Diplomarbeit, 2005
122 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung
2. Stadionvermarktung
2.1 Stadion- und Vermarktungsbegriff
2.2 Einordnung der Stadionvermarktung
2.3 Bestandteile der Stadionvermarktung
2.4 Abhängigkeiten
2.4.1 Mediale Rechte
2.4.2 Stadion
2.4.3 Potenzial einer Sportart
2.4.4 Markenbildung – Potenzial eines Vereins
2.5 Stadionvermarkter
2.5.1 Eigen- und Fremdvermarktung
2.5.2 Teil- und Komplettvermarktung
2.6 Rechtenutzer
3. Vermarktung von Immobilien
3.1 Freizeitimmobilien
3.2 Marketing-Mix bei Freizeitimmobilien
3.2.1 Produktpolitik
3.2.2 Preispolitik
3.2.3 Distributionspolitik
3.2.4 Kommunikationspolitik
3.3 Übertragbarkeit auf die Stadionvermarktung
4. Stadionvermarktung im deutschen Profifußball – Situationsanalyse
4.1 Situationsanalyse der Vermarktungsbereiche
4.1.1 Stadionname (Namensrecht)
4.1.2 VIP-Bereiche
4.1.3 Anzeigetafel/Videowand, Stadion-TV
4.1.4 Bandenwerbung/Innenraumwerbung
4.1.5 Randnutzung
4.1.6 Catering
4.1.7 Fazit
4.2 Moderne Stadien/Arenen im deutschen Profifußball
4.2.1 Situationsanalyse
4.2.2 Fazit
4.3 Stadionvermarktungskonzepte im deutschen Profifußball
4.3.1 Eigen- oder Fremd-, Teil- oder Komplettvermarktung
4.3.2 Vermarktungsinhalte
4.4 Finanzielle Rahmenbedingungen
4.4.1 Stadionname (Namenrecht)
4.4.2 VIP-Bereiche
4.4.3 Anzeigetafel/Videowand, Stadion-TV
4.4.4 Bandenwerbung/Innenraumwerbung
4.4.5 Randnutzung
4.4.6 Catering
4.5 Stadionvermarktung am Beispiel des FC Schalke 04
4.5.1 Vermarktungsstruktur
4.5.2 Vermarktungsangebote
4.5.3 Vermarktungskonzept
4.5.4 Fazit
4.5.5 Wirtschaftliche Betrachtung
4.5.6 Risiken
5. Empirische Untersuchung zu den zukünftigen Tendenzen der Stadionvermarktung
5.1 Vorgehensweise
5.1.1 Fragebögen
5.1.2 Auswahl Vermarkter
5.1.3 Auswahl Nutzer der Stadionvermarktungsrechte
5.2 Auswertung der Fragebögen
5.2.1 Auswertung „Entwicklung der Stadionvermarktung“
5.2.2 Auswertung „Rahmenbedingungen der Stadionvermarktung“
5.2.3 Auswertung „Vermarktungskonzepte und –strukturen“
5.3 Ergebnisinterpretation
5.4 Thesen der Stadionvermarktung
6. Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht die aktuelle Situation der Stadionvermarktung im deutschen Profifußball, um die Abhängigkeiten von TV-Geldern und sportlichem Erfolg zu analysieren und zukünftige Potenziale für eine wirtschaftlichere Vermarktung aufzuzeigen.
1.1 Problemstellung
Vereine, die keine Finanzierungsmöglichkeit zur Stadionmodernisierung sehen, laufen Gefahr, ins finanzielle Abseits zu geraten. Moderne Stadien bilden mehr und mehr eine unverzichtbare Voraussetzung, um im Wettbewerb um Sponsoren konkurrenzfähig zu bleiben. Insgesamt wurden seit 1998 über 2,0 Mrd. Euro in deutsche Stadien und die entsprechende Infrastruktur investiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Anforderungen der FIFA für eine Weltmeisterschaft auch nach 2006 noch für den Bundesliga-Spielbetrieb im selben Maße Anwendung finden, wie die Nutzer auf das insgesamt geschaffene Angebot reagieren und inwieweit sich die Spielstätten nach der WM refinanzieren lassen. Eine Situation wie in Japan und Südkorea, wo eine Reihe von Stadien nach der Weltmeisterschaft 2002 nicht gewinnbringend vermarktet werden konnte, möchten die deutschen Stadionbetreiber vermeiden.
