Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Definition Einstellungen
2.2 Generalisierte Einstellungen
2.2.1 Right-Wing-Authoritarianism und Social Dominance Orientation.
2.2.3 Das Konzept der Conspiracy Mentality.
2.2.4 Medical Trust.
2.3 Persönlichkeitseigenschaften: Big Five Modell
2.4 Fragestellung und Hypothesen
2.4.1 Hypothesen: Einstellungen.
2.4.2 Hypothesen: Big Five Eigenschaften.
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Nationaler Migrationsfragebogen.
3.3.2 Big Five: BFI-10.
3.4.3 Right-Wing Authoritaritriaism: KSA-3.
3.4.4 Social Dominance Orientation: SDO-4.
3.4.5 Conspiracy Mentality: CMQ.
3.4.6 Medical Trust.
3.4 Geräte und Untersuchungsdurchführung
4 Ergebnisse
4.1 Migrationshintergrund vs. gesellschaftspolitische Einstellungen
4.1.1 RWA, SDO, CM, Medical Trust und Migrationshintergrund.
4.1.3 Exkurs Medical Trust: Analyse der Subskala Heilmethoden und konkrete
4.2 Big Five Persönlichkeitseigenschaften
4.2.1 RWA vs. Gewissenhaftigkeit und Offenheit.
4.2.2 Big Five: Patienten vs. Zufallsstichprobe.
5. Diskussion
Die Arbeit untersucht, ob Unterschiede in generalisierten politischen Einstellungen sowie Persönlichkeitseigenschaften bei psychiatrischen Patienten mit und ohne Migrationshintergrund bestehen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich der Migrationshintergrund und der Patientenstatus auf Konstrukte wie den Right-Wing Authoritarianism, die Soziale Dominanzorientierung und das Vertrauen in das Gesundheitssystem auswirken.
1 Einleitung
Menschen mit Migrationshintergrund (MH) machten 2016 laut Statistischem Bundesamt (Statistisches Bundesamt 1, 2017) rund 22,6% der Bevölkerung aus, etwa 52% davon haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Es liegt auf der Hand, dass es sich bei diesen um eine sehr heterogene Gruppe hinsichtlich der Herkunftsländer, des kulturellen Hintergrunds, der Altersgruppen usw. handelt und es daher schwierig ist, Rückschlüsse auf die Gruppe als Ganze zu ziehen. Schlagzeilen wie „34 Prozent der AfD-Wähler haben einen Migrationshintergrund“ (Gesell, Badische Zeitung, 2016) überraschen den gesellschaftspolitisch interessierten Leser zunächst, genauso wie die Meldung „Flüchtlinge teilen deutsche Wertvorstellungen“ (Migazin, 2016) den Rezipienten verwundert, – wenn auch in einer anderen Richtung. Wie sieht es also tatsächlich aus, welche Einstellungen herrschen vor? Gibt es überhaupt messbare Gruppenunterschiede bei so weitgefassten Konstrukten wie Personen mit Migrationshintergrund?
In dieser Arbeit geht es im weitesten Sinne um Vertrauen als einer Basis menschlichen Zusammenlebens. Gleichgültig, ob man einen Brief in den Briefkasten wirft oder eine E-Mail elektronisch verschickt, ob man eine Pauschalreise bucht oder sich ein Busticket in den Anden kauft, - ganz zu schweigen von persönlichen Beziehungen, - die Basis unseres Miteinanders ist ein gewisses Maß an Vertrauen. Aber gerade das Vertrauen in öffentliche Einrichtungen, „die Politik, die Medien“ etc., scheint in weiten Teilen der Bevölkerung zu schwinden, befeuert u.a. von den Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien.
