Diplomarbeit, 2005
109 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
2 Kennzeichen von Klein- und Mittelbetrieben
2.1 Quantitative Merkmale
2.2 Qualitative Merkmale
2.3 Wirtschaftlicher Stellenwert
3 Einsatz und Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung
3.1 Weiterbildungsbedarf durch neue Qualifikationsanforderungen
3.2 Weiterbildung als Unternehmensstrategie
3.3 Bedeutung beruflicher Weiterbildung für die Erwerbstätigen
4 Stellenwert organisierter Weiterbildung in Klein- und Mittelbetrieben
4.1 Die Weiterbildungssituation in KMU
4.2 Idealtypischer Weiterbildungsprozess
4.3 Merkmale beruflicher Weiterbildung in KMU
4.3.1 Defizite in der Weiterbildungsplanung
4.3.2 Problem der Bedarfsermittlung
4.3.3 Schwierigkeit der Mitarbeiterfreistellung
4.3.4 Schlechter Wissenstransfer und Erfolgskontrolle
4.4 Formelle Weiterbildung
4.4.1 Bedeutung formeller Weiterbildung in KMU
4.4.2 Externe Weiterbildung in KMU
4.4.2.1 Intransparenz des Weiterbildungsmarktes
4.5 Überblick
5 Stellenwert informeller Weiterbildung in Klein- und Mittelbetrieben
5.1 Informelles Lernen
5.1.1 Formen informellen Lernens
5.2 Bedeutung informellen Lernens in KMU
5.3 Lernen in der Arbeitssituation in KMU
5.3.1 Formen des arbeitsintegrierten Lernens
5.4 Selbstgesteuertes Lernen
5.4.1 Selbstgesteuertes Lernen in KMU
5.4.1.1 Computergestützte Lernformen in KMU
6 Unterstützungsmöglichkeiten für Klein- und Mittelbetriebe
6.1 Handlungsnotwendigkeiten der Weiterbildungsanbieter
6.1.1 Qualitätssicherung der Weiterbildungsangebote
6.1.2 Verbesserung der Weiterbildungsberatung
6.2 Netzwerke und Kooperationen
6.2.1 Kooperationen zwischen Weiterbildungsanbietern
6.2.2 Kooperationen zwischen KMU
6.2.3 Kooperation von Weiterbildungsanbietern mit KMU
6.2.3.1 Praxisbeispiele: Kooperation von Weiterbildungsanbietern mit Weiterbildungsanbietern
6.2.4 Lernen im Arbeitsprozess durch Lern-Netzwerke
7 Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, die organisatorischen Strukturen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu untersuchen, die eine effiziente und effektive berufliche Weiterbildung behindern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie diese Barrieren überwunden werden können und welche konkreten Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung der KMU existieren.
3.1 Weiterbildungsbedarf durch neue Qualifikationsanforderungen
Im Zuge der Globalisierung ist das Wirtschaftssystem geprägt durch Organisationsänderungen und Umstrukturierungen. Seien es technische Veränderungen, wie z.B. der Einsatz neuer IT-Systeme oder computergestützte Verfahren, marktbezogene Veränderungen wie bspw. globalisierte Marktbeziehungen oder verschärfte Wettbewerbsbedingungen oder seien es Veränderungen, die den Menschen betreffen, wie die Wandlung der Arbeits- und Bildungsansprüche. Auf diese Veränderungen müssen Unternehmen reagieren. Für Betriebe spiegelt sich dieser Wandel vor allem im zunehmenden Wettbewerbs- und Innovationsdruck wieder. Mit der Einführung moderner Technologien in die Unternehmen sind traditionelle Arbeitsformen und -aufgaben in Bewegung geraten. Das rechtzeitige Einsetzen neuer Techniken in die Betriebe wird als ausschlaggebender Wettbewerbsfaktor für die Wirtschaft gesehen. Durch diese Veränderungen ergeben sich neue Arbeits- bzw. Qualifikationsanforderungen an die Arbeitnehmer.
