Magisterarbeit, 2004
110 Seiten, Note: 1,7
I. Der theoretische Teil
1. Mentale Repräsentationen von phraseologischen Einheiten
1.1 Zur Terminologie
1.2 Das mentale Lexikon
1.3 Neurophysiologische und psychologische Aspekte des
2. Phraseolexeme im mentalen Lexikon
2.1. Bedeutungserweiterung der Wörter und die Entstehung
2.2 Phraseologische Repräsentationen
3. Die lexikalische Ebene
3.1. Die substantivischen Phraseologismen.
3.2. Die adjektivischen Phraseolexeme
3.3 Die adverbialen Phraseolexemen.
3.4 Die verbalen Phraseolexeme
4. Die semantische Ebene
4.1 Idiomatizität
4.2 Semantisch-syntaktische Stabilität
4.3 Zur Konnotation der Phraseologismen
4.4 Die denotative Bedeutung der Wörter
4.5 Zusammenfassung zum Kapitel „Die semantische Ebene“.
5. Die konzeptuelle Ebene
5.1 Zusammenfassung zum Kapitel „Die konzeptuelle Ebene“.
II. Der empirische Teil
1. Einleitung zum empirischen Teil.
2. Das Korpus
2.1 Die Vorgehensweise
3. Die kontrastive Darstellung der phraseologischen Einheiten im
3.1 Die lexikalische Ebene
3.2 Schematische Darstellungen der Komponentenkategorien in den beiden Sprachen
3.3 Schematische Gegenüberstellung der deutschen und polnischen phraseologischen Komponentenkategorien.
4. Die semantische Ebene – eine qualitative Auswertung der Untersuchung.
4.1 Eine tabellarische Gegenüberstellung der Konzepte in den semantischen Feldern, auf die sich die phraseologischen Komponenten der lexikalischen Ebene beziehen.
III. Der empirische Teil –
1.Sprachliche Indikatoren der politischen Sprache.
2.Die Vorgehensweise.
3. Die lexikalische Ebene.
4. Die semantisch - konzeptuelle Analyse der Phraseologismen.
4.1 Die Komponentenkategorie „Die Kommunikation“.
4.2 Die Komponentenkategorie „Die nächste Umgebung“.
4.3 Die Komponentenkategorie „Naturerscheinungen“.
4.4 Die Komponentenkategorie „Der Krieg“.
4.5 Die Komponentenkategorie „Theater“.
4.6 Die Komponentenkategorie „Die Körperteile“.
4.7 Die Komponentenkategorie „Bewegung“.
4.8 Die Komponentenkategorie „Der Raum“.
4.9 Die Komponentenkategorie „Reisen“.
5.Zusammenfassung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die mentalen Repräsentationen und die kognitive Verarbeitung phraseologischer Einheiten kontrastiv zwischen dem Deutschen und Polnischen zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf der Verwendung dieser Ausdrücke in der politischen Sprache liegt.
4.1.2 Die Komponentenkategorie „Das Auge“.
In der Komponentenkategorie „Das Auge“ habe ich folgende semantische Gruppen gefunden:
1. Die Wahrnehmung der Wirklichkeit.
Jmdm. von den Augen ablesen / Przejrzeć na oczy.
2. Der Ausdruck der körperlichen Verfassung des Menschen.
Kleine Augen machen / Oczy komuś się kleją.
3. Die Wiedergabe des Gemütszustandes des Menschen.
Große Augen machen / Robić wielkie oczy.
4. Die Bewertung der Position des Menschen.
In jmds. Augen steigen.
5. Die Bewertung der Sicherheit des Menschen.
Mit einem blauen Auge davonkommen.
Die Bedeutung dieser Konstruktionen lässt sich mithilfe der konstruktionsinternen Analyse erkennen, denn sie berühren die kulturüberschreitenden Aspekte des menschlichen Lebens. Hier sind fast nur Übereinstimmungen zwischen den beiden Sprachen festzustellen, und zwar auf der semantischen und konzeptuellen Ebene, obwohl manchmal in der lexikalischen Sphäre andere sprachliche Mittel vorkommen.
