Diplomarbeit, 2005
52 Seiten, Note: 1,7
1 ZUSAMMENFASSUNG
2 EINLEITUNG
3 HINTERGRUND
3.1 AIDS-Beratungsstelle
3.2 HIV und AIDS
3.2.1 HIV und AIDS in der Historie
3.2.2 Infektionswege des HIV
3.2.3 Infektionswahrscheinlichkeit
3.2.4 HIV international
3.2.4.1 HIV-Infektionen weltweit
3.2.4.2 Derzeitige Entwicklung von HIV in Osteuropa und Zentralasien
3.2.5 HIV in Deutschland
3.2.5.1 Infektionsepidemiologische Erfassung von HIV-Infektionen in Deutschland
3.2.5.2 Aktueller Datenstand
3.2.5.3 HIV-Infizierte nach Risikogruppen in Deutschland
4 VORGEHEN UND METHODE
4.1 Ort und Zeitraum der Erhebung
4.2 Fragestellung und Ziel
4.3 Ablauf des Tests
4.3.1 Die Fragebogenvariablen
4.3.2 Das HIV-Testverfahren
4.4 Datenerhebung und Auswertung
4.4.1 Schema der Einteilung der Infektionsrisiken
5 ERGEBNISSE
5.1 Inanspruchnahme des HIV-Testangebots
5.1.1 Verteilung nach Infektionsrisiken
5.1.2 Verteilung der Partnerinnen und Partner der getesteten Personen mit Infektionsrisiko HETERO nach Infektionsrisiko
5.1.3 Anteil der Partnerinnen und Partner aus HPL der untersuchten Personen mit Infektionsrisiko HETERO stratifiziert nach Jahr des HIV-Tests
5.2 Verwendung von Kondomen
5.3 Ergebnisse des HIV-Tests
5.3.1 HIV-Testergebnisse nach Alter, Geschlecht und Wohnort
5.3.2 HIV-Testergebnisse nach Infektionsrisiko der Klienten
5.3.3 Verwendung von Kondomen bei Männern mit positivem HIV Antikörpertest
5.3.4 Risikovergleich MSM mit heterosexuellen Klienten
6 DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNG
6.1 Personen aus HPL und die Bedeutung für die HIV-Prävention in Deutschland
6.2 Kondomgebrauch im Kontext von aktuellen Entwicklungen in Deutschland
6.3 Interpretation des Relativen Risikos (RR)
6.4 Schlussbemerkung
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, das Klientenspektrum der AIDS-Beratungsstelle Wiesbaden im Zeitraum von 1996 bis 2004 zu analysieren, die Inanspruchnahme des Testangebots zu evaluieren und die Verteilung der HIV-Risikogruppen sowie die Infektionsrisiken der Sexualpartner heterosexueller Klienten detailliert darzustellen.
3.2.1 HIV und AIDS in der Historie
Im Laufe des Jahres 1980 traten schwerpunktmäßig in Los Angeles, New York und San Francisco ungewöhnliche Krankheitsverläufe auf, die es in dieser Form vorher nicht gegeben hatte. Die Betroffenen litten unter anderem an dem Kaposi-Sarkom und einer speziellen Lungenentzündung, der Pneumocystis-carinii-Pneumonie. Es waren ausschließlich homosexuelle Männer betroffen. Schon recht früh wurde eine erworbene Immunschwächeerkrankung für die wahrscheinlichste Ursache in Betracht gezogen [2]. Es zeigte sich, dass neben Homosexuellen vorwiegend Drogenabhängige, Empfänger von Blut und Blutprodukten und Kleinkinder von erkrankten Müttern betroffen waren.
Dies führte 1982 zu der Vermutung, dass der Auslöser der neuen Erkrankung ein sexuell und parenteral übertragbarer Erreger sei.
Im Jahr 1983 isolierten der französische Wissenschafter Luc Montagnier und sein Team einen Virus, bei dem sie die Ursache für die Immunschwächeerkrankung vermuteten [3]. Eine kausale Beziehung zwischen dem Virus und der Erkrankung AIDS wurde kurze Zeit später postuliert.
