Examensarbeit, 2018
77 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Mythologie im Computerspiel
3 Zeus
3.1 SMITE: Battleground of the Gods
3.2 Age of Mythology
3.3 God of War
3.4 Apotheon
3.5 Andere Darstellungen
4 Poseidon
4.1 SMITE
4.2 Age of Mythology
4.3 God of War
4.4 Andere Darstellungen
5 Hades
5.1 Der Gott im Computerspiel
5.1.1 Problematik
5.1.2 Darstellungen des Gottes
5.2 Interpretationen der Unterwelt
6 Fazit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht, wie die griechische Mythologie – speziell die Götter Zeus, Poseidon und Hades sowie die Unterwelt – in verschiedenen Computerspielen dargestellt wird. Das Hauptziel besteht darin, die Diskrepanz zwischen historischen Überlieferungen und der künstlerischen Freiheit der Spieleentwickler zu analysieren und zu hinterfragen, welche Kriterien das moderne Gamedesign für die Gestaltung mythologischer Figuren prägen.
3.1 SMITE: Battleground of the Gods
Bei dem Spiel SMITE: Battleground of the Gods von Hi-Rez Studios handelt es sich um ein sogenanntes Multiplayer Online Battle Arena-Spiel, kurz MOBA. Bei solchen MOBAs treten zwei Teams gegeneinander auf einer symmetrisch gestalteten Karte gegeneinander an und versuchen, die Heimat-Basis des gegnerischen Teams zu erreichen und zu zerstören, während sie die eigene Basis mit allen Mitteln verteidigen. Dabei spielt jeder Spieler des Teams eine einzelne Figur. Bei SMITE handelt es sich bei den spielbaren Figuren um Götter und Helden verschiedener Pantheons. So treten hier u.a. griechische, ägyptische, chinesische, nordische und aztekische Gottheiten gegeneinander an. SMITE macht also aus dem Motiv der Theomachie als Kampf der Götter und Helden untereinander einen spielerischen Wettstreit und orientiert sich dabei, laut Entwickler, an tatsächlich in den Sagen der jeweiligen Mythologie überlieferten Kämpfen zwischen Göttern, die Einfluss auf die Darstellungen im Spiel haben. Dabei gerieten die Entwickler von Hi-Rez Studios vor allem in der Anfangsphase des Spiels oftmals in die Kritik hinsichtlich ihrer Darstellungen, in erster Linie von Anhängern der noch heute weit verbreiteten hinduistischen Religion. Bei den 96 spielbaren Charakteren, die im Spiel allgemein als "Götter" zusammengefasst werden (auch wenn darunter viele Helden und Kreaturen sind), ist natürlich auch der griechische Göttervater Zeus vertreten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Computerspielen als modernes Medium zur Vermittlung antiker Stoffe und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.
2 Mythologie im Computerspiel: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Rezeption griechischer Mythen in Videospielen seit den 1980er Jahren nach.
3 Zeus: Es wird analysiert, wie die Figur des Zeus in Spielen wie SMITE, Age of Mythology, God of War und anderen Titeln gestaltet wird.
4 Poseidon: Dieses Kapitel widmet sich der Identität und den Attributen des Meeresgottes Poseidon im Vergleich zwischen antiker Überlieferung und digitaler Repräsentation.
5 Hades: Hier wird die ambivalente Rolle des Hades als Totengott sowie die künstlerische Interpretation der Unterwelt in verschiedenen Computerspielen erörtert.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Spieleentwickler meist zwischen historischer Anlehnung und dramatischer Inszenierung abwägen, wobei eine einheitliche Darstellung fehlt.
Griechische Mythologie, Computerspiele, Zeus, Poseidon, Hades, Unterwelt, Antike Rezeption, Gamedesign, Videospielanalyse, Virtuelle Darstellungen, Theomachie, Kulturgeschichte, Historische Quellen, Digitale Medien, Charakterdesign
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung griechischer mythologischer Figuren und Orte im Medium Computerspiel und analysiert, inwieweit diese auf antiken Quellen basieren oder frei interpretiert wurden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Göttern Zeus, Poseidon und Hades, der Darstellung der Unterwelt sowie dem Einfluss von Gamedesign-Entscheidungen auf die mythologische Narration.
Das Ziel ist die Untersuchung der Diskrepanz zwischen überlieferten antiken Mythen und deren adaptierter Form in virtuellen Welten, um zu verstehen, wie und warum bestimmte Attribute für Spielecharaktere gewählt wurden.
Die Arbeit kombiniert eine kulturwissenschaftliche Analyse der Götterbilder mit einer medienwissenschaftlichen Betrachtung der Spielmechaniken und der visuellen Gestaltung in verschiedenen Spielegenres.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Abschnitte zu Zeus, Poseidon und Hades, in denen jeweils spezifische Spielbeispiele wie SMITE, Age of Mythology oder God of War detailliert analysiert werden.
Kernbegriffe sind Griechische Mythologie, Computerspiele, Antike Rezeption, Gamedesign und die drei zentralen Gottheiten Zeus, Poseidon und Hades.
Der Autor führt dies auf die moderne Assoziation der Unterwelt mit der Hölle und dem Teufel zurück, was in den Spielen zu einer "Satanisierung" des eigentlich neutralen Totengottes Hades führt.
Die historische Genauigkeit tritt meist hinter dramaturgische Anforderungen, Balancing-Aspekte und die visuelle Identifizierbarkeit der Charaktere zurück, was zu sehr unterschiedlichen Interpretationen führt.
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