Fachbuch, 2018
110 Seiten
1 Einleitung
2 Der Angst-Begriff
2.1 Der Angst-Begriff in der Psychologie
2.2 Der Angst-Begriff aus Sicht der Philosophie
2.3 Psychologische Phänomene
3 Angst als Potenzial für die Politik
3.1 Grundlegende Methoden der Manipulation
3.2 Digitale Methoden
4 Tatsächliche Gefahrenlage
4.1 Ist-Analyse der kriminalstatistischen Lage
4.2 Medial dargestellte Gefahrenlage
5 Gezielte Nutzung der Angst am Beispiel AfD LV Sachsen/Wahlkreis Chemnitz
5.1 Vorstellung lokaler Akteure
5.2 Interaktion mit Social Media und Medien
5.3 Strategische Sprache in den Wahlkampfreden
6 Bedeutung für die Soziale Arbeit
7 Resümee
Diese Arbeit untersucht, wie das Potenzial der Angst politisch instrumentalisiert wird und welche Rolle digitale Medien bei der Manipulation der öffentlichen Meinung spielen. Dabei wird analysiert, wie durch die gezielte Bewirtschaftung von Ängsten gesellschaftliche Spaltung gefördert wird und welche Konsequenzen dies für die Soziale Arbeit und das demokratische Zusammenleben hat.
Verzerrung
Schon mit der Grundidee des Konstruktivismus und der Systemtheorie kommt man unweigerlich zur Annahme, dass Wahrnehmung immer auch „verzerrt“ ist. Doch was genau versteht man unter einer Wahrnehmungsverzerrung?
Unter diesem dem Begriff finden sich eine Vielzahl Bedeutungen, Phänomenen und Hypothesen über die Wahrnehmungen, Erwartungen und Vorstellungen des Menschen. In der Psychologie unterscheidet man drei Felder, die Fehlleistungen unserer Wahrnehmung beschreiben:
Die Wahrnehmungsstörung, als eine konkrete neurologische Störung, welche die Verarbeitung unserer sinnlichen Wahrnehmung betrifft.
Die Wahrnehmungstäuschung beschreibt, wenn es erklärbare Gründe dafür gibt, dass messbare physikalische Phänomene in unserer sinnlichen Wahrnehmung anders erscheinen.
Und der Wahrnehmungsfehler (oder auch kognitive Verzerrung), der im allgemeinen Sprachgebrauch mit dem Begriff der Wahrnehmungsverzerrung gemeint wird. Obwohl die Grenzen teilweise fließend sind, steht hinter dem Wahrnehmungsfehler, im Unterschied zur Wahrnehmungsstörung, kein konkreter neurologischer Defekt. Hier handelt es sich in erster Linie um falsche oder ungenaue Wahrnehmungen bzw. Eindrücke von Personen, Dingen und Situationen, die uns zu irrationalen Urteilen führen. Bei der kognitiven Verzerrung geht es also um einseitige, befangene Wahrnehmungen (vgl. Softskills (Hrsg.), o. J.).
Zu den „cognitive bias“ zählen mittlerweile eine Vielzahl bekannter Phänomene, von denen ausgewählte an dieser Stelle vorgestellt werden sollen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Angst als politisches Instrument und Begründung der Relevanz für die Soziale Arbeit.
2 Der Angst-Begriff: Definition von Angst aus psychologischer und philosophischer Sicht sowie Erläuterung psychologischer Phänomene wie Konstruktivismus und kognitiver Dissonanz.
3 Angst als Potenzial für die Politik: Analyse der politischen Nutzung von Angst und Darstellung grundlegender Manipulationsmethoden einschließlich digitaler Strategien.
4 Tatsächliche Gefahrenlage: Gegenüberstellung der realen kriminalstatistischen Lage in Sachsen/Chemnitz und der medialen Berichterstattung.
5 Gezielte Nutzung der Angst am Beispiel AfD LV Sachsen/Wahlkreis Chemnitz: Anwendung der Erkenntnisse auf ein konkretes politisches Beispiel durch Untersuchung lokaler Akteure und deren Wahlkampfstrategien.
6 Bedeutung für die Soziale Arbeit: Diskussion über die Notwendigkeit digitaler Inklusion und einer erweiterten Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit.
7 Resümee: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Fazit zur Bedeutung multiperspektivischer Haltungen in der Sozialarbeitswissenschaft.
Angst, Politische Manipulation, Soziale Medien, Rechtspopulismus, Kriminalstatistik, Konstruktivismus, Wahrnehmungsverzerrung, Microtargeting, Soziale Arbeit, Digitalisierung, Radikalisierung, Gesellschaftliche Spaltung, Wahlkampf, Medienkompetenz, AfD
Die Arbeit untersucht, wie Angst von politischen Akteuren als Instrument genutzt wird, um Meinungsbildung zu beeinflussen und gesellschaftliche Prozesse zu steuern.
Die Themen umfassen politische Psychologie, mediale Berichterstattung, digitale Manipulationsmethoden wie Microtargeting und deren Auswirkungen auf die Soziale Arbeit.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ängste instrumentalisiert werden, um politische Interessen durchzusetzen, und Strategien für die Soziale Arbeit abzuleiten, um dieser Manipulation entgegenzuwirken.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die Literaturrecherche, eine Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistiken sowie eine qualitative Untersuchung von Wahlkampfreden und Social-Media-Interaktionen kombiniert.
Der Hauptteil analysiert theoretische Angstkonzepte, die Divergenz zwischen realer Gefahrenlage und medialem Bild sowie konkrete Manipulationspraktiken am Beispiel des Wahlkreises Chemnitz.
Wichtige Begriffe sind Angstpolitik, politische Manipulation, soziale Medien, Kriminalitätswahrnehmung und Soziale Arbeit.
Chemnitz dient als lokales Fallbeispiel, an dem die Interaktion zwischen sozialen Netzwerken, Lokalpolitikern und Medien exemplarisch nachvollzogen werden kann.
Die Arbeit stellt fest, dass digitale Inklusion essenziell ist, da ungleiche Teilhabe am Internet die Anfälligkeit für manipulative politische Strömungen erhöht.
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