Examensarbeit, 2017
116 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1. Vom Sammeln
2.2. Sammeln als Teil der Kinderkultur
2.2.1. Was Kinder sammeln
2.2.2. Wie Kinder sammeln
2.2.3. Warum Kinder Sammeln
2.2.4. Teilfazit
2.3. Sammeln als Strategie in Kunst und Kultur
2.3.1. Sammeln als Vergegenwärtigung kultureller Erinnerung
2.3.1.1. Kunst- und Wunderkammern
2.3.1.2. Museen und Galerien
2.3.2. Sammeln als Vergegenwärtigung individueller Erinnerung
2.3.2.1. Künstlerliste
2.3.2.2. Ausgewählte Künstler
2.3.2.2.1. Nándor Angstenberger
2.3.2.2.2. Andy Warhol
2.3.2.2.3. Ursula Stalder
2.3.2.2.4. Karsten Bott
2.3.2.2.5. Claes Oldenburg
2.3.2.2.6. Arman
2.3.3. Teilfazit
2.4. Die künstlerische Strategie des Sammelns im Kunstunterricht der Grundschule
2.4.1. Gründe für Sammelns als künstlerische Strategie im Kunstunterricht der Grundschule
2.4.1.1. Aktuelle Situation im Kunstunterricht
2.4.1.2. Argumentation aus pädagogischer, ästhetischer und kultureller Sicht
2.4.2. Zielsetzungen im Kunstunterricht der Grundschule für die künstlerische Strategie des Sammelns
2.4.2.1. Sammelmethoden im Kunstunterricht
2.4.2.1.1. Auswählen
2.4.2.1.2. Ordnen
2.4.2.1.3. Archivieren
2.4.2.1.4. Präsentieren
2.4.2.2. Sammelabsichten im Kunstunterricht
2.4.2.2.1. Upcycling durch Sammeln
2.4.2.2.2. Sammeln als Selbstprotokoll
2.4.2.2.3. Sammeln als Spurensicherung
2.4.2.2.4. Sammeln als kulturelles Phänomen
2.4.3. Teilfazit
2.5. Handlungsziele für den Kunstunterricht
3. Praktischer Teil
3.1. Reflexionsbogen “Schatz- und Wunderkammern“
3.2. Reflexionsbogen zu „Die Hosentaschensammlung“
3.3. Reflexionsbogen zu „Archivieren“
3.4. Reflexionsbogen zu „Mein Präsentationsplan“
3.5. Reflexionsbogen zu „Aus Altem etwas Neues machen“
3.6. Reflexionsbogen zu „Ein Tagebuch vom Planeten XxApRtOtZ“
3.7. Reflexionsbogen zu „Spuren Sammeln“
3.8. Reflexionsbogen zu „Museum in der Streichholzschachtel“
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Kunstunterricht in der Grundschule durch die Integration des Sammelns als künstlerische Strategie zu fördern und theoretisch wie praktisch zu fundieren. Die Forschungsfrage untersucht, wie kindliche Sammelprozesse mit den Strategien zeitgenössischer Kunst und kultureller Institutionen verknüpft werden können, um eine ästhetische Erziehung zu unterstützen, die Kopf, Herz und Hand einbezieht.
2.3.1.1. Kunst- und Wunderkammern
In der Zeit der Renaissance fand im Europa des 15. und 16. Jahrhunderts ein Umschwung des Denkens statt. Hatte die Kirche bis zum 14. Jahrhundert die Oberhoheit der Wissenschaft innegehabt, so ändert sich dies nun durch den aufkommenden Humanismus. Europa wandte sich vom Geist des Mittelalters ab und konzertierte sich auf die Ideale der Antike. Wissenschaft und Erforschung des Lebens standen nun im Mittelpunkt des Interesses dieser Zeit. „Das Kunstvolle, Seltene, das von der Regel abweichende, Gesetzmäßige, Geheimnisvolle, das Zeugnis menschlicher Arbeit, Gewachsenes [und] Gemachtes“ wurde aus den Truhen des Mittelalters hervorgeholt, nun in großen Räumen nach sensuellen Merkmalen wild geordnet und präsentiert und einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So entstanden Mitte des 16. Jahrhundert in der Spätrenaissance an vielen Fürstenhöfen Universalsammlungen, die wir heute als „Kunst- und Wunderkammern“ kennen.
