Bachelorarbeit, 2018
55 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Situation
1.2 Forschungsinteresse
1.3 Aufbau und Methodik
2 Pflege in Österreich
2.1 Historische Aspekte: Von der Nächstenliebe zur Profession
2.2 Aktuelle Situation – Bildung, Finanzierung, Personal
2.2.1 Ausbildung und Studium
2.2.2 Pflegegeld und Pflegebedarfe
2.2.3 Arbeitssituation der Fachkräfte
2.3 Erwartungen und Anforderungen an Pflegedienstleitungen
3 Grundlagen guter Führung
3.1 Werte
3.2 Führungskompetenzen
3.3 Führungsstile
3.4 Aspekte der Förderung von Mitarbeitenden
4 Die Untersuchung
4.1 Empirisch forschen
4.2 Bekannte und verbreitete Belastungsfaktoren in der Pflege
4.2.1 Arbeitsorganisation
4.2.2 Körperliche Faktoren
4.2.3 Psychosoziale Aspekte
4.3 Mögliche Bewältigungsstrategien von Pflegeführungskräften
4.3.1 Führungsorganisation
4.3.2 Gesundheit
4.3.3 Soziales und Psyche
5 Die Befragung
5.1 Methode
5.2 Umfrage
5.2.1 Fragebogen, Rücklauf
5.2.2 Teilnehmende und ihre Einrichtungen
5.2.3 Ergebnisse
Bewertung der Tätigkeiten
(Fehlende) Ressource Zeit
Freie Angaben zu Belastungsfaktoren
Freie Angaben zu Verbesserungsvorschlägen für die Pflegeausbildung
Freie Angaben zu Zukunftsperspektiven des Pflegeberufs
5.3 Diskussion – Belastungsfaktoren
5.3.1 Umfangreiche Verwaltungsaufgaben
5.3.2 Personalmangel
5.3.3 Kontrollen und Bürokratie
5.3.4 Mängel in der Ausbildung
5.3.5 Kommunikation
5.3.6 Strukturelle Rahmenbedingungen
5.3.7 Arbeit mit Angehörigen
5.4 Diskussion – Bewältigungsmöglichkeiten
5.4.1 Arbeitsplatz
5.4.2 Privatleben, Einstellungen
5.5 Kritische Anmerkungen und Reflexion
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung, Ergebnisse
6.2 Forschungs- und Handlungsbedarf
Die Arbeit untersucht die beruflichen Belastungen von Pflegedienstleitungen in österreichischen Pflegeheimen sowie Möglichkeiten, diese durch gezielte Bewältigungsstrategien und Führungskompetenzen zu reduzieren. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche Erwartungen an diese Führungskräfte gestellt werden, welche Aspekte ihrer Tätigkeit als belastend empfunden werden und wie sie diese Anforderungen bewältigen.
1.1 Situation
Leben und Altern von Menschen hat uns schon immer zum Nachdenken angeregt. So ist das Zitat des römischen Philosophen Seneca noch immer aktuell, obwohl es bereits über 2000 Jahre alt ist: „Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt“ (Leonhardt, 2002, S. 19). Diese Buntheit des Lebens auch im Alter und bei Krankheit zu erhalten, ist für viele Fachkräfte aus der Pflege ein wichtiger Aspekt ihrer Berufstätigkeit. Professionelle Pflege ist mittlerweile fest in der Gesellschaft verankert und Phasen der Krankheit sowie das Alter wesentliche Bestandteile unseres immer länger werdenden Lebens geworden. Waren es in früheren Zeiten Spitäler und Siechenhäuser, in denen Kranke und Alte versorgt wurden, haben heute Krankenhäuser oder Senioren- und Pflegeeinrichtungen diese Aufgabe übernommen.