Laut dem „Berichtssystem Weiterbildung“ (BSW) ist die Mehrheit der Erwerbstätigen der Meinung, dass die an sie gestellten Qualifikationsanforderungen ‚stark’ (19%) oder ‚etwas gestiegen’ (39%) sind. Entgegenzusetzen ist eine relativ hohe Prozentzahl (40%) an Erwerbstätigen, die keine Veränderung sehen. Entsprechend dem „Bundesinstitut für Berufsbildung“ (BIBB) sind un- und angelernte Arbeitnehmer zu 46% gar nicht und zu 32% gering von höheren Anforderungen betroffen. Während für Fachkräfte die Globalisierung zu 53% und Führungskräfte zu 49% starke Auswirkungen auf die Qualifikationsanforderungen haben (vgl. Abbildung 2). In diesem Zusammenhang betonen PETERS/BRÖDEL, dass Lernen und Wissen für alle Mitarbeiter eines Unternehmens, also nicht nur auf den Führungsebenen, unter diesen Gegebenheiten unumgänglich sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die steigende Bedeutung beruflicher Weiterbildung aufgrund wirtschaftlicher und technischer Veränderungen und definiert das Ziel der Arbeit, Barrieren für KMU zu untersuchen.
2 Kennzeichen von Klein- und Mittelbetrieben: Dieses Kapitel definiert KMU durch quantitative und qualitative Merkmale und beleuchtet deren hohen Stellenwert in der Volkswirtschaft.
3 Einsatz und Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung: Das Kapitel behandelt den steigenden Qualifikationsbedarf durch Wandel und diskutiert Weiterbildung als strategisches Element für Unternehmen und Erwerbstätige.
4 Stellenwert organisierter Weiterbildung in Klein- und Mittelbetrieben: Hier werden die defizitäre Weiterbildungssituation, die Planungsprobleme und die Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterfreistellung in KMU analysiert.
5 Stellenwert informeller Weiterbildung in Klein- und Mittelbetrieben: Das Kapitel untersucht informelle Lernformen wie Lernen in der Arbeitssituation und selbstgesteuertes Lernen als praxisnahe Alternative in KMU.
6 Unterstützungsmöglichkeiten für Klein- und Mittelbetriebe: Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch Qualitätssicherung, Beratung und Netzwerke die Barrieren der Weiterbildung für KMU abgebaut werden können.
7 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf die Notwendigkeit, informelle Lernprozesse und Kooperationen zu fördern.
Berufliche Weiterbildung, Klein- und Mittelbetriebe, KMU, Kompetenzentwicklung, Lebenslanges Lernen, Weiterbildungsplanung, Informelles Lernen, Arbeitsintegriertes Lernen, Selbstgesteuertes Lernen, Wissenstransfer, Weiterbildungsberatung, Unternehmensstrategie, Innovationsdruck, Qualifikationsanforderungen, Netzwerke
Die Arbeit befasst sich mit der Situation und den Herausforderungen der beruflichen Weiterbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Die Arbeit deckt die Charakteristika von KMU, die Notwendigkeit von Qualifizierung im wirtschaftlichen Wandel sowie den Stellenwert von sowohl formellen als auch informellen Weiterbildungsformen ab.
Das Ziel ist es, organisatorische Strukturen zu analysieren, die eine effektive Weiterbildung in KMU hemmen, und Handlungsmöglichkeiten für eine verbesserte Unterstützung dieser Betriebe zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Untersuchungen sowie einer systematischen Auswertung relevanter Forschungsergebnisse zur Weiterbildungspraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von quantitativen und qualitativen KMU-Merkmalen, die Notwendigkeit von Weiterbildung, die Problematik der organisierten Weiterbildung in KMU sowie den besonderen Stellenwert informellen Lernens.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Berufliche Weiterbildung, KMU, Kompetenzentwicklung, informelles Lernen, Wissensmanagement und Kooperationsnetzwerke aus.
Die Qualitätsunsicherheit ist ein zentrales Hindernis für die Inanspruchnahme externer Weiterbildungsangebote, da kleine Betriebe oft nicht über die Ressourcen oder Methoden verfügen, die Qualität der Angebote adäquat einzuschätzen.
Da formell organisierte Weiterbildung oft mit zeitlichen und finanziellen Hürden sowie hohen Anforderungen an die Planung verbunden ist, bietet informelles Lernen in der Arbeitssituation eine flexiblere und kostengünstigere Methode zur Kompetenzentwicklung.
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