Problematisch für die Vereine erscheint auch, dass zwar durch den Motor Weltmeisterschaft wieder sehr viele öffentliche Gelder in die Stadien und deren Infrastruktur geflossen sind, aber insgesamt ein Trend zu privaten bzw. Public-Private-Partnership Investitionsmodellen herrscht. Dies hängt zum einen an den knappen Staatskassen, zum anderen an der Tatsache, dass immer mehr Lizenzspielerabteilungen das Dach des gemeinnützigen Vereins verlassen und die Öffentliche Hand die neu geschaffenen Kapitalgesellschaften und deren Bauvorhaben nicht mehr im gewohnten Maße unterstützt. Auch das EU-Recht, welches öffentliche Subventionen und Beihilfen größtenteils untersagt, könnte diesen Trend in Zukunft verstärken. Private Investoren erwarten für ihr Engagement i. d. R. eine marktgerechte Verzinsung und handeln nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, während die Öffentliche Hand diese Gesichtspunkten meist außer Acht gelassen und den Vereinen, aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit, das Stadion für eine häufig nicht kostendeckende Pacht überlassen hat.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Bauboom durch die WM 2006 und die damit verbundenen finanziellen Risiken und Herausforderungen für Vereine bei der Stadionmodernisierung.
2. Stadionvermarktung: Das Kapitel definiert den Begriff Stadionvermarktung, ordnet die verschiedenen Vermarktungsrechte ein und erläutert deren Abhängigkeiten von Faktoren wie medialen Rechten und Stadionqualität.
3. Vermarktung von Immobilien: Hier wird der Marketing-Mix von Freizeitimmobilien auf das Produkt Stadion übertragen, um die Besonderheiten und Anforderungen an die Vermarktung der Sportstätten zu verdeutlichen.
4. Stadionvermarktung im deutschen Profifußball – Situationsanalyse: Es folgt eine detaillierte Situationsanalyse der verschiedenen Vermarktungsbereiche, Konzepte und finanziellen Rahmenbedingungen, ergänzt durch eine Fallstudie zum FC Schalke 04.
5. Empirische Untersuchung zu den zukünftigen Tendenzen der Stadionvermarktung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer Expertenbefragung unter Stadionvermarktern und Rechtenutzern und leitet daraus Thesen für die zukünftige Entwicklung ab.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, die betont, dass die Stadionvermarktung zunehmend als eigenständige Marke agieren muss und einen fortlaufenden Anpassungsprozess erfordert.
Stadionvermarktung, Profifußball, Sponsoring, VIP-Logen, Business-Seats, Vermarktungskonzept, Stadionbau, Markenbildung, Public-Private-Partnership, Bandenwerbung, Stadion-TV, Immobilienmarketing, EM-Stadien, Erlösquellen, Vermarktungsstrategie
Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation und die zukünftigen Potenziale der Stadionvermarktung im deutschen Profifußball vor dem Hintergrund moderner Stadionneubauten.
Zentrale Themen sind die Vermarktung von VIP-Bereichen, Banden- und Innenraumwerbung, die Rolle der Stadionmarke sowie die finanzielle Refinanzierung von Stadionprojekten.
Ziel ist es, einen Überblick über die derzeitige Situation zu geben und mittels einer empirischen Untersuchung Orientierungshilfe für zukünftige Planungen von Stadionbetreibern zu leisten.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Immobilienmarketing und Stadionvermarktung mit einer eigenen empirischen Primärforschung (Expertenbefragung) unter Stadionvermarktern und Rechtenutzern.
Der Hauptteil umfasst eine Situationsanalyse der deutschen Stadionlandschaft, eine Übertragung von Marketing-Mix-Konzepten der Immobilienbranche und eine detaillierte Fallstudie zur Arena AufSchalke.
Stadionvermarktung, VIP-Logen, Sponsoring, Stadionmarke, Finanzierung, Stadionbau und Vermarktungskonzepte sind die tragenden Begriffe der Untersuchung.
Stadiongeborene Rechte wie Catering, Logenvermarktung oder Namensrechte sind essenziell, um die Einnahmen unabhängiger vom sportlichen Erfolg der Mannschaft zu gestalten.
Die Meinungen gehen auseinander; während neue Formate wie LED-Banden technologisch interessant sind, fürchten viele Akteure eine Reizüberflutung, die den Werbewert mindern könnte.
Die steuerliche Abzugsfähigkeit der VIP-Kosten als Betriebsausgabe steht unter Druck, da Finanzämter teilweise pauschale Abzugsfähigkeiten infrage stellen, was die Vermarktung empfindlich treffen könnte.
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