Bachelorarbeit, 2017
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Markt der Family-Office-Dienstleister
2.1 Historischer Hintergrund und aktuelle Entwicklungen zu Family-Office Dienstleistungen
2.2 Allgemeine Begriffsdefinition
2.3 Unterteilung des Marktes der Family-Office-Dienstleister
2.3.1 Beschreibung der Vorgehensweise
2.3.2 Single Family Offices
2.3.3 Multi Family Offices
2.3.4 Family-Office-Dienstleistungen von Banken
3 Entwicklung des Analyserahmens
3.1 Definition des M&A-Begriffs
3.2 Theoretische Grundlagen zur Ermittlung von Motiven und Risiken
3.2.1 Effizienztheorie
3.2.2 Marktmachttheorie
3.2.3 Ressourcen- und Kernkompetenzpotenziale
3.3 Beschreibung der Vorgehensweise
4 Analyse ausgewählter M&A zwischen Family-Office-Dienstleistern
4.1 Mergers und Akquisitionen zwischen Multi Family Offices
4.1.1 Vorstellung der Unternehmen
4.1.2 Analyse der Motive
4.1.3 Analyse der Risiken
4.1.4 Besonderheiten
4.1.5 Zwischenfazit
4.2 Mergers und Akquisitionen zwischen Banken und Multi Family Offices
4.2.1 Vorstellung der Unternehmen
4.2.2 Analyse der Motive
4.2.3 Analyse der Risiken
4.2.4 Analyse der Besonderheiten
4.2.5 Zwischenfazit
4.3 Mergers und Akquisitionen zwischen Single Family Offices
4.3.1 Analyse der Motive
4.3.2 Analyse der Risiken
4.3.3 Besonderheiten
4.3.4 Zwischenfazit
4.4 Bewertung der Ergebnisse
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Mergers und Akquisitionen (M&A) im Markt für Family-Office-Dienstleistungen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob sich auf Basis existierender wirtschaftswissenschaftlicher Theorien – wie der Effizienztheorie, Marktmachttheorie und dem ressourcenbasierten Ansatz – eine Bedeutung für solche Transaktionen ableiten lässt.
1 Einleitung
Trotz internationaler politischer und wirtschaftlicher Unruhen steigt die Anzahl der hochvermögenden Privatpersonen weltweit stark an. Entsprechend des jährlich erscheinenden „World Wealth Reports“ von Capgemini und RBC Wealth Management konnten die Vermögensklassen der High Net Worth Individuals (HNWI) und der Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) 2015 wiederholt große Vermögenszuwächse generieren. Parallel dazu veränderte sich in diesen Vermögensklassen die Art der Vermögensanlage. Begünstigt durch einen Vertrauensverlust gegenüber Banken im Zuge der Finanzkrise nehmen immer mehr Hochvermögende und Ultra-Hochvermögende die individuellen und meist bankenunabhängigen Dienstleistungen von Family Offices in Anspruch. Nach einer Studie von Bloomberg aus dem Jahre 2013 verwalteten die 50 weltweit größten Family Offices insgesamt ein Vermögen von 1281,9 Milliarden US-Dollar – mit steigender Tendenz. Gleichzeitig gewinnt auch der Markt der Merger und Akquisitionen (M&A) zunehmend an öffentlichem Interesse.
Auch Family Offices nutzen in Zeiten der niedrigen Zinsen und volatilen Finanzmärkte Direktbeteiligungen an Unternehmen als Anlagestrategie. Über Fusionen und Übernahmen zwischen Family Offices ist allerdings sehr wenig bekannt. Dies kann zum einen an der Verschwiegenheit der Branche liegen, zum anderen aber auch daran, dass dieses Marktsegment durch seine speziellen Eigenschaften nicht für Merger und Akquisitionen infrage kommt. Die vorliegende Arbeit untersucht in diesem Zusammenhang die Forschungsfrage:
„Lässt sich anhand der in der Wissenschaft vorhandenen theoretischen Erklärungsansätze die Relevanz von Mergern und Akquisitionen für den Markt der Family-Office-Dienstleister feststellen?“
1 Einleitung: Einführung in das wachsende Marktumfeld von Family Offices und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Relevanz von M&A.
2 Der Markt der Family-Office-Dienstleister: Beschreibung historischer Hintergründe, Definition des Family-Office-Begriffs und Differenzierung der Marktteilnehmer wie Single Family Offices, Multi Family Offices und Banken.
3 Entwicklung des Analyserahmens: Definition der M&A-Begrifflichkeit und Vorstellung theoretischer Ansätze zur Analyse von Motiven und Risiken, speziell Effizienztheorie, Marktmachttheorie sowie Ressourcen- und Kernkompetenzpotenziale.
4 Analyse ausgewählter M&A zwischen Family-Office-Dienstleistern: Anwendung der theoretischen Rahmenbedingungen auf reale Fallbeispiele von Zusammenschlüssen zwischen verschiedenen Anbietertypen inklusive Analyse der Motive, Risiken und Besonderheiten.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung von Transaktionen im Family-Office-Sektor sowie notwendige Forschungsansätze.
Family Office, M&A, Merger, Akquisitionen, Vermögensverwaltung, Effizienztheorie, Marktmachttheorie, Ressourcen- und Kernkompetenzansatz, Multi Family Office, Single Family Office, Private Banking, Synergieeffekte, UHNWI, Unternehmensintegration, Finanzdienstleister
Die Arbeit analysiert die strategische Relevanz und die Dynamik von Fusionen und Übernahmen im Markt der Family-Office-Dienstleister unter Anwendung wissenschaftlicher Motivtheorien.
Der Fokus liegt auf der Abgrenzung verschiedener Family-Office-Modelle, der theoretischen fundierten Motivforschung bei Unternehmenstransaktionen und der praktischen Anwendung auf verschiedene Marktakteure.
Ziel ist es zu klären, ob klassische M&A-Erklärungsansätze aus der Betriebswirtschaftslehre helfen können, die Konsolidierungstendenzen im intransparenten Markt für Family-Office-Dienstleistungen zu verstehen.
Die Autorin oder der Autor nutzt eine modellgestützte Analyse, bei der existierende Theorien (Effizienz, Marktmacht, Ressourcen) auf konkrete Fallbeispiele aus der Praxis angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 3) und eine detaillierte Fallstudienanalyse (Kapitel 4), in der Transaktionen zwischen Multi Family Offices, Banken und Single Family Offices gegenübergestellt werden.
Die zentralen Begriffe sind Family Office, M&A, Synergieeffekte, Vermögensverwaltung und Kompetenzansatz.
Da diese Offices meist stark mit einer Eigentümerfamilie verflochten sind, spielen Vertraulichkeit und individuelle Kontrolle eine entscheidende Rolle, die Fusionen oft als unbedeutend oder riskant erscheinen lässt.
Banken nutzen die Übernahme von Multi Family Offices strategisch, um sich Marktanteile im lukrativen UHNWI-Segment zu sichern, wobei sie jedoch erhebliche kulturelle Integrationsrisiken beachten müssen.
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