Masterarbeit, 2016
77 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehen in der Untersuchung
2. Theoretische Annäherung
2.1 Definition der Qualität
2.2 Definition der Qualität im Gesundheitswesen
2.3 Qualitätsdimensionen und Indikatoren
2.3.1 Qualitätsdimensionen nach Donabedian
2.3.2 Indikatoren allgemein
2.3.2.1 Qualitätsmessung und Qualitätstransparenz durch Indikatoren
2.3.2.2 Objektive und subjektive Indikatoren
2.4 OECD Qualitätsmodell
2.4.1 Health Care Quality Indikator Projekt (HCQI)
2.4.2 Messung der Versorgungsqualität anhand des HCQI Projektes
3. Strukturdimension bezüglich Indikator Pflegekräftekapazität in Deutschland
3.1 OECD Indikator praktizierende Krankenpflegekräfte
3.1.1 OECD Ergebnisse des Indikators praktizierende Krankenpflegekräfte
3.1.2 Interpretation des OECD Indikators praktizierende Krankenpflegekräfte im Gesundheitsbarometer 2013
3.1.3 Kritik: Warum dieser OECD Indikator allein nicht ausreicht?
3.1.3.1 Hohe stationäre Fallzahlen in Deutschland
3.1.3.2 Zusammenhang von Demographie und stationären Fällen in Deutschland und im internationalen Vergleich
3.2 Die Entwicklung der Pflegekräftekapazität in Deutschland
3.3 Pflegekraftkapazität anhand anderer Indikatoren
3.4 Personalmehrbedarf in Deutschland und im internationalen Vergleich
4. Versorgungsqualität anhand subjektiver Erfahrungen
4.1 OECD Messung von Versorgungsqualität anhand von Patientenerfahrungen
4.1.1 Health Care Quality Indicators - Responsiveness and Patient Experiences
4.1.2 Health Care Quality Indicators Project - Data Collection Update Report
4.1.3 Health at a Glance
4.2 Messung von Versorgungsqualität anhand von Patienten- und Pflegekräfteerfahrung
5. Auswirkung der Strukturdimension auf die Versorgungsqualität anhand des objektiven Indikators Pflegekräftekapazität
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Strukturdimension – speziell der Pflegekräftekapazität – auf die medizinische Versorgungsqualität in Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Staaten. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, warum der hohe Input an Gesundheitsausgaben in Deutschland im internationalen Vergleich nicht zu einer entsprechend höheren Ergebnisqualität führt und welche Rolle dabei die unzureichende Berücksichtigung von Strukturindikatoren spielt.
3.1.3.2 Zusammenhang von Demographie und stationären Fällen in Deutschland und im internationalen Vergleich
Die OECD Studie untersucht die alternde Bevölkerung international. Darunter fallen Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Die ältere Abhängigkeitsquote wird als das Verhältnis zwischen der älteren Bevölkerung und derjenigen im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) definiert und so der prozentuale Anteil berechnet. Der internationale Vergleich der OECD zeigt, dass Deutschland einen der Spitzenplätze bei der alternden Bevölkerung belegt. 2013 wurde in 37 Ländern die Demographie erforscht und es zeigte sich, dass Deutschland mit 21,27 % direkt nach Japan mit 25,06 % den zweiten Platz einnimmt. An dritter Stelle steht Italien mit 20,92 %. Vor zehn Jahren nahm Deutschland mit 18,58 % auch einen der Spitzenplätze ein und lag auf dem dritten Platz, direkt hinter Italien (19,16 %) und Japan (19,05 %) (OECD 2016b). Im nächsten Punkt wird der genauere Zusammenhang zwischen einer alternden Bevölkerung und den stationären Fällen in Deutschland analysiert.
Pflegebedürftigkeit betrifft größtenteils ältere Bevölkerungsschichten. Alter geht mit vielen Erkrankungen einher, wie etwa Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und Geschwürbildungen (Krebs). Daher ist die zahlenmäßige Entwicklung der Menschen im höheren Alter entscheidend für die zukünftige Anzahl zu pflegender Menschen und stationär zu behandelnder Patientinnen und Patienten (Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2010, 5).
