Diplomarbeit, 2018
101 Seiten
Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion jüdischer Identität in Thomas Bernhards Stück Heldenplatz im Kontext der österreichischen Geschichte und des Traumas des Nationalsozialismus. Sie analysiert, wie Bernhard die Erinnerung an die Vergangenheit für die Identitätsbildung der jüdischen Gemeinschaft und die Auseinandersetzung mit der österreichischen Gesellschaft nutzt.
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und erläutert die Forschungsfrage: Wie wird jüdische Identität in Thomas Bernhards Stück Heldenplatz im Kontext der österreichischen Geschichte und des Traumas des Nationalsozialismus konstruiert?
Dieses Kapitel befasst sich mit theoretischen Ansätzen zu Identität und Erinnerung. Es werden Konzepte von Stuart Hall, Jan und Aleida Assmann vorgestellt, die für die Analyse von Heldenplatz relevant sind.
In diesem Kapitel wird die Auseinandersetzung Thomas Bernhards mit der österreichischen Geschichte und dem Nationalsozialismus beleuchtet. Der Fokus liegt auf dem Stück Heldenplatz und dessen Funktion als literarische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Dieses Kapitel analysiert die Konstruktion jüdischer Identität in Heldenplatz. Dabei werden die Rolle der Figuren, der Sprachstil Bernhards und die Bedeutung von Erinnerung für die Identitätsbildung untersucht.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen jüdische Identität, Erinnerung, Nationalsozialismus, österreichische Geschichte, Heldenplatz, Thomas Bernhard, Kultur und Gedächtnis. Weitere wichtige Begriffe sind Identität, Erinnerungskultur, Trauma, Sprachstil, Figurenanalyse und Konstruktion.
Die Identität wird maßgeblich durch das Trauma des Nationalsozialismus und die Erfahrungen der Vergangenheit in der österreichischen Gesellschaft geprägt.
Erinnerung fungiert als zentrales Element der Identitätsbildung, wobei sowohl individuelle als auch kollektive Gedächtnisprozesse (nach Jan und Aleida Assmann) eine Rolle spielen.
Identität wird als fortlaufender Konstruktionsprozess verstanden, der durch aktuelle gesellschaftliche Bedingungen und die Interpretation historischer Ereignisse ständig im Wandel ist.
Bernhard nutzt das Stück als literarische Auseinandersetzung mit dem Fortbestehen antisemitischer Tendenzen und dem Schweigen über die NS-Vergangenheit in Österreich.
Der spezifische Sprachstil dient dazu, die emotionale Intensität der Figuren und ihre innere Zerrissenheit zwischen Heimatgefühl und Verfolgungserfahrung auszudrücken.
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