Bachelorarbeit, 2018
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der Wärme- und Kältenetze
2.1 Fernwärmenetze
2.2 Nahwärmenetze
2.2.1 Kalte Nahwärmenetze
2.3 Fernkältenetze
2.4 Wärme- und Kältespeicher
2.5 Vergleich der Netzarten
3 Grundlagen der Simulation
3.1 Von der Modellbildung zur Simulation
3.2 Numerischer Ansatz
3.3 Analytischer Ansatz
3.4 Dynamische und Statische Modelle
3.5 Stationäre, Instationäre und Quasistatinonäre Systeme
4 Simulationsmodelle
4.1 Frühzeitige Modelle
4.2 Dynamische Modelle
4.3 Optimierungsmodelle
4.4 Modellierungswerkzeuge und Strömungsmodelle
4.5 Analytische Ansätze
4.6 Simulationsprogramme
5 Simulationsmodell für Fernwärmenetze mit TRNSYS-TUD
5.1 TRNSYS-TUD
5.2 Modellierungsansatz
5.2.1 Netzwerk
5.2.2 Konsumenten
5.2.3 Einspeisung
5.3 Simulation
5.4 Ergebnisse
5.5 Anwendungsgebiet
5.6 Wesentliche Parameter
5.7 Validierung
6 Simulationsmodell für Nah- und Fernwärmenetze mit TERMIS
6.1 TERMIS
6.2 Modellierungsansatz und Anwendungsgebiet
6.3 Ergebnisse
6.4 Wesentliche Parameter
6.5 Validierung
7 Simulationsmodell für kalte Nahwärmenetze mit Dymola
7.1 Dymola
7.2 Modellierungsansatz
7.2.1 Gebäude
7.2.2 Druckverluste und Dimensionierung der Rohre
7.2.3 Wärmeverlust
7.2.4 Wärmeversorgung
7.3 Simulation
7.4 Ergebnisse
7.5 Wesentliche Parameter
7.6 Validierung
8 Simulationsmodell ISENA für Fernkältenetze
8.1 Matlab
8.2 Modellierungsansatz
8.2.1 Hydraulisches Teilmodell
8.2.2 Thermisches Teilmodell
8.2.3 Gesamtmodell
8.3 Ergebnisse und Anwendungsgebiet
8.4 Wesentliche Parameter
8.5 Validierung
9 Vergleich der Simulationsmodelle
9.1 Bewertung hinsichtlich kalter Nahwärmenetze
10 Ergebnisse und Fazit
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Forschung und Technik bei der Modellierung und Simulation von Nah- und Fernwärmenetzen sowie Fernkältenetzen. Ziel ist es, geeignete Simulationsmodelle für kalte Nahwärmenetze mit Anbindung an Geothermieanlagen zu identifizieren und zu bewerten, um eine energieeffiziente Betriebsführung zu ermöglichen.
3.4 Dynamische und Statische Modelle
Wenn die momentane Ausgangsgröße von dem Verlauf der Eingangsgröße in der Vergangenheit abhängt, liegt ein dynamisches System vor. Dynamische Systeme können auch als speicherfähige Systeme bezeichnet werden, da diese Systeme Informationen aus der Vergangenheit berücksichtigen und gewissermaßen speichern. Oft besteht der Wunsch, mittels dynamischer Modelle, das Verhalten der dynamischen Systeme und das Einwirken möglicher Störgrößen abzubilden. Hierzu muss das Modell die wesentlichen Eigenschaften des betrachteten Systems enthalten, und die dadurch erhaltenen Ergebnisse sollten eine gute Übereinstimmung mit den gemessenen Daten haben. Modelle können zur Simulation von Systemen erstellt werden. Häufig dienen diese Modelle in der Entwurfs- oder Planungsphase eines technischen Systems zu der Untersuchung kritischer Betriebsfälle, wie z. B. der Sicherheitsabschaltung eines Kernreaktors. [Bohn 2016, S. 1–2]
Über die Simulationsdauer von dynamischen Modellen kommt es zu einer kontinuierlichen Veränderung der Systemvariablen und der Randbedingungen [Wischhusen 2005, S. 6]. Hingegen wird ein System als statisch bezeichnet, wenn sich der Zustand des Systems innerhalb eines von einer Hüllfläche umschlossenen Bereichs nicht ändert [Möller 1992, S. 11]. Im Allgemeinen wird bei statischen Vorgängen von zeitunabhängigen Vorgängen gesprochen. Demgegenüber stehen dynamische Vorgänge, welche von der Zeit abhängig sind [Rossmann 2017, S. 8].