Laut der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit deutlich an, pflegebedürftig zu werden. Im Jahr 2007 waren von den über 80-Jährigen rund 31 % pflegebedürftig. Obwohl der Zusammenhang zwischen Alter und Krankheit nicht ganz so extrem ist, zeigt sich auch hier bei den meisten Krankheitsbildern ein enger Zusammenhang zwischen Alter und Krankenhausbehandlungshäufigkeit. Demzufolge wird auf die Gesamtheit der über 60-Jährigen näher eingegangen (ebd. 5).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert das Missverhältnis zwischen hohen Gesundheitsinvestitionen und der im internationalen Vergleich oft nur mittelmäßigen Versorgungsqualität in Deutschland.
2. Theoretische Annäherung: Es werden grundlegende Qualitätsbegriffe und -dimensionen nach Donabedian erläutert sowie das OECD-Qualitätsmodell und die Bedeutung von Qualitätsindikatoren analysiert.
3. Strukturdimension bezüglich Indikator Pflegekräftekapazität in Deutschland: Dieses Kapitel kritisiert den OECD-Indikator der praktizierenden Pflegekräfte als alleiniges Maß und beleuchtet die reale Entwicklung der Pflegekapazität in deutschen Kliniken unter dem Druck von Fallzahlen und Demografie.
4. Versorgungsqualität anhand subjektiver Erfahrungen: Der Fokus liegt auf der Bedeutung der Patientenerfahrung und deren Erfassung durch die OECD sowie durch spezialisierte Studien wie RN4Cast.
5. Auswirkung der Strukturdimension auf die Versorgungsqualität anhand des objektiven Indikators Pflegekräftekapazität: Zusammenfassend wird der signifikante Zusammenhang zwischen der Personalbesetzung, der Arbeitsbelastung und der Patientensicherheit bzw. Mortalität aufgezeigt.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Forderung, die Strukturqualität bei der Evaluation von Gesundheitssystemen stärker zu gewichten, um realistische Lösungsansätze gegen den Pflegenotstand zu entwickeln.
Strukturdimension, objektive und subjektive Indikatoren, OECD Qualitätsmodell, Versorgungsqualität, Pflegekräftekapazität, Patientenerfahrungen, Demographie, Fallzahlen, stationäre Fälle, Personalbesetzung, RN4Cast, Krankenhausmanagement, Patientensicherheit, Arbeitsbelastung, Ergebnisqualität.
Die Arbeit untersucht, warum Deutschland trotz hoher Investitionen in den Gesundheitssektor im internationalen Vergleich bei der Qualität der Versorgung oft nur mittelmäßig abschneidet, und analysiert dabei kritisch die Rolle des Pflegepersonals.
Die Arbeit befasst sich mit der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, dem OECD-Qualitätsmodell, der Bedeutung von Pflegepersonalressourcen und der Patientenperspektive in deutschen Krankenhäusern.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass die bloße Analyse quantitativer Indikatoren, wie sie die OECD vornimmt, nicht ausreicht, um die komplexe Situation der Pflegekapazität und die daraus resultierende Versorgungsqualität in Deutschland zu bewerten.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf Daten der OECD, nationalen Studien (z. B. Krankenhaus Rating Report) sowie internationalen Forschungsprojekten (RN4Cast) basiert.
Der Hauptteil analysiert die Strukturdimension der Pflegekraftkapazität, vergleicht internationale Kennzahlen, beleuchtet den Einfluss demografischer Veränderungen und untersucht subjektive Patientenerfahrungen als notwendige Ergänzung zu objektiven Daten.
Die zentralen Schlagworte umfassen Strukturdimension, Versorgungsqualität, Pflegekräftekapazität, OECD-Qualitätsmodell, Patientenerfahrungen, Demografie und stationäre Fallzahlen.
Die Autorin kritisiert, dass der OECD-Indikator „praktizierende Krankenpflegekräfte“ zu ungenau ist, da er Teilzeit- und Vollzeitkräfte vermischt und keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Arbeitsbelastung pro Patient zulässt.
Die RN4Cast-Studie liefert essenzielle Daten zur personellen Besetzung auf Stationsebene und belegt eindrücklich den Zusammenhang zwischen schlechter Personalausstattung, höherer Mortalitätsrate und der Arbeitsbelastung des Pflegepersonals.
Die Einführung des DRG-Systems wird als Katalysator diskutiert, der durch wirtschaftlichen Druck zu einem Personalabbau im Pflegedienst geführt hat, was wiederum die Arbeitsbedingungen und die Versorgungsqualität negativ beeinflusst haben könnte.
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