Bachelorarbeit, 2018
127 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Hypothese
2.1 Hypothesenbildung im Bezug zum Messinstrument Oxytocin
2.2 Hypothesenbildung in Bezug auf das Messinstrument Burnout Screening-Skala
3 Aspekte der Methodenwahl
4 Erläuterung von Shiatsu
4.1 Derzeitiger Forschungsstand zu Shiatsu im Kontext moderner Wissenschaft
4.2 Die geschichtliche Entwicklung und Definition von Shiatsu
4.3 Grundlegende Techniken einer Shiatsu–Anwendung nach Shizuto Masunaga
4.3.1 Ablauf einer Shiatsu-Anwendung
4.3.2 Die Berührung aus dem Blickwinkel einer Shiatsu-Anwendung
5 Erläuterung von Stress
5.1 Derzeitige Forschungen zu Stress
5.2 Die wissenschafts- und gesellschaftsgeschichtliche Entwicklung um das Thema Stress
5.3 Stressoren und ihre Wirkung
5.4 Hormonelle Stress-Reaktionsmuster
5.4.1 Aktivierende Stressachsen
5.4.2 Inhibitorische Wirkung von Oxytocin bei Stress
6 Erläuterung von Oxytocin
6.1 Derzeitige Forschungen zu Oxytocin
6.2 Das Oxytocin-System
6.2.1 Zusammensetzung, Bildungs- und Ausschüttungsmechanismen von Oxytocin
6.2.2 Oxytocinrezeptoren
6.2.3 Geschlechtsspezifischer Einfluss auf das Oxytocin-System
6.3 Messung des peripheren Oxytocins
6.3.1 Besonderheit bei der Messung von Oxytocin mit Immunoassay
6.3.2 Untersuchungsmaterial
7 Erläuterung Burnout-Screening-Skala BOSS II
8 Studiendesign
8.1 Umsetzung der Erhebung
8.1.1 Umsetzung der Erhebung in Bezug auf die Speichelgewinnung, Lagerung, Transport und Messmethode
8.1.2 Umsetzung der Erhebung in Bezug auf den Fragebogen BOSS II
8.1.3 Umsetzung der Erhebung in Bezug auf die Shiatsu–Anwendung
8.2 Ethische Aspekte
9 Ergebnisse der Datenanalyse
9.1 Datenanalyse von Geschlecht und Alter
9.2 Datenanalyse der Oxytocin-Werte
9.3 Datenanalyse der Fragebogenerhebung BOSS II
10 Analyse der Datenerhebung im Kontext wissenschaftlicher Standards
11 Fazit der Pilot-Studie
11.1 In Bezug auf die Geschlechter- und Altersverteilung der Pilot-Studie
11.2 In Bezug auf die Oxytocin-Erhebung der Pilot-Studie
11.3 In Bezug auf die Fragebogenerhebung mit BOSS II der Pilot-Studie
11.4 In Bezug auf die Fragestellung: „Hat Shiatsu einen positiven Einfluss auf die Stressverarbeitung?“
12 Ausblick
12.1 In Bezug auf Studien im Bereich Shiatsu
12.2 In Bezug auf die Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse in der Shiatsu-Praxis
13 Finanzierung der Studie.
14 Interessenkonflikt
Die Arbeit untersucht in einer Pilot-Studie, ob Shiatsu einen positiven Einfluss auf die Stressverarbeitung von Probanden hat. Dabei wird analysiert, ob eine Shiatsu-Anwendung messbare physiologische Veränderungen sowie eine subjektive Reduktion von Stresssymptomen bewirken kann.
Die Berührung aus dem Blickwinkel einer Shiatsu-Anwendung
Der Körperkontakt bei einer Shiatsu-Anwendung unterscheidet sich von anderen manuellen Therapien. Ein großer Teil der manuellen Therapien beruht auf der haptischen Stimulation im Sinne von Emil von Skramlik: „[…] die kombinierten Leistungen des Druck- und Kraftsinnes […]“ und dem Prinzip der Massage. Diese ist gekennzeichnet durch „[...] streichen, reiben, kneten usw.“ Dies sind Techniken, die bei einer Shiatsu-Anwendung nicht ausgeübt werden.
Durch die Arbeitstechnik des entspannten Anlehnens, durch die Nutzung der Schwerkraft und des Körpergewichts des Shiatsu-Praktikers entsteht eine spezifische Art des Körperkontakts. Dies ist im Sinn von Berührung und ihrer Ableitung „in Bewegung bzw. in innere Bewegung versetzen“ zu definieren.