HIV wird unterteilt in den weltweit vorkommenden Stamm HIV-1 mit den Subtypen A bis I sowie O, und den Stamm HIV-2. Während HIV-1 inzwischen weltweit verbreitet ist, kommt HIV-2 hauptsächlich in Westafrika vor [4].
Im Dezember 2004, wurde bei einem homosexuellen Mann aus New York eine Infektion mit einem sehr aggressiven HI-Virus mit rasch fortschreitendem Krankheitsverlauf diagnostiziert.
1 ZUSAMMENFASSUNG: Bietet einen Überblick über den Hintergrund, die angewandte Methodik, die zentralen Ergebnisse der Datenanalyse sowie die Diskussion der Resultate zur HIV-Epidemiologie.
2 EINLEITUNG: Stellt die Historie der AIDS-Beratungsstelle Wiesbaden dar und definiert das Ziel der vorliegenden Untersuchung zur Kategorisierung der Daten von 1996 bis 2004.
3 HINTERGRUND: Erläutert die Arbeit der Beratungsstelle sowie die Grundlagen der Infektionskrankheit HIV/AIDS, inklusive epidemiologischer Entwicklungen international und in Deutschland.
4 VORGEHEN UND METHODE: Beschreibt den Erhebungszeitraum, den Ablauf des anonymen Testangebots, die verwendeten Fragebogenvariablen und das statistische Auswertungsverfahren.
5 ERGEBNISSE: Präsentiert die empirischen Daten zur Inanspruchnahme des Beratungsangebots, zum Kondomgebrauch und zu den Ergebnissen der HIV-Tests unter Berücksichtigung verschiedener Risikogruppen.
6 DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNG: Bewertet die Ergebnisse im Kontext aktueller HIV-Präventionsstrategien und leitet Empfehlungen für die zukünftige Arbeit ab.
HIV, AIDS, AIDS-Beratungsstelle, Gesundheitsamt Wiesbaden, Epidemiologie, Infektionsrisiko, Kondomgebrauch, Testangebot, Prävention, MSM, heterosexuelle Kontakte, Hochprävalenzländer, HIV-Test, Antikörpertest, Infektionswege.
Die Arbeit analysiert Daten von 7.241 Personen, die zwischen 1996 und 2004 das HIV-Testangebot der AIDS-Beratungsstelle am Gesundheitsamt Wiesbaden in Anspruch genommen haben, um ein detailliertes epidemiologisches Bild zu erhalten.
Die zentralen Themen sind die Inanspruchnahme des HIV-Testangebots, die Verteilung der Infektionsrisiken (MSM, Hetero, HPL etc.), der Kondomgebrauch der Klienten sowie die HIV-Testergebnisse.
Das Ziel ist eine aktuelle und evaluierte Darstellung des epidemiologischen Geschehens bezüglich HIV in Wiesbaden sowie die Untersuchung des Klientenspektrums und der spezifischen Infektionsrisiken, insbesondere bei Partnern heterosexueller Klienten.
Es handelt sich um eine retrospektive Analyse erhobener Daten, die mittels Fragebögen gesammelt und anschließend elektronisch mit den Programmen Epi-Info 3.3 und SPSS 10.1.4 ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des HIV-Hintergrunds, eine detaillierte methodische Beschreibung und die umfangreiche Präsentation der Testergebnisse und deren statistische Auswertung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie HIV-Epidemiologie, Beratungsstelle Wiesbaden, Infektionsrisiken, Kondomgebrauch und HIV-Prävention charakterisieren.
Die Arbeit zeigt eine signifikante Zunahme der Sexualkontakte zwischen in Wiesbaden getesteten Personen und Partnern aus Hochprävalenzländern (HPL), was die Relevanz dieser Gruppe für die lokale HIV-Prävention unterstreicht.
Der Autor stellt ein fast 21-fach erhöhtes Risiko für HIV-Infektionen bei MSM im Vergleich zu heterosexuellen Männern in der untersuchten Population fest, warnt jedoch vor einer kausalen Überinterpretation aufgrund der spezifischen, nicht repräsentativen Klientel.
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