Ein interessantes Beispiel ist „etwas passt wie die Faust aufs Auge / Cos pasuje jak pięść do oka.“ In dieser Konstruktion gibt es ähnliche lexikalische Einheiten. In der semantischen Ebene werden die unterschiedlichen semantischen Felder aktiviert („etwas passt zusammen“ und „etwas passt nicht zusammen“), und der Phraseologismus wird durch denselben Feldoberbegriff (Harmonisierung) determiniert.
Auch das Beispiel „Mit dem blauen Auge davonkommen“ finde ich interessant, denn wenn es im Polnischen zu solch einer Zusammenstellung der lexikalischen Einheiten gekommen wäre, würde sich das auf ein anderes Konzept beziehen: vermutlich nicht „Schadensbegrenzung“ sondern „die Strafe“ oder „die Gewalt“. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass in Polen „das blaue Auge“ eher mit einer Schlägerei assoziiert wird als mit der „Schadensbegrenzung“.
I. Der theoretische Teil: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der mentalen Repräsentation und Verarbeitung von Phraseologismen, basierend auf kognitiven und psycholinguistischen Theorien.
II. Der empirische Teil: Dieser Teil widmet sich der kontrastiven Analyse der phraseologischen Einheiten im Deutschen und Polnischen und vergleicht verschiedene Komponentenkategorien schematisch.
III. Der empirische Teil –: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Verwendung und Funktion von Phraseologismen in der politischen Sprache und deren Rolle bei der Indoktrination und Meinungsbildung.
Phraseologie, Mentales Lexikon, Kontrastive Linguistik, Semantische Felder, Phraseolexeme, Idiomatizität, Kognitive Linguistik, Politische Sprache, Sprachproduktion, Konnotation, Wortschatz, Deutsch-Polnischer Vergleich, Mentale Repräsentation, Mehrdimensionalität, Sprachwissenschaft.
Die Arbeit untersucht die Struktur, Speicherung und Verarbeitung von phraseologischen Einheiten (Idiomen, Redewendungen) im menschlichen Geist und führt einen kontrastiven Vergleich zwischen dem Deutschen und dem Polnischen durch.
Die zentralen Felder umfassen die Psycholinguistik, die kognitive Semantik, die kontrastive Analyse von Phraseologismen sowie deren spezifische Anwendung in politischen Pressetexten.
Das Hauptziel ist die Aufdeckung der kognitiven Mechanismen hinter phraseologischen Einheiten und die Identifikation kulturspezifischer Unterschiede bei deren Verwendung, insbesondere im Bereich der politischen Kommunikation.
Der Autor nutzt eine kontrastive, onomasiologische und semasiologische Methode, gestützt durch eine quantitative Analyse von Korpora in beiden Sprachen sowie qualitative Analysen ausgewählter semantischer Felder.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des mentalen Lexikons und der Gedächtnisstruktur dargelegt, gefolgt von einer detaillierten kontrastiven Analyse verschiedener Komponentenkategorien (wie Körperteile, Theater, Krieg) in den politischen Medien beider Länder.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mentales Lexikon, Idiomatizität, Semantische Felder, Phraseolexeme, Kontrastive Linguistik und Kognitive Strukturen.
Sie dient als Anwendungsfeld, um zu demonstrieren, wie phraseologische Einheiten bewusst eingesetzt werden, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und politische Richtlinien durch Konnotationen und Metaphorik zu vermitteln.
Die Analyse zeigt, dass Körperteile die „ergiebigste Quelle“ für die Bildung von Phraseologismen sind, da sie menschliche Erfahrungen, Gefühle und mentale Zustände direkt widerspiegeln und somit eine hohe idiomatische Potenz aufweisen.
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