Vor diesem Hintergrund befasst sich die Psychologie schon länger mit dem Phänomen der Verschwörungstheorien, allerdings nicht mit deren Inhalten, sondern mit Persönlichkeitsvariablen, die mit dem verstärkten Glauben an diese einhergehen. Es finden sich eine Reihe von Überschneidungen zwischen dieser Neigung und rechtskonservativen politischen Einstellungen (Imhoff und Bruder, 2014). Da persönliche Einstellungen, ebenso wie persönliche Eigenschaften, Verhalten in einem gewissen Rahmen vorhersagen und erklären können, sind sie, nicht nur in gesellschaftlichem Rahmen, sondern auch im therapeutischen Bereich von Bedeutung.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas Migrationshintergrund in der Gesellschaft und Darlegung der Fragestellung bezüglich Vertrauen als Basis des menschlichen Zusammenlebens.
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund: Definition der verwendeten Einstellungsbegriffe sowie Vorstellung relevanter Konstrukte wie Autoritarismus, SDO, Verschwörungsmentalität und Medical Trust inklusive der Hypothesenbildung.
3 Methode: Beschreibung der Stichprobe, des Untersuchungsdesigns, der verwendeten Fragebögen zur Erhebung der Daten sowie des Vorgehens bei der Durchführung der Studie.
4 Ergebnisse: Statistische Analyse der erhobenen Daten mittels MANOVA und t-Tests, um Unterschiede zwischen den Patientengruppen sowie Vergleiche mit einer Zufallsstichprobe aufzuzeigen.
5. Diskussion: Interpretation der statistischen Ergebnisse, Reflexion der Einschränkungen der Untersuchung sowie Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf im Kontext des Migrationshintergrunds.
Migrationshintergrund, generalisierte Einstellungen, RWA, SDO, Conspiracy Mentality, Medical Trust, psychiatrische Patienten, Big Five, Autoritarismus, Vertrauen, soziale Dominanzorientierung, Persönlichkeitseigenschaften, psychische Gesundheit, politische Einstellungen, empirische Sozialforschung
Die Arbeit untersucht generalisierte politische Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale bei psychiatrischen Patienten, wobei insbesondere der Vergleich zwischen Patienten mit und ohne Migrationshintergrund im Fokus steht.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vertrauen in öffentliche Institutionen und das Gesundheitssystem, der Neigung zu Verschwörungstheorien sowie den Persönlichkeitsdimensionen nach dem Big Five Modell.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob der Migrationshintergrund und der Patientenstatus einen messbaren Einfluss auf die untersuchten politischen Einstellungen und Persönlichkeitseigenschaften ausüben.
Es wurde eine quantitative Erhebung mittels sechs verschiedener Fragebögen durchgeführt, die sowohl online als auch im Paper-Pencil-Verfahren ausgefüllt wurden.
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund und die Hypothesen dargelegt, gefolgt von einer detaillierten methodischen Vorgehensweise und der Auswertung der Ergebnisse durch multivariate Varianzanalysen.
Zentrale Begriffe sind Migrationshintergrund, RWA (Right-Wing Authoritarianism), SDO (Social Dominance Orientation), Conspiracy Mentality, Medical Trust und Big Five Persönlichkeitseigenschaften.
Das Vertrauen in das Gesundheitssystem spielt eine entscheidende Rolle für die Inanspruchnahme von Behandlungen, die Einhaltung medizinischer Anweisungen und den Behandlungserfolg, was besonders bei Minoritäten von hoher Relevanz ist.
Patienten mit Migrationshintergrund zeigten eine höhere Soziale Dominanzorientierung sowie ein geringeres Vertrauen in das Gesundheitssystem im Vergleich zur Gruppe ohne Migrationshintergrund.
Die untersuchte Patientengruppe wies, wie erwartet, deutlich höhere Werte auf der Neurotizismus-Skala auf und zeigte zudem signifikant niedrigere Werte in Extraversion und Gewissenhaftigkeit.
Die Autorin stuft die selbst entworfene Skala als informativ, aber verbesserungswürdig ein, da einige Fragen redundant waren und die Trennung zwischen Vertrauensaspekten und Behandlungsmethoden präziser hätte erfolgen können.
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