Diplomarbeit, 2005
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Umsetzung des Wärmeschutzes
2.1 Entwicklung des Wärmeschutzes
2.1.1 Fazit
2.2 Bauzeitstandards
2.3 Entwicklung der Baukonstruktion im 20. Jahrhundert
3. Einleitung
3.1.1 Systematische Darstellung
3.1.2 Fazit
4. Modernisierungsmaßnahmen
4.1 Aktuelle Anforderungen
4.1.1 Anforderungen der EnEV an den Neubau
4.1.2 Anforderungen der EnEV an Bestandsgebäude
4.2 Fördermaßnahmen
4.2.1 Einleitung
4.2.2 KfW- CO2- Gebäudesanierungsprogramm
4.2.3 Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“
4.2.4 KfW- Programm „Wohnraum Modernisieren“
4.2.5 Programm „Energiesparberatung vor Ort“
4.2.6 Marktanreizprogramm (Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien )
4.2.7 Kraft- Wärme- Kopplungsgesetz (KWK- Gesetz)
4.3 Energetische Modernisierungsmaßnahmen
4.3.1 Energetischer Modernisierungsstandard 1a
4.3.2 Energetischer Modernisierungsstandard 1b
4.3.3 Energetischer Modernisierungsstandard 2
4.3.4 Energetischer Modernisierungsstandard 3
4.3.5 Leistungsverzeichnisse
5. Kosten und Nutzen
5.1 Grundlagen der Monatsbilanzberechnung
5.1.1 Anforderungen
5.1.2 Kalkulation der Energieersparnis
5.1.3 Kalkulation der Modernisierungskosten
5.1.4 Grundlagen der Finanzierung
5.2 Bewertung der Maßnahmen
6. Bewertungsprogramm
Die Diplomarbeit untersucht die Wirtschaftlichkeit verschiedener energetischer Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden im Bestand. Ziel ist es, basierend auf historischen Entwicklungen und aktuellen Anforderungen, Verbesserungskonzepte zu entwickeln, deren Kosten zu kalkulieren und ein Bewertungsprogramm zu erstellen, das eine effiziente Analyse von Sanierungsmaßnahmen ermöglicht.
1. Einleitung
In einer Zeit, in der Themen wie Ölpreisentwicklung, Klimawechsel und Umweltkatastrophen immer wieder in den Focus der Öffentlichkeit treten, ist die Frage der Energieeinsparung zum Schutz der Umwelt allgemein präsent. So beanspruchte der Bereich des Wohnungswesens im Jahr 2001 etwa ein Drittel des Gesamtenergieverbrauches Deutschlands für sich [10].
Dabei stammen etwa 74% der Wohngebäude aus der Zeit, (vor 1977) in der keine gesetzlichen Anforderungen, an den baulichen Wärmeschutz gestellt wurden [10]. Dieser spielte in früheren Zeiten beim Wohnungsbau eine eher untergeordnete Rolle. Die Gründe hierfür lagen zum einen an den fehlenden technischen Möglichkeiten, aber auch an der ausreichenden Verfügbarkeit billiger Heizenergie [11].
Unweigerlich vollzieht sich an den Bestandsgebäuden durch Alterungs- und Abnutzungserscheinungen, ein unentwegter Instandsetzungsprozess. Ausgehend von einer heute üblichen Lebenszeit eines Gebäudes von 80-100 Jahren, kann man etwa von drei bis vier Instandsetzungsmaßnahmen der besonders beanspruchten Bauteile, wie Dächern, Fenstern oder Türen ausgehen [10].
Hier setzt die Thematik dieser Diplomarbeit an, die den Aspekt der Wirtschaftlichkeit verschiedener energetischer Modernisierungsmaßnahmen untersucht.
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Notwendigkeit energetischer Sanierungen im Wohnungsbestand angesichts steigender Energiepreise und Umweltaspekten und umreißt die methodische Herangehensweise zur Untersuchung der Wirtschaftlichkeit.
2. Umsetzung des Wärmeschutzes: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung normativer Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz im 20. Jahrhundert und definiert fünf charakteristische Bauzeitstandards.
3. Einleitung: (Hinweis: Identischer Titel im Original) Fokus auf die konstruktiven Besonderheiten der Bauperioden des 20. Jahrhunderts und deren systematische Darstellung zur Ableitung von Sanierungsstrategien.
4. Modernisierungsmaßnahmen: Detaillierte Darstellung geltender Anforderungen (EnEV), verfügbarer Förderprogramme des Bundes sowie Definition spezifischer energetischer Modernisierungsstandards.
5. Kosten und Nutzen: Darstellung der methodischen Grundlagen zur Bilanzierung, Kostenkalkulation und Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen anhand eines exemplarischen Einfamilienhauses.
6. Bewertungsprogramm: Beschreibung des entwickelten Bewertungsprogramms zur schnellen Einschätzung von Gebäudezuständen und Sanierungsoptionen basierend auf dem Monatsbilanzverfahren.
Wärmeschutz, Energieeinsparung, Bestandsgebäude, Wirtschaftlichkeit, Modernisierungsmaßnahmen, EnEV, KfW-Förderung, Bauzeitstandards, Monatsbilanzverfahren, U-Wert, Heizenergie, Altbausanierung, Klimaschutz, Gebäudesanierung, Kostenkalkulation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der energetischen Modernisierung von Bestandsgebäuden und untersucht, wie energetische Sanierungen unter Berücksichtigung von Kosten, Nutzen und Fördermöglichkeiten wirtschaftlich umgesetzt werden können.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Wärmeschutzes, aktuelle gesetzliche Anforderungen (EnEV), technische Sanierungsmöglichkeiten, Förderprogramme sowie die ökonomische Bewertung der Maßnahmen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Bewertungsprogramms, das es ermöglicht, mit wenigen Eingaben schnell die Wirtschaftlichkeit von Komplett- oder Einzelmodernisierungen an Bestandsgebäuden zu berechnen.
Die methodische Grundlage bildet das Monatsbilanzverfahren zur energetischen Bewertung, ergänzt durch Leistungsverzeichnisse zur Kostenermittlung sowie die Anwendung gängiger Normen wie der DIN 4108 und DIN 4701-10.
Im Hauptteil stehen die verschiedenen energetischen Standards, die Erstellung von Leistungsverzeichnissen für spezifische Modernisierungsmaßnahmen sowie die detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse und Finanzierungsgrundlagen im Vordergrund.
Wärmeschutz, Wirtschaftlichkeit, EnEV, Altbausanierung, Energieeinsparung, Gebäudesanierung und Amortisation.
Das Programm dient als zentrale Basisfinanzierung für umfangreiche Sanierungen und wird methodisch in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen der verschiedenen Sanierungsstandards einbezogen.
Die Einteilung in fünf Bauzeitstandards hilft dabei, die Bausubstanz und die typischen Konstruktionsweisen historischer Gebäude objektiv zu bewerten, da jedes Baualter spezifische konstruktive Gegebenheiten aufweist.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass mit zunehmenden energetischen Anforderungen die Wirtschaftlichkeit ohne entsprechende Fördermittel schwieriger zu erreichen ist, und hebt die Bedeutung des Wohn- und Verkaufswerts als weiteren Nutzenfaktor hervor.
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