Bachelorarbeit, 2018
19 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Intention und Transformation
2.1 Intention
2.2 Transformation
3. Body [-Ego-] Material
3.1 Body
3.1.1 Körper in der Kunst
3.1.2 Anthropometrie
3.2 Ego
3.3 Material
3.4 Räumlichkeit
4. Bezug zu anderen Künstler/inne/n
5. Fazit
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Körper, Identität (Ego) und Materialität in der Kunst. Ziel ist es, durch eine theoretische Einbettung und eine praktische künstlerische Auseinandersetzung zu ergründen, wie sich menschliche Körperlichkeit auflöst und welche Spuren sowie Fragmente dabei zurückbleiben.
3.1.1 Körper in der Kunst
Das Bildnis eines Menschen ist seit jeher eines der zentralsten Themen in der Kunst. Je nach Epoche gab es unterschiedliche Techniken, Selbstbildnisse anzufertigen. Diese sind „mimetische oder amimetische, ironisierende, karikierende oder idealisierende Schilderungen, radikale Selbstanalysen, typisierte Darstellungen, fiktive Porträts bzw. abstrakte Darstellungen oder Objekte ohne mimetischen Charakter.“ Selbstbildnisse hatten außerdem unterschiedliche Funktionen, wie z. B. die „bloße Aufzeichnung physiognomischer Daten, bildliche Verarbeitung biografischer Erfahrungen oder Visualisierung psychologischer Einsichten.“
Im späten 19. Jahrhundert war die Malerei das Medium der Selbstbildnisse. Im frühen 20. Jahrhundert kam die Fotografie als reproduktives Medium hinzu. Fotografien wurden zunächst verwendet, um die äußere Erscheinung von etwas zu dokumentieren. Selbstbildnisse entwickelten sich von Gemälden mit Abbildcharakter und Gedenkbildern hin zu Werken der Selbstbetrachtung, in denen der Künstler nicht nur seine Physiognomie, sondern auch sein Ich bzw. seine Identität zunehmend selbst reflektierte.
Daran knüpft die Auseinandersetzung mit den „Geschlechterrollen in fotografischen Selbstbildnissen“ an. In den 1960er Jahren wurde die Selbstdarstellung durch Performances, Happenings und Fluxus neu erlebt. Die Selbstdarstellung wurde zur Selbstausstellung, zur Selbstbemalung, Selbstverstümmelung etc. Es folgte die „Dematerialisierung des Kunstwerkes“ sowie die „Suche nach dem Selbst als Experiment“. Man spricht von body art oder „Ich- Kunst“, die sich später durch das Aufzeichnen von Gefühlen und Beobachtungen zur „Körperempfindung“ bzw. „body awareness“ entwickelt.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die praktische Auseinandersetzung mit der Auflösung menschlicher Körperlichkeit ein und definiert die methodische Struktur der Untersuchung.
2. Intention und Transformation: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die Themenwahl und beschreibt die experimentelle Vorgehensweise, den Körper auf verschiedenen Materialien wie Gaze oder Plexiglas abzubilden.
3. Body [-Ego-] Material: Hier erfolgt die theoretische Einordnung der zentralen Begriffe, wobei Körperkonzepte, Identitätsfragen, Materialästhetik und die räumliche Wirkung der Werke analysiert werden.
4. Bezug zu anderen Künstler/inne/n: Die Autorin setzt ihre eigenen Arbeiten in den Kontext bekannter Künstler wie Yves Klein, Peter Gilles und Valie Export, die ebenfalls mit Körperabdrücken und Fragmentierung arbeiten.
5. Fazit: Die abschließende Reflexion fasst die Ergebnisse der künstlerischen Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf die Bedeutung des Selbstbildnisses in modernen Medien.
Körper in der Kunst, Selbstbildnis, Identität, Anthropometrie, Materialästhetik, Körperlichkeit, Leiblichkeit, Transparenz, Fragmentierung, Prozesshaftigkeit, Bildträger, Flüchtigkeit, Körperabdrücke, Performance, Ego.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung von Körper, Identität (Ego) und Material in der zeitgenössischen Kunst.
Zu den Schwerpunkten gehören Körperlichkeit, die Auflösung von Grenzen, die Rolle von verschiedenen Materialien sowie die Inszenierung des Selbstbildnisses.
Ziel ist es zu untersuchen, was von einem menschlichen Körper und dem "Ego" übrig bleibt, wenn eine Auflösung oder Fragmentierung stattfindet.
Es wird eine Kombination aus theoretischer kunstwissenschaftlicher Analyse und einer praktischen künstlerischen Werksreihe angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Begriffe Body, Ego und Material sowie deren räumliche Wirkung und Einbettung in kunsthistorische Kontexte.
Wichtige Begriffe sind Körperlichkeit, Fragmentierung, Transparenz, Diaphanität, Identitätsbildung und Materialästhetik.
Materialien wie Gaze, Plexiglas und Papier dienen dazu, Effekte von Flüchtigkeit, Transparenz und Leichtigkeit zu erzeugen, die das Thema der Körperauflösung unterstreichen.
Das Zweitfach lieferte Inspiration für essenzielle Lebensfragen und die Auseinandersetzung mit christlicher Symbolik, etwa bei der Legende des Schweißtuchs der heiligen Veronika.
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