Bachelorarbeit, 2018
26 Seiten, Note: 3
1. Vorwort
2. Nahrungsmittel
2.1 Fleisch
2.1.1 Erlaubtes Fleisch
2.1.2 Verbotenes Fleisch
2.1.3. Umgang mit „speziellem“ Fleisch
2.2 Fisch
2.3 Geflügel und Eier
2.4 Milchprodukte
2.4.1 Milch
2.4.2 Käse und Skyr
2.5 Brot, Getreide und Mehl
2.6 Pflanzliche Nahrungsmittel
3. Genussmittel Alkohol
3.1 Bier
3.2 Met und Wein
4. Nahrungsmittelbeschaffung
4.1 Viehzucht
4.2 Jagd
4.3 Fischfang
4.3.1 Walfang
4.3.2 Waltrift
5. Nachwort
6. Bibliographie
Diese Arbeit untersucht die Nahrungsgewohnheiten und die Methoden der Nahrungsmittelbeschaffung im alten Island während der Sagazeit und der Ära des Gesetzestextes Grágás, um einen umfassenden Überblick über die Ernährung der damaligen bäuerlichen Gesellschaft zu geben.
2.1.3. Umgang mit „speziellem“ Fleisch
In der Grágás findet sich aber nicht nur die Erwähnung von Tieren, die gegessen werden durften oder nicht, sondern auch Gesetze für „spezielles“ Fleisch. Damit sei zunächst jenes Gesetz erwähnt, wie mit einem Schwein umzugehen sei, das verbotenes Fleisch, im Konkreten Pferde- oder Menschenfleisch, gefressen hat. So heißt es im 16. Kapitel der Grágás:
Ef svín kemr a ros kiot oc scal hann ala .ijj. manvþr oc fella holld af. eɴ feita aþra. iij. Ef svín kemr a manz hræ. oc scal ala .vi. manvþr. oc fella holld af.19 ‚Wenn ein Schwein über Pferdefleisch kommt, soll es drei Monate so nähren, dass es vom Fleisch fällt, und fett machen die nächsten drei. Wenn ein Schwein über eine Menschenleiche kommt, soll es sechs Monate so ernährt werden, dass es vom Fleisch fällt.‘
Aus diesem Gesetz geht hervor, dass es also dem Menschen nicht gestattet war, derartiges Fleisch, das quasi durch Pferde- oder Menschenfleisch verunreinigt wurde, zu essen. Erst musste das Tier sein ganzes Fett verlieren – also das verbotene Fleisch abbauen – um selbst wieder genießbar zu werden und zum Verzehr gestattet zu sein.
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert den zeitlichen Rahmen der Arbeit und gibt einen Überblick über die behandelten Quellengattungen sowie die zentrale Zielsetzung der Untersuchung.
2. Nahrungsmittel: Hier werden die verschiedenen verzehrten Nahrungsgruppen – Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Milchprodukte, Brot und pflanzliche Lebensmittel – systematisch analysiert und durch historische Textquellen belegt.
3. Genussmittel Alkohol: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung von Bier, Met und Wein in der damaligen Gesellschaft, wobei die Unterscheidung zwischen alltäglichem Konsum und literarischer Darstellung in der Edda im Vordergrund steht.
4. Nahrungsmittelbeschaffung: Diese zentrale Sektion beleuchtet die drei Hauptsäulen der isländischen Selbstversorgung: die Viehzucht, die Jagd und den Fischfang, unter besonderer Berücksichtigung der Walnutzung.
5. Nachwort: Das Nachwort fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht ein Fazit über die Bewältigung der Lebensbedingungen auf Island durch die damaligen Bewohner.
6. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen Primär- und Sekundärquellen auf, die für die Erstellung der Arbeit genutzt wurden.
Island, Sagazeit, Grágás, Edda, Ernährung, Viehzucht, Fischfang, Jagd, Nahrungsmittelbeschaffung, Milchprodukte, Fleischverzehr, Landwirtschaft, Mittelalter, Selbstversorgung, Konsum
Die Arbeit befasst sich mit der Ernährung und den Nahrungsmittelressourcen des alten Islands während der Sagazeit und der Ära der Grágás.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifizierung der verfügbaren Nahrungsmittel, den rechtlichen Aspekten des Verzehrs sowie den Methoden der Nahrungsbeschaffung, wie Viehzucht, Jagd und Fischfang.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, was die alten Isländer aßen, wie sie ihre Nahrung gewannen und welche gesetzlichen Regeln dabei zu beachten waren, gestützt durch zeitgenössische Texte.
Die Autorin nutzt eine literarische Analyse von Primärtexten wie Sagas, der Edda und dem altisländischen Gesetzestext Grágás, ergänzt durch archäologische und sekundärwissenschaftliche Befunde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auflistung der Nahrungsgruppen, eine Betrachtung alkoholischer Genussmittel sowie eine tiefgehende Analyse der drei wichtigsten Säulen der Nahrungsmittelbeschaffung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Island, Sagazeit, Ernährung, Viehzucht, Fischfang, Nahrungsmittelbeschaffung und altisländische Gesetze charakterisieren.
Das Verbot war ein wichtiger Bestandteil der Christianisierung, wobei das Dokument aufzeigt, dass der Konsum trotz hoher Strafen aufgrund archäologischer Funde nur sehr langsam abnahm.
Wale waren ein wesentlicher Nahrungsbestandteil und wurden rechtlich als Fisch klassifiziert, was ihre Bedeutung besonders während der Fastenzeit erhöhte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