Die Berührung bzw. die Berührungswahrnehmung, wie der Tastsinn in der psychologischen Forschung genannt wird, umfasst ein komplexes System von Reaktionen und Rückkopplungen auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene. Das Thema Berührung in „Shiatsu“ im Kontext dieser Pilot-Studie „einfach“ erklären zu wollen, stößt schnell an Grenzen. Grunwald und Beyer beschreiben es folgendermaßen:
[…] dass eindimensionale Ansätze sowohl bei Forschern als auch Anwendern schnell zu Ernüchterung führen. Selbst relativ eng umgrenzte Problemstellungen zur haptischen Wahrnehmung berühren schon nach kurzem das gesamte Wahrnehmungs- und Verarbeitungssystem des Menschen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert Stress als Bestandteil des Lebens und führt die Notwendigkeit ein, durch Methoden wie Shiatsu präventiv zur Stressverarbeitung beizutragen.
2 Hypothese: Es werden fünf Hypothesen aufgestellt, die den positiven Einfluss von Shiatsu auf den Oxytocin-Spiegel und das Stressempfinden (gemessen mit BOSS II) formulieren.
3 Aspekte der Methodenwahl: Die Wahl von Oxytocin und der BOSS II Skala wird als geeignete Kombination begründet, um sowohl physiologische als auch subjektive Stressparameter zu erfassen.
4 Erläuterung von Shiatsu: Dieses Kapitel definiert Shiatsu im Kontext der Wissenschaft, beleuchtet seine Geschichte und beschreibt spezifische Techniken sowie die Bedeutung der Berührung.
5 Erläuterung von Stress: Stress wird als nichtspezifische Reaktion definiert und die hormonellen Mechanismen (SNA und HPA-Achse) werden im Detail erläutert.
6 Erläuterung von Oxytocin: Die physiologischen Grundlagen, die Ausschüttungsmechanismen und die Bedeutung des Hormons für das Wohlbefinden werden wissenschaftlich fundiert.
7 Erläuterung Burnout-Screening-Skala BOSS II: Das Instrument zur Erfassung körperlicher, kognitiver und emotionaler Belastungen wird vorgestellt und seine Eignung für die Studie begründet.
8 Studiendesign: Die methodische Umsetzung, Teilnehmerakquise und das Setting der Shiatsu-Anwendungen in dieser Pilot-Studie werden detailliert beschrieben.
9 Ergebnisse der Datenanalyse: Die erhobenen Daten zu Probanden, Oxytocin-Werten und Fragebogenergebnissen werden deskriptiv und statistisch ausgewertet.
10 Analyse der Datenerhebung im Kontext wissenschaftlicher Standards: Die Studie wird kritisch hinsichtlich Validität, Einflussfaktoren und methodischer Grenzen reflektiert.
11 Fazit der Pilot-Studie: Die Ergebnisse bestätigen den positiven Einfluss von Shiatsu auf die Stressverarbeitung, wobei die Einschränkungen der kleinen Stichprobengröße diskutiert werden.
12 Ausblick: Es wird auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hingewiesen und Möglichkeiten zur Integration der Erkenntnisse in die Praxis aufgezeigt.
Shiatsu, Stress, Oxytocin, Berührung, Burnout-Screening-Skala, Stressverarbeitung, Pilot-Studie, Cortisol, HPA-Achse, Neuropeptid, Körperarbeit, Stressreduktion, körperliches Wohlbefinden, emotionale Befindlichkeit, Wissenschaftliche Standards.
Die Arbeit untersucht, ob die manuelle Methode Shiatsu einen positiven Einfluss auf die Stressverarbeitung bei Erwachsenen hat.
Die zentralen Themen sind Stressphysiologie, der Einfluss von Berührung auf den Neurotransmitter Oxytocin und die subjektive Veränderung des Stressempfindens.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Forschungsfrage: „Hat Shiatsu einen positiven Einfluss auf die Stressverarbeitung?“
Die Studie nutzte ein Studiendesign mit Messungen des Oxytocin-Spiegels im Speichel und der standardisierten Burnout-Screening-Skala (BOSS II) bei 24 Probanden über einen Zeitraum von fünf Behandlungen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen zu Shiatsu, Stress und Oxytocin sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Shiatsu, Stressverarbeitung, Oxytocin, Berührung, Burnout-Screening-Skala und wissenschaftliche Validität.
Oxytocin wurde gewählt, da es als Neuropeptid bei angenehmen Berührungen ausgeschüttet wird und stressmindernde sowie angstlösende Eigenschaften besitzt.
Sie dient dazu, das subjektive Stressempfinden der Probanden in körperlichen, kognitiven und emotionalen Bereichen systematisch zu erfassen und zu quantifizieren.
Die Hypothese, dass durch eine 40-minütige Shiatsu-Anwendung der Oxytocin-Wert steigt, konnte mit einem signifikanten, überzufällig positiven Effekt angenommen werden.
Zu den Einschränkungen zählen die geringe Kohortengröße einer Pilot-Studie, das Fehlen einer Kontrollgruppe und die Einflüsse des Alltags der Probanden auf die Messwerte.
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