Bachelorarbeit, 2015
103 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Was ist Politainment?
2.1 Definition des Unterhaltungsbegriffs
2.2 Infotainment – Politainment
3 Die Rolle des Fernsehens in der politischen Berichterstattung
3.1 Die Veränderung des Medienkonsums und -angebots
3.2 Das Fernsehen als politische Informationsquelle
3.3 Das politische Interesse und die politische Informiertheit
3.4 Die Unterhaltung als Erfolgsfaktor der politischen Berichterstattung
4 Das Genre der Politsatiresendung
4.1 Die Besonderheiten der (Polit-)Satire
4.2 Darstellungsmittel der Politsatiresendung
4.3 Chancen und Risiken von Politainment
5 Politainment im deutschen und US-amerikanischen Fernsehen
5. 1 Politsatire im deutschen Fernsehen
5.1.1 Das Rundfunksystem in Deutschland
5.1.2 Politsatire im Fernsehen
5.2 Politsatire im US-amerikanischen Fernsehen
5.2.1 Das Rundfunksystem in den USA
5.2.2 Politsatire im Fernsehen
5.3 Politsatire Deutschland/USA im Vergleich
6 Forschungsdesiderat
7 Forschungsdesign
7.1 Methodisches Vorgehen
7.2 Die Stichprobe
7.3 Das Codebuch
7.4 Reliabilität und Validität
7.5 Durchführung der Analyse
8 Ergebnisse der Inhaltsanalyse
8.1 Allgemeiner Vergleich
8.2 Hypothese der Themenverteilung
8.3 Hypothese der Personalisierung
8.4 Hypothese der Aufbereitung
8.5 Hypothese der Bewertung
8.6 Konklusion der Inhaltsanalyse
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht vergleichend das Genre der Politsatire im deutschen und US-amerikanischen Fernsehen, um Unterschiede in der Darstellung von Politik unter dem Aspekt des "Politainments" unter Berücksichtigung der Amerikanisierung aufzuzeigen.
4.1 Die Besonderheiten der (Polit-)Satire
Nach Wackerhagen (2007, 116f) ist die Satire eine Kunstgattung, deren Aufgabe es ist, kritisch auf die Missstände einer Gesellschaft hinzuweisen. Dies geschehe dadurch, dass sie die gesellschaftlichen Tabus bricht, ihre Grenzen überschreitet und Normen in Frage stellt. (vgl. Koester 2015, 1). Dafür beinhalte die Satire die drei Eigenschaften „Angriff, Indirektheit und Normrückbindung“ (Hervorhebung im Original, Behrmann 2002, 9), welche durch die Verwendung von „Ironie, Überheblichkeit, Entlarvung, Spott [und] Lächerlichmachung“ (Strasser/Graf 2004, 76) in Erscheinung treten. Durch die Eigenschaft des Angriffes kritisiere die Satire die gesellschaftlichen Probleme und mache das Publikum auf die Missstände aufmerksam, wodurch dieses dazu aufgefordert würde, die Hintergründe zu überdenken und Widersprüche zu hinterfragen (vgl. Behrmann 2002, 9).
Die Indirektheit der Satire trete dadurch in Erscheinung, dass sie die Probleme durch die Verwendung von Übertreibung und Komik entfremde und für das Publikum in einer verzerrten und ästhetisch ansprechenden Art und Weise darstelle (ebd.). Normrückbindung, als dritte Eigenschaft der Satire, zeige das verfolgte Ziel dieser Kunstgattung auf, welches die Verbesserung der aktuellen gesellschaftlichen Situation sei (ebd.). Die Funktion der Satire ist es also, die Mitmenschen in einer aggressiven aber künstlerisch gestalteten Aufführung auf die Missstände hinzuweisen, um dadurch „einen positiven Einfluss auf sein Publikum auszuüben“ (Zeher 2007, 82). Häufig wird von einer Notwendigkeit der Satire gesprochen, da es durch die Widersprüche und Übertreibungen erst möglich sei, dem Publikum die „[…] tägliche Verdummung, Einschüchterung und Phantasielosigkeit“ (ebd.) vor Augen führen zu können. Daher wird Satire auch angesehen als „der Versuch, eine Sache besser zu machen, indem man sie schlecht macht“ (Zehrer 2007, 111f).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Politainment und die zunehmende Vermischung von Unterhaltung und politischer Information ein und definiert das Ziel des Vergleichs zwischen der heute-show und Last Week Tonight.
2 Was ist Politainment?: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Unterhaltung, Infotainment und Politainment theoretisch und grenzt sie voneinander ab.
3 Die Rolle des Fernsehens in der politischen Berichterstattung: Hier werden der Medienkonsum, die Funktion des Fernsehens als Informationsquelle und die Bedeutung von Unterhaltungselementen für die Reichweite analysiert.
4 Das Genre der Politsatiresendung: Das Kapitel beleuchtet die Definition und die spezifischen Darstellungsmittel der Politsatire sowie die Chancen und Risiken des Genres.
5 Politainment im deutschen und US-amerikanischen Fernsehen: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Rundfunksysteme beider Länder und eine Darstellung der Entwicklung der Politsatire in Deutschland und den USA.
6 Forschungsdesiderat: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Untersuchung und leitet die vier zentralen Hypothesen der Arbeit ab.
7 Forschungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen der quantitativen Inhaltsanalyse, die Auswahl der Stichprobe und der Aufbau des Codebuchs erläutert.
8 Ergebnisse der Inhaltsanalyse: Die empirischen Daten werden ausgewertet und die aufgestellten Hypothesen zu Themenverteilung, Personalisierung, Aufbereitung und Bewertung geprüft.
Politainment, Politsatire, Inhaltsanalyse, heute-show, Last Week Tonight, Infotainment, Medienkonsum, Politische Berichterstattung, Fernsehen, Personalisierung, Visualisierung, Politische Kommunikation, USA, Deutschland, Rundfunksystem
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Genre der Politsatire als Form des "Politainments" und vergleicht dabei die Umsetzung in Deutschland am Beispiel der "heute-show" und in den USA am Beispiel von "Last Week Tonight".
Die zentralen Felder sind die Rolle des Fernsehens in der politischen Berichterstattung, die Funktionsweise von Infotainment und Politainment, sowie die mediale Inszenierung von Politik durch Satire.
Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit sich das Genre der Politsatiresendung aus Deutschland mit dem der USA vergleichen lässt, insbesondere im Hinblick auf Themenverteilung, Personalisierung, Aufbereitung und Bewertung politischer Inhalte.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Inhaltsanalyse als empirisches Instrument, um 107 Beiträge aus je 11 Episoden der beiden Sendungen systematisch zu erfassen und zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition von Politainment und Mediensystemen sowie einen empirischen Teil, in dem die Hypothesen anhand der codierten Daten detailliert geprüft werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Politainment, Politsatire, Inhaltsanalyse, Personalisierung, Visualisierung und die beiden untersuchten Sendungen "heute-show" und "Last Week Tonight".
Das Rundfunksystem ist entscheidend, da es die unterschiedliche Entstehung und aktuelle Stellung der Politsatire erklärt – etwa die Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk in Deutschland und kommerziell geprägtem Fernsehen in den USA.
Die Analyse zeigt, dass "Last Week Tonight" einen deutlich höheren Grad an Visualisierung aufweist als die "heute-show", was mit einer stärkeren quantitativen Nutzung von Darstellungsmitteln einhergeht.
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