuster und stellen die betroffenen Jugendlichen als Individuen dar, die aktiv ihren Platz in der Welt suchen.
Literatur ermöglicht den Lesern einen Perspektivwechsel, indem sie die Hintergründe von Migration und die Gefahren rechter Ideologien erfahrbar macht und so zur eigenen Meinungsbildung anregt.
Der Rollentausch zwingt die Figuren dazu, die sozialen Erwartungen an ihr „neues“ Geschlecht zu erfahren, was zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit Identität und den Grenzen von Rollenbildern führt.
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