Bachelorarbeit, 2017
88 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellung
1.3 Methoden und Material
1.4 Vorliegende Studien
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Informationen
2.1 Epidemiologie und demografischer Wandel
2.2 Selbstbestimmung
2.3 Begriff der Vorsorgevollmacht
2.3.1 Zweck und Wesen der Vorsorgevollmacht
2.3.2 Innen- und Außenverhältnis
2.3.3 Betroffener Personenkreis und zugrundeliegende Krankheitsbilder
2.3.4 Voraussetzung der Vorsorgevollmacht
2.3.5 Auswahl Bevollmächtigter
2.3.6 Aufgabenkreise
2.3.6.1 Vermögenssorge
2.3.6.2 Gesundheitssorge
2.3.6.3 Aufenthaltsbestimmung und Unterbringung
2.3.6.4 Sonstige Angelegenheiten
2.3.7 Wirksamkeitsbedingungen
2.3.8 Kosten der Vorsorgevollmacht
2.3.9 Abgrenzung zur Patientenverfügung
2.3.10 Abgrenzung zur Betreuungsverfügung
2.3.11 Formvorschriften der Vorsorgevollmacht
2.3.12 Aufbewahrung, Hinterlegung und Mitteilung
2.4 Rechtliche Betreuung
2.4.1 Betreuerbestellung
2.4.2 Betreuerauswahl
2.4.3 Betreuer: Pflichten, Rechte und Aufgaben
2.4.4 Grenzen der rechtlichen Handlungsbefugnisse
3 Darstellung der Teilnehmer der Befragung
4 Empirische Untersuchung zu möglichen Hindernissen bei der Vorsorge
4.1 Auswertung Fragebogen Teil 1
4.2 Auswertung Fragebogen Teil 2
4.3 Auswertung Fragebogen Teil 3
4.4 Übergreifende Auswertungen
4.5 Ergebnisse und Diskussion
4.5.1 Diskussion Teilfrage 1
4.5.2 Diskussion Teilfrage 2
4.5.3 Diskussion Teilfrage 3
4.5.4 Diskussion Teilfrage 4
5 Entwicklung einer Handlungsanleitung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hindernisse, die eine Erstellung einer Vorsorgevollmacht verhindern, und ermittelt unter welchen Bedingungen sich die Bevölkerung eher zur Erstellung einer solchen Verfügung bereit erklären würde.
Innen- und Außenverhältnis
Speziell von einer Vorsorgevollmacht spricht man, wenn die künftige Hilfsbedürftigkeit des Betroffenen der Anlass für eine Vollmachtserteilung ist (Rudolf et al. 2015, S. 6). Denn für die Wirksamkeit einer Vollmacht nach § 166 BGB ist es unerheblich, welcher Anlass oder welches Motiv der Erteilung der Vollmacht zu Grunde liegen. „Wurde eine Vorsorgevollmacht erteilt, sind zwei Rechtsverhältnisse zu unterscheiden“ (Ramstetter/Hecker 2017, S. 20).
Burchardt betont durch das abstrakte Wirken der Vollmacht die Notwendigkeit, „... im Innenverhältnis die Rechte und Pflichten des Bevollmächtigten festzulegen, wodurch der Vollmachtnehmer grundsätzlich an die Wünsche des Vollmachtgebers gebunden ist (Burchardt 2010, S. 40). Das wird Innenvollmacht genannt, weil die eigentliche Bevollmächtigung dem Bevollmächtigten gegenüber erklärt wird. Es regelt und festigt die Rechtsbeziehung zwischen dem Bevollmächtigten und dem Vollmachtgeber (Abbildung 2). Es entsteht ein Auftragsverhältnis nach den §§ 662 ff. BGB mit Erteilung der Vollmacht. „Wird die Vorsorgevollmacht entgeltlich geführt, liegt ein Geschäftsbesorgungsvertrag nach § 675 BGB zugrunde“ (Ramstetter/Hecker 2017, S. 21).
Von Außenvollmacht spricht man, wenn gegenüber dem Dritten die Bevollmächtigung erklärt wird, zum Beispiel einer Bank.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise und den Aufbau der Arbeit.
2 Informationen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zum demografischen Wandel, dem Selbstbestimmungsrecht und den rechtlichen Aspekten der Vorsorgevollmacht sowie der rechtlichen Betreuung vermittelt.
3 Darstellung der Teilnehmer der Befragung: Dieses Kapitel beschreibt die demografische Zusammensetzung der für die Studie befragten Personengruppe.
4 Empirische Untersuchung zu möglichen Hindernissen bei der Vorsorge: Hier werden die Ergebnisse der drei Fragebogenteile ausgewertet, grafisch dargestellt und im Hinblick auf die Forschungsfragen diskutiert.
5 Entwicklung einer Handlungsanleitung: In diesem Abschnitt wird basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen ein Konzept für eine digitale Vorsorgelösung entwickelt.
6 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der Vorsorgevollmacht für die Sicherung der Selbstbestimmung im Krankheitsfall.
Vorsorgevollmacht, Selbstbestimmung, rechtliche Betreuung, Patientenverfügung, demografischer Wandel, Betreuungsrecht, digitale Vorsorge, Bürgerportal, Vorsorgeregister, Betreuungsverfügung, Vorsorgehemmnisse, Bevollmächtigung, Rechtsfähigkeit, Handlungsfähigkeit, Online-Vorsorge
Die Arbeit untersucht, warum viele Menschen trotz der Möglichkeiten zur Vorsorge keine Vorsorgevollmacht erstellen, und analysiert, welche Maßnahmen die Erstellungsbereitschaft erhöhen könnten.
Die Arbeit verknüpft rechtliche Grundlagen des Betreuungsrechts und der Vorsorgevollmacht mit einer empirischen Erhebung zu Barrieren und dem Potenzial digitaler Verwaltungslösungen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wo die Hindernisse für die Erstellung einer Vorsorgevollmacht liegen und unter welchen Bedingungen die Bevölkerung bereit wäre, eine solche zu verfassen.
Der Autor führt eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens durch, um Daten über die Gründe gegen die Vorsorgeerstellung zu sammeln.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil zu rechtlichen Rahmenbedingungen und einen empirischen Teil, der die Hindernisse der Zielgruppe statistisch analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vorsorgevollmacht, Selbstbestimmung, rechtliche Betreuung und digitale Vorsorgelösungen charakterisiert.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass ein zentrales, geschütztes Online-Portal zur Erstellung und Verwaltung von Vorsorgevollmachten das am höchsten bewertete Argument für eine künftige Erstellung ist.
Die Studie deutet darauf hin, dass ein niedrigerer Bildungsstand oft mit einem größeren Informationsdefizit bezüglich der Konsequenzen bei fehlender Vollmacht korreliert.
Viele Befragte gehen fälschlicherweise davon aus, dass Angehörige im Notfall automatisch rechtlich entscheidungsbefugt sind, was eines der Haupthindernisse für die aktive Erstellung einer Vorsorgevollmacht darstellt.
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