Vielen Pflegenden ist daran gelegen, den kranken und alternden Personen, für die sie verantwortlich sind, den Alltag „bunt“ zu gestalten und alle Phasen des Lebens mit ihren jeweiligen Bedingungen sowie möglichen Einschränkungen zu genießen. Doch nicht immer sind die Gegebenheiten im Gesundheitswesen förderlich, eine positive Atmosphäre für die zu Pflegenden zu schaffen. Viele Patienten und Patientinnen empfinden die Umgebung und die Professionellen in den Einrichtungen als fremd, viele fühlen sich vermutlich in ihrem Tun und Denken eingeschränkt und fremdbestimmt. Ausstattung und Atmosphäre vieler Einrichtungen sind wenig einladend. Zudem machen ungünstige Arbeitsbedingungen den Dienst für die Fachkräfte dort zu einer anstrengenden Tätigkeit, was die zu Pflegenden mitbekommen und worunter sie nicht selten leiden. Enge Zeitfenster, vielfältige Erwartungen, familien- und gesundheitsunfreundliche Dienstpläne und eine wenig attraktive Bezahlung führen zu Belastungen bei vielen Pflegekräften. Diese Belastungen wirken sich auf die Beziehung zu den Pflegebedürftigen und auf die Gesundheit der Pflegenden aus.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Situation der Pflege in Österreich ein, erläutert das Forschungsinteresse der Autorin und stellt den Aufbau der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise dar.
2 Pflege in Österreich: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Pflege, die aktuelle Situation bezüglich Ausbildung, Finanzierung und Personal sowie die spezifischen Anforderungen an Pflegedienstleitungen.
3 Grundlagen guter Führung: Hier werden theoretische Ansätze zu Werten, Führungskompetenzen, Führungsstilen und der Förderung von Mitarbeitenden im Kontext von Pflegeeinrichtungen behandelt.
4 Die Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die empirische Vorgehensweise und fasst den aktuellen Wissensstand zu Belastungsfaktoren und Bewältigungsstrategien in der pflegewissenschaftlichen Literatur zusammen.
5 Die Befragung: Dieser zentrale Teil beschreibt die Durchführung der Umfrage, präsentiert die Ergebnisse zur Bewertung der Tätigkeiten, den Belastungsfaktoren und diskutiert diese im Abgleich mit der theoretischen Literatur.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, gibt einen Überblick über identifizierte Belastungsfaktoren und Strategien und formuliert weiteren Forschungs- sowie Handlungsbedarf.
Pflegedienstleitung, Österreich, Pflegeheim, Belastungsfaktoren, Führungskompetenzen, Arbeitsorganisation, Personalmangel, Bewältigungsstrategien, Kommunikation, Berufsbelastung, Pflegeberuf, Mitarbeiterführung, Gesundheitswesen, Praxisnähe, Ausbildung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Pflegedienstleitung in österreichischen Pflegeeinrichtungen, insbesondere im Hinblick auf die vielfältigen Anforderungen und Belastungen in diesem speziellen Managementbereich.
Zentrale Themen sind die Arbeitssituation in der österreichischen Pflege, moderne Führungskonzepte, der Umgang mit beruflichen Stressfaktoren und die Notwendigkeit einer praxisorientierten Ausbildung für Führungskräfte.
Das Ziel ist es, die spezifischen Belastungsfaktoren für Pflegedienstleitungen zu identifizieren und zu untersuchen, wie diese Führungskräfte ihre Rolle bewältigen und welche Erwartungen an sie herangetragen werden.
Die Autorin kombiniert eine systematische Literaturrecherche mit einer empirischen qualitativen Untersuchung in Form einer Umfrage unter Pflegedienstleitungen in Kärnten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Führungsgrundlagen und Belastungsfaktoren in der Pflege sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der durchgeführten Befragung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Pflegedienstleitung, Belastungsfaktoren, Führungskompetenzen, Arbeitsorganisation und Personalmangel.
Der Personalmangel wird als einer der kritischsten Belastungsfaktoren identifiziert, der insbesondere bei der Dienstplanung zu hohem Druck auf die Führungskräfte führt.
Ein wesentliches Ergebnis der Umfrage ist der Wunsch nach deutlich mehr Praxisnähe in der Ausbildung, da viele Führungskräfte das Gefühl haben, auf die realen Herausforderungen des Alltags unzureichend vorbereitet zu sein.
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