Fachbuch, 2018
62 Seiten
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit
2 Autoethnografie
2.1 Methodische Vorgehensweise: Definition nach Ellis
2.2 Der autoethnografische Arbeitsprozess
2.3 Forschungsmöglichkeiten und -grenzen
3 Theoretische Grundlagen: Konsumsoziologie
4 Vom Versorgungskauf bis zum Online-Shopping
4.1 Das Konsumverhalten im Wandel der Zeit
4.2 Wie funktioniert modernes Online-Shopping?
4.3 Vor- und Nachteile des postmodernen Konsumverhaltens
4.3.1 Praxisbeispiele: H&M, Ebay & Amazon
4.4 Gegenüberstellung: Tradition vs. Moderne
4.5 Reflexiver Exkurs: Analyse eigener Konsumerfahrungen
5 Von konventioneller Partnersuche bis zum Online-Dating
5.1 Die Transformation der Liebe
5.2 Wie funktioniert modernes Online-Dating?
5.3 Möglichkeiten und Grenzen der postmodernen Partnersuche
5.3.1 Praxisbeispiel: Tinder
5.4 Gegenüberstellung: Tradition vs. Moderne
5.5 Reflexiver Exkurs: Analyse eigener Online-Dating-Erfahrungen
6 Online-Shopping 2.0: Moderne Partnersuche mithilfe von Dating-Apps
6.1 Methodische Vorgehensweise: Definition nach Lueger
6.2 Artefaktanalyse: H&M, Ebay & Amazon vs. Tinder
7 Resümee: Analytisch-reflexive Auswertung
7.1 Online-Shopping 2.0: Wird der Partner heutzutage geshoppt?
7.2 Persönliches Resümee/ Autoethnografische Perspektive
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Parallelen zwischen dem modernen Online-Shopping und dem modernen Online-Dating zu untersuchen, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob Partner heutzutage tatsächlich „geshoppt“ werden. Hierbei wird ein autoethnografischer Ansatz gewählt, um wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Konsumsoziologie mit persönlichen Erfahrungen zu verknüpfen.
4.5 Reflexiver Exkurs: Analyse eigener Konsumerfahrungen
Als Kind der Digital-Natives-Generation erfuhr ich früh die Vorteile des World Wide Web. Jedoch verblassen die Erinnerungen an das traditionelle Einkaufserlebnis, das ich damals mit meiner Mutter und Schwester unzählige Male miterleben durfte, nicht. In den Zeiten vor Online-Shops und mobilem Shopping via Smartphone konsumierte ich für mein Alter entsprechend durchschnittlich. Nach dem Wert der Genügsamkeit erzogen, wusste ich bereits in jungen Jahren den Wert des Geldes, welches mir zur Verfügung stand, zu schätzen und erkannte hinter jedem Cent die mühevolle Arbeit, die es benötigte, diesen zu verdienen. In Bezug auf Unterhaltungs- und Modegüter wurde in meiner Kindheit hauptsächlich nach Bedarf eingekauft: Wuchs ich aus meiner Winterjacke heraus, gab es im folgenden Winter eine neue. Fiel ich auf die Knie, wurde die Hose entweder geflickt oder es musste eine neue Jeans her. Neben ein paar Ausnahmen und insbesondere zu gewissen Anlässen im Jahr durfte ich mir über meinen Bedarf hinaus Dinge wünschen oder kaufen. Folglich könnte man davon ausgehen, dass ich in einem verantwortungsvollen Verhältnis gegenüber Konsumgütern aufgewachsen bin.