Je nach Sammlungsschwerpunkt tragen die Sammlungen auch andere Namen wie „Naturalien- und Artifikaliensammlung“ oder „Raritäten- und Kuriositätenkabinette“. Zwar lassen sich diese Sammlungen als Vorreiter des heutigen Museums betrachten, in Gegensatz zu diesen waren sie jedoch eher ungeordnete, wenig spezialisierte Anhäufungen von Dingen, die die Adligen und Gelehrten damals interessierten. Besucher waren oft erschlagen von der Fülle von Sammlungsobjekten, die sich über alle Wände und oft auch den Boden und die Decken ausbreitete. Die Skurrilitäten dieser übervollen Räume lassen sich nur schwer ordnen.
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Faszination des Sammelns ein und stellt die Bedeutung dieser Tätigkeit für Kinder sowie die Relevanz für den pädagogischen Primarbereich dar.
2. Theoretischer Teil: Hier werden theoretische Grundlagen des Sammelns, seine Einbettung in die Kinderkultur sowie Sammelstrategien in Kunst und Kultur beleuchtet.
3. Praktischer Teil: Dieser Teil enthält acht entwickelte Reflexionsbögen und Arbeitsblätter, die die theoretischen Erkenntnisse für den Kunstunterricht praktisch umsetzbar machen.
Sammeln, Kunstunterricht, Grundschule, ästhetische Erziehung, künstlerische Strategie, Kinderkultur, Kunst- und Wunderkammern, Archivierung, Ordnungssysteme, Upcycling, Spurensicherung, Selbstprotokoll, Reflexionsbogen, ästhetische Forschung, Handlungsziele.
Die Arbeit untersucht das Sammeln als eine bedeutende künstlerische Strategie und zeigt auf, wie diese im Kunstunterricht der Grundschule genutzt werden kann, um Lernprozesse zu fördern.
Die Themen umfassen die kindliche Sammelleidenschaft, historische Sammelkulturen wie Wunderkammern, moderne Museumspraktiken und zeitgenössische künstlerische Sammelansätze.
Das Hauptziel ist die Entwicklung von konkreten Handlungszielen für den Kunstunterricht, um das Sammeln als bewusstes Ausdrucks- und Erkenntnismittel für Schüler zu etablieren.
Die Autorin geht bei der Untersuchung vom Allgemeinen zum Besonderen vor und nutzt eine strukturierte Kategorisierung von Sammelabsichten (z. B. Upcycling, Archivierung), um künstlerische Arbeiten zu analysieren.
Der Hauptteil argumentiert für die pädagogische Relevanz des Sammelns, definiert Sammelmethoden und -absichten und leitet daraus differenzierte Handlungsziele für die verschiedenen Klassenstufen ab.
Wichtige Begriffe sind Sammeln, Kunstunterricht, ästhetische Erziehung, künstlerische Strategie, Spurensicherung und Archivierung.
Während Kinder meist intuitiv und zweckfrei sammeln, reflektieren Künstler ihr Sammeln bewusst als künstlerische Methode, um traditionelle Ordnungskategorien zu hinterfragen oder individuelle Identitätsprozesse zu dokumentieren.
Die Differenzierung hilft, die verschiedenen Absichten hinter einem Sammelprozess zu verstehen: Upcycling transformiert das Objekt durch Umarbeitung, während Archivierung den Erhalt und die systematische Dokumentation in den Vordergrund stellt.
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