Bachelorarbeit, 2018
79 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Ausgangslage und Problemstellung
2.1 Fragestellung und Zielsetzung
2.2 Gliederung und Vorgehensweise der Arbeit
3. Die Bedeutung der Alterstraumatologie im gesellschaftlichen Kontext
3.1 Der Altersbegriff
3.2 Demographische Entwicklung und sozioökonomische Aspekte
3.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen und gesundheitsökonomische Bedeutung
3.4 Die Alterstraumatologie im Kontextbestehender Versorgungsstrukturen
3.5 Spezifischer Outcome nach Frakturereignissen im Alter - Mortalität
3.6 Altersfrakturen im Kontext der Pflegebedürftigkeit
4. Epidemiologie der Altersfrakturen
4.1 Lokalisation und Inzidenz der Altersfrakturen
4.2 Geschlechterspezifische Verteilung
4.3 Osteoporose
4.4 Altersassoziierte Gebrechlichkeit
4.5 Sturz
5. Herausforderungen in der Versorgung alterstraumatologischer Patienten
5.1 Der Altersprozess und seine Folgen
5.2 Multimorbidität/ Multimedikation
5.3 Das Delir
5.4 Malnutrition
5.5 Das spezifische Entlassmanagement alterstraumatologischer Patienten
6. Die Zertifizierung zum AltersTraumaZentrum DGU®
6.1 Hintergrund und Organisation der Zertifizierung
6.2 Kriterienkatalog
6.2.1 Struktur
6.2.2 Unfallchirurgie
6.2.3 Geriatrie
6.2.4 Interdisziplinäre Kooperationen
6.2.5 Qualitätsmanagement und Risikomanagement
6.3 Beitrag zur Versorgungsforschung –AltersTraumaRegister®
7. Diskussion der Ergebnisse
7.1 Evaluation des Nutzens eines zertifizierten AltersTraumaZentrumsDGU® für den betagten Frakturpatienten
7.2 Bewertung der Zertifizierung aus Sicht der Akteure
7.3. Bewertung der Zertifizierung im Kontext der Gesellschaft
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die speziellen Bedarfe betagter Frakturpatienten im gesellschaftlichen Wandel und analysiert die Zertifizierung zum AltersTraumaZentrum DGU® als neue Versorgungsform. Ziel ist es, den Nutzen dieses interdisziplinären Co-Managements aus Sicht verschiedener Akteure kritisch zu beleuchten und Empfehlungen für eine zukunftsfähige alterstraumatologische Patientenversorgung abzuleiten.
3.1 Der Altersbegriff
Wann ist ein Mensch alt? Diese Frage stellt sich sicherlich jeder Mensch mehrfach im Laufe seines Lebens, wenn auch unterbewusst und im Sinne eines reaktiven Verdrängens. Der Begriff ist subjektiv untermauert, wandelbar und wird in jedem Lebensabschnitt unterschiedlich und individuell wahrgenommen. Neben dem subjektiven Charakter jedes Einzelnen spielt auch die soziale Differenzierung eine tragende Rolle zur Definition des Altersbegriffes. Der dynamische Charakter basiert neben der zeitbezogenen Komponente mitunter auf gesellschaftsspezifischen Faktoren. Umgangssprachlich wird das Alter oftmals am Renteneintritt festgemacht oder in kalendarischen Lebensjahren ausgedrückt.
Auch in der Fachliteratur lässt sich erwartungsgemäß keine eindeutige und verbindliche Definition des Begriffes „Alter“ finden. Das Alter partizipiert vielmehr an unterschiedlichen Ansätzen diverser wissenschaftlicher Disziplinen, wobei zwischen den Begriffen „Alter“, welches einen Lebensabschnitt beschreib tund „Altern“ als individueller Veränderungsprozess unterschieden wird (vgl. Tesch-Römer, Wurm 2009: 7). Die wohl wichtigsten wissenschaftlichen Disziplinen in diesem Kontext sind die Biologie, die Psychologie und die Soziologie, welche allesamt unterschiedliche Auffassungen zum Altersbegriff aufweisen, aber deren Definitionen mitunter maßgeblich für die differenzierte Darstellung des Altersbegriffs sind. „Biologisches Alter bezeichnet die Entwicklungsstadien des Organismus zwischen Geburt und Tod, psychisches Alter diejenigen des personalen Systems undsoziales Alter den Ort der Person im gesellschaftlich gegliederten Lebenslauf, d.h. ihre Zugehörigkeit zu einer der gesellschaftlich abgegrenzten Altersphasen und Altersgruppen“ (Kohli 1998: 1).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den durch den demographischen Wandel steigenden Bedarf an spezialisierter Versorgung für alterstraumatologische Patienten und führt in die Bedeutung der Zertifizierung zum AltersTraumaZentrum DGU® ein.