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Motivation und Zielsetzung der Arbeit ein, welche die Literaturrecherche zu Simulationsmodellen für Nah- und Fernwärmenetze mit Fokus auf kalte Nahwärmenetze umfasst.
2 Grundlagen der Wärme- und Kältenetze: Dieses Kapitel beschreibt die technischen Konzepte, Systemkomponenten und Differenzierungskriterien von verschiedenen Netzarten.
3 Grundlagen der Simulation: Hier werden die allgemeinen Definitionen, Vorteile und methodischen Schritte einer Simulation sowie numerische und analytische Ansätze erläutert.
4 Simulationsmodelle: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über historische und aktuelle Modelle zur Simulation von Wärme- und Kältenetzen inklusive einer tabellarischen Übersicht gängiger Programme.
5 Simulationsmodell für Fernwärmenetze mit TRNSYS-TUD: Vorstellung des Modells nach Heymann u. a. (2017) zur Simulation dezentraler solarer Einspeisungen in ein Fernwärmenetz.
6 Simulationsmodell für Nah- und Fernwärmenetze mit TERMIS: Analyse des Modells nach Gabrielaitiene (2011), das mittels der Knotenmethode den instationären Temperaturverlauf untersucht.
7 Simulationsmodell für kalte Nahwärmenetze mit Dymola: Untersuchung des Modells nach Kauko u. a. (2017), das speziell für die Simulation von kalten Nahwärmenetzen entwickelt wurde.
8 Simulationsmodell ISENA für Fernkältenetze: Beschreibung des dynamischen Netzmodells ISENA für Fernkältenetze, das auf einem instationären thermischen Teilmodell basiert.
9 Vergleich der Simulationsmodelle: In diesem Kapitel werden die 24 betrachteten Modelle systematisch anhand von Kriterien wie Validierung, Zeitschrittweiten und Anwendungsgebieten verglichen.
10 Ergebnisse und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und identifiziert die vielversprechendsten Modelle für die Anwendung in kalten Nahwärmenetzen.
Simulation, Modellierung, Nahwärmenetz, Fernwärmenetz, Fernkältenetz, kalte Nahwärmenetze, Geothermie, TRNSYS, TERMIS, Dymola, ISENA, numerischer Ansatz, dynamische Modelle, Systemoptimierung, Wärmeverlust.
Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung und Technik zur Modellierung und Simulation verschiedener Wärmenetz- und Fernkältetypen.
Die zentralen Felder umfassen die mathematische und numerische Modellierung von Netzen, die Analyse von Simulationssoftware und die Untersuchung von Betriebsparametern in Wärme- und Kältesystemen.
Das Ziel ist die Identifikation von Simulationsmodellen, die am besten für kalte Nahwärmenetze mit Anbindung an Geothermieanlagen geeignet sind.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und einem vergleichenden Review von 24 verschiedenen Simulationsmodellen anhand von Kriterien wie Validierung, Berechnungsansätzen und Anwendungsbereichen.
Im Hauptteil werden vier spezifische Simulationsmodelle (TRNSYS-TUD, TERMIS, Dymola, ISENA) detailliert vorgestellt, ihre Modellierungsansätze analysiert und ihre Ergebnisse auf die Anforderungen der unterschiedlichen Netztypen hin untersucht.
Wesentliche Begriffe sind Simulation, Modellierung, kalte Nahwärmenetze, Fernwärme- und Fernkältesysteme, Systemoptimierung und energetische Validierung.
Aufgrund ihres niedrigen Temperaturniveaus (unter 30 °C) erlauben sie den effizienten Einsatz von erneuerbaren Wärmequellen wie Geothermie und führen zu geringeren Wärmeverlusten im Netz.
Die Validierung ist ein kritischer Punkt; die Arbeit zeigt auf, dass nur die Hälfte der untersuchten Modelle validiert ist, wobei die Qualität der Validierung durch unterschiedliche Betrachtungszeiträume und Fehlermetriken stark variiert.
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