Bachelorarbeit, 2017
74 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Kapitel 1: relevante Begrifflichkeiten
A. Fundraising
B. Die soziale Organisation
C. Das Unternehmen
D. Corporate Social Responsibility
I. Begriffsbestimmung und Abgrenzung
II. Geschichtliches
III. Formen der CSR- Aktivitäten
1. Corporate Giving
2. Sachspenden
3. Corporate Sponsoring
4. Corporate Foundation
5. Corporate Volunteering
6. Cause- related Marketing
7. Infrastruktur
IV. Unternehmensmotivation
Kapitel 2: CSR Richtlinien
A. Geschichte der Richtlinien
B. Zielsetzung
C. Inhalt der Richtlinien
I. Geltungsbereich – Wer muss berichten?
II. Auftrag – Über was und in welcher Form muss berichtet werden?
Kapitel 3: Chancen für das Fundraising
A. Relevante Informationen finden
B. Möglichkeiten für das Fundraising einer NPO
C. Handlungsanweisungen
D. Arbeitshilfe und Bearbeitungshinweise
I. Arbeitshilfe
II. Bearbeitungshinweise
Kapitel 4: Schlussbemerkungen
A. Kritik und andere Schwierigkeiten
B. These
C. Fazit
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht, inwiefern die Einführung von CSR-Richtlinien und die damit verbundenen nichtfinanziellen Berichtspflichten für große Unternehmen neue Chancen für das Fundraising sozialer Organisationen eröffnen können. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, ob diese Berichte als Instrument zur zielgerichteten Ressourcenbeschaffung dienen können und ob sie für NPOs eine Arbeitserleichterung darstellen.
1. Corporate Giving
Corporate Giving beschreibt eine der wichtigsten Aktivitäten, nämlich das Spenden von Geld an oder für gemeinnützige Zwecke (vgl. auch Abbildung 2). Daneben wird darunter auch, je nachdem welche Literatur herangezogen wird, die Vergabe von Sachspenden verstanden. Dies wird jedoch gesondert im nächsten Punkt behandelt.
Ein Unternehmen kann Geld an eine NPO in Form von einer „Einzel,- Dauer- oder Großspende“ spenden. Dabei erfolgt eine Einzelspende, wie der Name schon sagt, einmalig und ist im Betrag variabel. Eine Dauerspende dagegen erfolgt regelmäßig monatlich, quartalsmäßig oder jährlich, meist mit einem festgelegten Betrag (beispielsweise immer am ersten jedes Monats 100 Euro an die NPO XY e.V.). Eine Großspende bezeichnet eine einmalige oder auch wiederkehrende Spende oberhalb eines festgelegten Betrages, der für die Organisation und deren internen Spendenkategorien als Großspende definiert ist.
Einleitung: Die Arbeit erläutert die Einführung der CSR-Richtlinie und deren Relevanz für die Soziale Arbeit, insbesondere im Hinblick auf die Abhängigkeit sozialer Organisationen von externen Ressourcen.
Kapitel 1: relevante Begrifflichkeiten: Hier werden die Kernbegriffe Fundraising, soziale Organisation, Unternehmen und CSR definiert und voneinander abgegrenzt.
Kapitel 2: CSR Richtlinien: Dieses Kapitel skizziert die Entstehungsgeschichte der Richtlinien, deren Ziele sowie die konkreten rechtlichen Anforderungen an berichtspflichtige Unternehmen.
Kapitel 3: Chancen für das Fundraising: Es wird analysiert, wie NPOs die Informationen aus Konzernlageberichten nutzen können, um gezielt Kooperationen anzubahnen, und es werden praktische Arbeitshilfen bereitgestellt.
Kapitel 4: Schlussbemerkungen: Die These einer Arbeitserleichterung durch die Richtlinien wird kritisch hinterfragt und im Fazit unter Berücksichtigung der Transparenzdefizite und des Rechercheaufwands beantwortet.
Fundraising, Corporate Social Responsibility, CSR-Richtlinien, Soziale Organisation, NPO, nichtfinanzielle Berichterstattung, Konzernlagebericht, Unternehmenskooperation, Corporate Giving, Corporate Sponsoring, Corporate Volunteering, Cause-related Marketing, Ressourcenbeschaffung, Stakeholder, Transparenz.
Die Arbeit untersucht das Potenzial der gesetzlich verpflichtenden CSR-Berichterstattung großer Unternehmen als neue Informationsquelle für das Fundraising von sozialen Organisationen.
Die Schwerpunkte liegen auf den CSR-Instrumenten (Spenden, Sponsoring, Volunteering etc.), der neuen Berichtspflicht gemäß HGB und der praktischen Anwendung dieser Daten durch NPOs.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die neuen CSR-Richtlinien tatsächlich eine Arbeitserleichterung für die Ressourcenakquise in sozialen Organisationen darstellen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse unter Einbeziehung von Gesetzen, Richtlinien, Fachliteratur und Fallbeispielen zur Unternehmenskommunikation.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition, die Erläuterung der CSR-Richtlinien, eine Untersuchung der Fundraising-Chancen sowie die Erarbeitung konkreter Arbeitshilfen für die Praxis.
Fundraising, CSR-Richtlinien, nichtfinanzielle Berichterstattung, NPO, Corporate Citizenship und Konzernlagebericht sind die maßgeblichen Begriffe.
Im Gegensatz zur Spende ist Sponsoring mit einer vertraglich vereinbarten aktiven Gegenleistung der NPO verbunden, was steuerliche Konsequenzen (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb) nach sich ziehen kann.
Kritisiert wird unter anderem, dass durch hohe Schwellenwerte viele Unternehmen nicht berichtspflichtig sind und die Regelungen zu Lücken führen, die es Unternehmen ermöglichen, negative Informationen wegzulassen.
Ja, der Anhang enthält Kopiervorlagen, die speziell dafür entworfen wurden, Unternehmen systematisch hinsichtlich ihres Potenzials für eine Kooperation zu analysieren.
Das Fazit fällt differenziert aus: Während die Berichte Potenzial für NPOs bieten, wird die These einer allgemeinen "Arbeitserleichterung" aufgrund des hohen Rechercheaufwands und fehlender Standardisierungen eher skeptisch gesehen.
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