Diplomarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 1,7
1 Hintergrund
2 Zur Bedeutung von Schutzimpfungen
2.1 Rechtliche Bestimmungen
2.2 Wirkung von Impfstoffen
2.2.1 Aktive Immunisierung
2.2.2 Passive Immunisierung
2.2.3 Simultanimpfung
2.3 Impfrisiken und Nebenwirkungen
2.4 Ökonomische Relevanz
3 Die heutige Rolle der „Kinderkrankheiten“
3.1 Krankheitsbild und Vorkommen in Kürze
3.1.1 Masern
3.1.2 Mumps (Ziegenpeter)
3.1.3 Röteln
3.1.4 Diphtherie
3.1.5 Tetanus (Wundstarrkrampf)
3.1.6 Poliomyelitis (Kinderlähmung)
3.1.7 Pertussis (Keuchhusten)
3.1.8 Hepatitis B (Leberentzündung)
3.1.9 Haemophilus influenzae Typ b
4 Die gesundheitliche Lage in Deutschland
4.1 Impf- und Erkrankungsraten in Deutschland
4.1.1 MMR-Impfraten
4.1.2 Impfraten gegen D, T, aP, IPV, Hib und Hep B
4.1.3 Erkrankungsraten der „Kinderkrankheiten“
4.1.4 Saisonale Unterschiede
5 Die gesundheitliche Lage in Hamburg
5.1 Durchimpfungsraten
5.2 Erkrankungsraten der „Kinderkrankheiten“
6 Die gesundheitliche Lage in Europa
6.1 Impf- und Erkrankungsraten in den ausgewählten Nationen
6.1.1 MMR-Impfraten
6.1.2 Impfraten gegen DTaP, Polio, Hib und Hep B
6.1.3 MMR-Erkrankungsraten
6.1.4 Erkrankungsraten der übrigen sechs „Kinderkrankheiten“
7 Diskussion und Empfehlungen
Ziel der Arbeit ist es, die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf impfpräventable „Kinderkrankheiten“ in Hamburg, Deutschland und im europäischen Vergleich zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese übertragbaren Krankheiten trotz verfügbarer Schutzimpfungen noch ein Risiko für die Gesellschaft darstellen.
3.1.4 Diphtherie
Diphtherie ist eine bakterielle, oft lebensbedrohliche Tröpfcheninfektion, die durch das toxinbildende Corynebacterium diphtheriae, ausgelöst wird. Der Erreger infiziert die Haut und die Schleimhäute. Am häufigsten ist die so genannte Rachendiphtherie. Sie führt zu Halsschmerzen, Fieber und Schwellung der Halslymphknoten. Als Folge der Giftwirkung können Herzmuskelentzündungen und Lähmungen Leber- und Nierenfunktionsstörungen auftreten [38].
Vorkommen: Bei einer regionalen Epidemie in der GUS erkrankten 1995 insgesamt ca. 50.000 Menschen. In Deutschland sank die Erkrankungszahl 1958 unter 10.000, erst 1964 unter 1.000. In den 50er Jahren starben noch 4.302, in den 60er Jahren noch 273 Menschen an Diphtherie. Seit 1984 werden durch hohe Impfraten im Kindesalter nur noch Einzelfälle durch Meldung erfasst. 1995 gab es zwei und 1997 einen tödlichen Erkrankungsfall [39].
1 Hintergrund: Einführung in die Thematik der „Kinderkrankheiten“ und Darstellung der Bedeutung von Schutzimpfungen für die globale Gesundheitsentwicklung.
2 Zur Bedeutung von Schutzimpfungen: Erläuterung der Wirksamkeit von Impfstoffen, rechtlicher Rahmenbedingungen in Deutschland sowie der ökonomischen Aspekte von Präventionsmaßnahmen.
3 Die heutige Rolle der „Kinderkrankheiten“: Definition und kurze Beschreibung der Krankheitsbilder sowie des Vorkommens der neun relevanten Infektionskrankheiten.
4 Die gesundheitliche Lage in Deutschland: Detaillierte Analyse der Durchimpfungs- und Erkrankungsraten in Deutschland, differenziert nach Altersgruppen und Impfstoffen.
5 Die gesundheitliche Lage in Hamburg: Regionaler Fokus auf die Impfsituation und Erkrankungshäufigkeiten bei Kindern und Jugendlichen in der Hansestadt.
6 Die gesundheitliche Lage in Europa: Vergleichende Betrachtung der Impfstrategien und epidemiologischen Daten in sechs ausgewählten europäischen Nationen.
7 Diskussion und Empfehlungen: Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Datenlücken und Ableitung von Empfehlungen für eine effektivere Impfprävention.
Kinderkrankheiten, Schutzimpfungen, Impfraten, Durchimpfungsgrad, WHO, Infektionskrankheiten, Masern, Hepatitis B, Deutschland, Hamburg, Europa, Prävention, Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Impfstoff.
Die Arbeit untersucht die gesundheitliche Relevanz von sogenannten „Kinderkrankheiten“ wie Masern, Mumps oder Diphtherie und bewertet deren Gefährdungspotenzial für die moderne Gesellschaft.
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit von Impfprogrammen, die Analyse von Impf- und Erkrankungsraten, der Vergleich unterschiedlicher nationaler Gesundheitssysteme sowie die Identifikation von Impflücken.
Das primäre Ziel ist die Darstellung der aktuellen gesundheitlichen Situation in Hamburg, Deutschland und Europa, um den Erfolg und die Notwendigkeit von Impfmaßnahmen zur Erreichung der WHO-Eliminierungsziele zu evaluieren.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Sekundärdaten, epidemiologischen Berichten, nationalen Statistiken (SurvStat) und Daten der WHO-Datenbank „Gesundheit für alle“ (HFA-DB).
Im Hauptteil werden die Impf- und Erkrankungsdaten für Deutschland, Hamburg und ausgewählte europäische Länder detailliert dargestellt und hinsichtlich ihrer Erreichung der Impfziele kritisch diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Impfprävention, Durchimpfungsraten, öffentliche Gesundheit, Epidemiologie und das Ziel der Krankheitselimination geprägt.
Die Unterschiede entstehen durch variierende Abrechnungsmodalitäten, uneinheitliche regionale Impfstrategien und unterschiedliche historische Rahmenbedingungen (z.B. Impfpflicht in der ehemaligen DDR vs. Freiwilligkeit in den alten Bundesländern).
Hamburg dient als Fallbeispiel für einen regionalen Ausschnitt, wobei die Arbeit die dortigen Defizite bei der Datenerfassung und die spezifischen Herausforderungen bei der Erreichung von Jugendlichen und Kleinkindern hervorhebt.
Schulen werden als entscheidende Plattformen identifiziert, um Informationen zu vermitteln und durch gezielte Kampagnen den Impfstatus von Jugendlichen zu kontrollieren und zu verbessern.
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