Allerdings änderte sich dieses Verhältnis, nachdem sich auch die mich umgebenden Einflüsse veränderten. Schulfreunde und neue Bekannte, die in einem anderen Verhältnis zu Konsumgütern aufwuchsen, öffneten mir die Augen für den Mehrwert, den das überdurchschnittliche Konsumieren mit sich brachte. Insbesondere der Konsum von Modeprodukten brachte mir als Jugendliche erhebliches Wohlbefinden. Bald darauf unternahm ich regelmäßige Shopping-Ausflüge mit meinen Freundinnen in verschiedenste Städte und investierte einen Großteil meines erarbeiteten Geldes in meine Garderobe. Für mich waren diese Shopping-Tage mehr als nur der schlichte Kauf von Konsumgütern: Ich fühlte mich in den großen, neuen Shoppingcentern unterhalten und erlebte jedes Mal neue Dinge, die ich zuvor noch nicht gesehen hatte. Wir nahmen uns Zeit um durch jedes einzelne Geschäft zu schlendern und Dinge, die uns gefielen, mit Ruhe und Genuss anzuprobieren. Ich genoss das gesellige Bummeln mit meinen Freundinnen und das Gefühl, welches ich bekam, wenn ich ein bestimmtes Produkt nach ausgiebiger sinnlicher Erfahrung und Begutachtung gekauft hatte.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, ob moderne Partnersuche mit Dating-Apps wie Online-Shopping funktioniert, unter Verwendung eines autoethnografischen Forschungsansatzes.
2 Autoethnografie: Definition und Erläuterung der autoethnografischen Methode nach Ellis als Grundlage für die Reflexion persönlicher Erfahrungen im Kontext der Arbeit.
3 Theoretische Grundlagen: Konsumsoziologie: Einführung in den Begriff des Konsums und dessen soziale Bedeutung sowie die Verknüpfung mit konsumsoziologischen Ansätzen.
4 Vom Versorgungskauf bis zum Online-Shopping: Analyse des historischen Wandels des Konsums hin zum modernen, mobilen Online-Shopping und dessen Vor- und Nachteile.
5 Von konventioneller Partnersuche bis zum Online-Dating: Untersuchung der Transformation der Liebe und der Entwicklung von Dating-Plattformen als Teil der modernen Partnersuche.
6 Online-Shopping 2.0: Moderne Partnersuche mithilfe von Dating-Apps: Anwendung einer Artefaktanalyse nach Lueger, um Parallelen zwischen den Strukturen von Online-Shops und Dating-Apps aufzudecken.
7 Resümee: Analytisch-reflexive Auswertung: Synthese der Ergebnisse, in der die Forschungsfrage beantwortet und durch eine persönliche autoethnografische Perspektive abgerundet wird.
Autoethnografie, Konsumsoziologie, Online-Shopping, Online-Dating, Partnersuche, Tinder, Konsumverhalten, Multioptionsgesellschaft, Artefaktanalyse, Digital Natives, Identität, Konsumgesellschaft, Internetkonsum, Beziehung, Warenkorb
Die Arbeit untersucht die Parallelen zwischen modernem Online-Shopping und Online-Dating unter konsumsoziologischen Gesichtspunkten.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Konsumverhaltens, die Transformation der Liebe in der Moderne sowie die Untersuchung von digitalen Strukturen, die sowohl beim Kauf von Waren als auch bei der Partnerwahl Anwendung finden.
Die Forschungsfrage lautet: "Shoppt man sich heutzutage tatsächlich seinen Partner?" und "Welche Parallelen gibt es dabei?"
Die Arbeit nutzt einen autoethnografischen Forschungsansatz, der wissenschaftliche Literatur mit der subjektiven Reflexion persönlicher Erfahrungen der Autorin verbindet.
Der Hauptteil analysiert die historischen und aktuellen Entwicklungen des Konsumverhaltens, untersucht die Transformation romantischer Beziehungen und führt eine Artefaktanalyse zwischen Online-Shops und der Dating-App Tinder durch.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Autoethnografie, Konsumgesellschaft, Online-Dating, Partner-Shoppen und Identität beschreiben.
Das Smartphone ermöglicht durch seine permanente Verfügbarkeit und Mobilität eine ständige Suche nach potenziellen Partnern, was laut der Autorin eine gewisse Unersättlichkeit und Suchtgefahr begünstigen kann.
Die Autorin beschreibt Ghosting als virales, postmoderneres Verhaltensmuster bei Dating-Apps, das als Mittel genutzt wird, um unangenehme Gespräche oder Bekenntnisse des Desinteresses zu vermeiden.
Es beschreibt das endlose Anzeigen von Kandidaten, das an ein Fließband erinnert, bei dem die Entscheidung für oder gegen eine Person oft nur wenige Sekunden dauert.
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