Bachelorarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Exekutive Funktionen
2.2 Paradigma der psychologischen Refraktärperiode
2.3 Flaschenhalsmodell
2.4 Stand der Forschung
2.5 Fragestellung und Hypothesen
3. Methode
3.1 Versuchspersonen
3.2 Design
3.3 Materialien und Stimuli
3.4 Durchführung
3.5 Auswertung
4. Ergebnisse
4.1 Analyse der ersten Reaktionszeit
4.2 Analyse der zweiten Reaktionszeit
4.3 Ergänzende Grafiken
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Betrachtung der Methode
5.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit endogene Aufgabenvorbereitung die Aufgabenkoordination in Doppelaufgabensituationen steuert, insbesondere bei sehr kurzen Intervallen zwischen den Durchgängen. Ziel ist es zu ermitteln, ob eine gezielte Vorbereitung auf die Aufgabenreihenfolge den typischen Leistungsabfall (PRP-Effekt) mindern kann.
2.3 Flaschenhalsmodell
Insgesamt ergibt sich eine wissenschaftliche Evidenz dafür, dass für den Großteil der Reaktionszeitkosten ein Verarbeitungsengpass verantwortlich ist (Pashler, 1994; Pashler & Johnston, 1998), aus dem sich verschiedene sogenannte Flaschenhalsmodelle entwickelt haben. Diese stellen in empirischen Arbeiten die meist angewendeten und geprüften Theorien dar, welche die Annahme eines kapazitätsbegrenzten, seriell arbeitenden Verarbeitungskanals beinhalten. Die erste Theorie zur Informationsverarbeitung stellte Broadbent 1958 auf, die den Ausgangspunkt für alle später entwickelten Theorien im Rahmen der Flaschenhalsmodelle bildet. Seine „Single-Channel-Theorie“ geht bei der Reizverarbeitung von einem zentralen Prozessor aus, bei dem Informationen nur nacheinander bearbeitet werden können. Werden zwei Reize gleichzeitig präsentiert, gelangt erstmal nur ein Stimulus in den Verarbeitungskanal. Ist die Bearbeitung vollzogen, wird der nächste Stimulus in dem Kanal verarbeitet. Das derzeit führende und am meist gestützte Flaschenhalsmodell ist das zentrale Engpass-Modell von Pashler (1984), welches die theoretische Grundlage dieser Arbeit bildet. Aus dieser Theorie geht hervor, dass jede Reaktion auf einen Reiz einen zentralen Engpass durchläuft (siehe Abbildung 4).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt und die Bedeutung von Multitasking als Bewältigungsstrategie sowie die damit einhergehenden Leistungseinbußen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert exekutive Funktionen, das Paradigma der psychologischen Refraktärperiode und das Flaschenhalsmodell als theoretische Basis für die Untersuchung der Aufgabenkoordination.
3. Methode: Hier werden das Design, die Stichprobe sowie die Durchführung des Reiz-Reaktions-Experiments beschrieben, bei dem die Auswirkungen der endogenen Aufgabenvorbereitung bei kurzen Inter-Trial-Intervallen untersucht wurden.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Reaktionszeiten, wobei signifikante Unterschiede zwischen festen und randomisierten Aufgabenabfolgen aufgezeigt werden.
5. Diskussion: Im letzten Teil werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch gewürdigt und ein Fazit hinsichtlich der Wirksamkeit endogener Aufgabenvorbereitung in Doppelaufgaben gezogen.
Multitasking, Doppelaufgabe, Aufgabenkoordination, exekutive Funktionen, psychologische Refraktärperiode, PRP-Effekt, Flaschenhalsmodell, endogene Aufgabenvorbereitung, Reaktionszeit, Aufgabenreihenfolge, Inter-Trial-Intervall, Kognitionspsychologie, Leistungseinbußen, experimentelle Psychologie
Die Arbeit untersucht, wie Menschen zwei Aufgaben gleichzeitig koordinieren und ob sie sich auf diese Aufgaben vorbereiten können, um Leistungseinbußen zu minimieren.
Die Schwerpunkte liegen auf kognitiven Prozessen wie dem Arbeitsgedächtnis, dem Engpassmodell der Informationsverarbeitung und der Auswirkung von Aufgabenreihenfolgen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob eine endogene Aufgabenvorbereitung trotz sehr kurzer Zeitintervalle zwischen den Aufgaben wirksam ist, um Reaktionszeiten zu verkürzen.
Es wurde ein empirisches Reiz-Reaktions-Experiment mit einem zweifaktoriellen Design mit Messwiederholung im Labor durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die detaillierte statistische Analyse der Reaktionszeiten.
Zentrale Begriffe sind Multitasking, PRP-Effekt, Flaschenhalsmodell und endogene Aufgabenvorbereitung.
Die Verkürzung sollte testen, ob die Probanden in der Lage sind, eine endogene Aufgabenvorbereitung auch bei extremem Zeitdruck erfolgreich umzusetzen.
Blöcke mit fester Reihenfolge ermöglichen den Probanden eine Vorbereitung, die sich in signifikant schnelleren Reaktionszeiten im Vergleich zu unvorhersehbaren (randomisierten) Abläufen niederschlägt.
Nein, die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Verbesserung durch die Blöcke keine spezifische Interaktion zwischen den Effekten von Block und Trial festgestellt werden konnte.
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