Fachbuch, 2018
49 Seiten
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Fragestellung
1.3 Ziel dieser Arbeit
1.4 Methodik
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Berührung
2.2 Intention
2.3 Psychiatrische Pflege
2.4 Person-zentriert
3 Berührung
3.1 Bedeutung der Berührung
3.2 Berührungsqualität
3.3 Berührungsformen
3.3.1 Funktionale Berührung
3.3.2 Affektive Berührung
3.3.3 Protective Touch
3.4 Pflegerelevante Berührungsmodelle
3.4.1 Psychotonik
3.4.2 Respectare
3.4.3 Basale Stimulation
3.4.4 Atemstimulierende Einreibung (ASE)
3.5 Berührung in der Pflege
3.6 Berührung und ihre Auswirkung
3.7 Nähe und Distanz
3.8 Berührung bei Patienten mit Migrationshintergrund
4 Berührung in der psychiatrischen Pflege
4.1 Möglichkeiten und Grenzen
4.2 Anorexia nervosa
4.2.1 Definition
4.2.2 Ätiologie
4.2.3 Körperbezogene Interventionen und Anorexia nervosa
4.3 Demenz
4.3.1 Definition
4.3.2 Ätiologie
4.3.3 Berührung und Demenz
5 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die elementare Bedeutung zwischenmenschlicher Berührung für das Wohlbefinden von Patienten und analysiert deren Anwendungsmöglichkeiten sowie Wirkungsweisen im pflegerischen Kontext, insbesondere unter Berücksichtigung der psychiatrischen Pflege.
Fallbeispiel
Im Zuge meiner Praktika lag ein wichtiger Schwerpunkt meines Interesses in der Beobachtung meiner erfahrenen Kollegen. Nicht nur, um pflegerelevante Griffe und Kniffe zu erlernen und mir meine Arbeit so eventuell etwas zu erleichtern, sondern auch um beobachten zu können, wie sie die Bindung zu ihnen eigentlich fremden Menschen aufbauen und pflegen.
Eine für mich besonders prägende Erfahrung durfte ich dabei auf einer meiner letzten Praktikumsstationen machen:
Direkt an meinem ersten Tag wurde Herr M. bei uns aufgenommen. Zuvor noch gut stockmobil und in einem für 88 Jahre äußerst guten Allgemeinzustand kam der Patient vom Krankenhaus zur stationären Aufnahme. Herr M. hatte bei einem Sturz eine sich kontinuierlich ausbreitende Gehirnblutung erlitten und war in schlechter Verfassung. Eine Claviculafraktur und massive Hämatombildungen auf der linken Körperseite machten jede Pflegetätigkeit zu einer wahren Tortur für ihn. Erschwerend hinzu kam eine Aspirationspneumonie, die letztlich Anlass gab, ihm eine Nasogastralsonde zu legen.
Während der ersten drei Wochen seines Aufenthaltes durfte ich Herrn M. kein einziges Mal wach erleben. Er war durchgehend somnolent und nahm auch keinen Augenkontakt zu uns auf. Lediglich bei Positionierungswechseln zeigt er überhaupt Reaktion auf uns… leider nur in Form entschiedener Abwehrhaltung bis hin zur Aggression.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Berührung als humanistischen Aspekt der Pflege vor und erläutert den Aufbau, das Ziel sowie die methodische Vorgehensweise der Literaturrecherche.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie Berührung, Intention, psychiatrische Pflege und Person-zentrierung für ein einheitliches Verständnis definiert.
3 Berührung: Dieses Kapitel behandelt die existenzielle Bedeutung von Berührung, deren Qualitäten, Formen und verschiedene Modelle wie Psychotonik oder Basale Stimulation, sowie Aspekte der Nähe, Distanz und transkulturelle Besonderheiten.
4 Berührung in der psychiatrischen Pflege: Hier werden die spezifischen Möglichkeiten und Grenzen der Berührung in der Psychiatrie beleuchtet und beispielhaft an den Krankheitsbildern Anorexia nervosa und Demenz vertieft.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit, bewusste Berührung als festen Bestandteil in den Pflegealltag zu integrieren.
Berührung, körperbezogene Interventionen, Respectare, Psychotonik, ASE, Basale Stimulation, Pflege, Patientenwohlbefinden, psychiatrische Pflege, Anorexia nervosa, Demenz, Nähe, Distanz, nonverbale Kommunikation, transkulturelle Pflege
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung bewusster Berührung im professionellen Pflegealltag und deren Einfluss auf das Wohlbefinden der Patienten.
Die zentralen Themen sind die wissenschaftlichen Grundlagen der Berührung, pflegerelevante Berührungsmodelle, ethische Aspekte von Nähe und Distanz sowie spezifische Anwendungen in der psychiatrischen Pflege.
Das Ziel ist es, das Verständnis für die essenzielle Rolle von Berührung in der Pflege zu vertiefen, methodische Ansätze vorzustellen und das Bewusstsein für eine respektvolle und gezielte Berührung zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer vertieften Literaturanalyse unter Nutzung fachspezifischer Bibliotheken und wissenschaftlicher Datenbanken wie Google Scholar.
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung und Qualität von Berührungen, stellt verschiedene Modelle vor, geht auf transkulturelle Herausforderungen ein und diskutiert den Einsatz bei psychiatrischen Erkrankungen wie Magersucht und Demenz.
Zu den wesentlichen Begriffen gehören Berührung, Psychotonik, Basale Stimulation, körperbezogene Interventionen, Person-zentrierung, psychiatrische Pflege und Patientenwohlbefinden.
Die Psychotonik wird als besonders wertvoll hervorgehoben, da sie ohne zusätzliches Erlernen komplexer Techniken durch eine bewusste innere Haltung und Zuwendung die Berührungsqualität verbessert.
Berührung kann bei Demenzpatienten mittels Ansätzen wie der Timalation, dem Entspannen oder dem Halten Sicherheit, Kontakt und Wohlbefinden vermitteln, auch wenn kognitive Fähigkeiten bereits stark eingeschränkt sind.
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