2. Ausgangslage und Problemstellung: Dieses Kapitel definiert die Forschungsfragen zur Relevanz betagter Frakturpatienten und zum Nutzen der interdisziplinären Zertifizierung bei der Behandlungsqualität.
3. Die Bedeutung der Alterstraumatologie im gesellschaftlichen Kontext: Der Abschnitt beleuchtet den Altersbegriff, demographische Aspekte, gesundheitsökonomische Rahmenbedingungen und den spezifischen Outcome, einschließlich Mortalität und Pflegebedürftigkeit.
4. Epidemiologie der Altersfrakturen: Hier werden Inzidenz, geschlechterspezifische Unterschiede, Osteoporose, Gebrechlichkeit (Frailty) und Sturzrisiken als zentrale epidemiologische Faktoren dargestellt.
5. Herausforderungen in der Versorgung alterstraumatologischer Patienten: Das Kapitel erörtert komplexe Versorgungsprobleme wie den Altersprozess, Multimorbidität, Multimedikation, das Delir, Malnutrition und die Anforderungen an ein spezifisches Entlassmanagement.
6. Die Zertifizierung zum AltersTraumaZentrum DGU®: Es werden der Hintergrund, der Kriterienkatalog, die organisatorische Struktur, die fachliche Zusammenarbeit sowie die Bedeutung des AltersTraumaRegister® für die Versorgungsforschung erläutert.
7. Diskussion der Ergebnisse: Hier erfolgt eine kritische Evaluation des Nutzens der Zertifizierung für Patienten, Akteure und die Gesellschaft, unterstützt durch Studienergebnisse und Kennzahlen.
8. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Bedeutung des betagten Frakturpatienten zusammen und skizziert die notwendige Weiterentwicklung von Versorgungskonzepten angesichts zukünftiger demographischer Herausforderungen.
Alterstraumatologie, Altersfrakturen, Zertifizierung, AltersTraumaZentrum DGU, interdisziplinäres Co-Management, Demographischer Wandel, Osteoporose, Multimorbidität, Multimedikation, Delir, Malnutrition, AltersTraumaRegister, Qualitätsmanagement, Versorgungsforschung, Pflegebedürftigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der medizinischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Alterstraumatologie und untersucht, wie interdisziplinäre Versorgungsstrukturen, insbesondere die Zertifizierung zum AltersTraumaZentrum DGU®, die Behandlungsqualität für ältere Frakturpatienten verbessern können.
Die zentralen Themen umfassen die Epidemiologie von Altersfrakturen, die geriatrische Medizin im Kontext unfallchirurgischer Versorgung, Herausforderungen wie Sturzprophylaxe, Delir-Management und Malnutrition sowie die ökonomischen Aspekte des Entlassmanagements.
Das Hauptziel besteht darin, die spezifischen Bedarfe betagter Frakturpatienten zu identifizieren und die Zertifizierung zum AltersTraumaZentrum als neue Versorgungsform kritisch zu reflektieren, um eine verbesserte Behandlungsqualität durch ein interdisziplinäres Co-Management zu evaluieren.
Die Arbeit ist als reine Literaturstudie konzipiert, die sowohl deutsch- als auch englischsprachige Fachliteratur sowie systematische Übersichtsarbeiten aus relevanten Zeiträumen analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des gesellschaftlichen Kontextes, die Epidemiologie der Altersfrakturen, die spezifischen medizinischen Herausforderungen bei der Versorgung dieser Patientengruppe sowie die detaillierte Analyse der Zertifizierungskriterien für AltersTraumaZentren.
Wichtige Schlagworte sind neben der Alterstraumatologie und der Zertifizierung vor allem Themen wie das Delir, die Multimorbidität, der demographische Wandel sowie das AltersTraumaRegister zur Qualitätssicherung.
Die Differenzierung ist klinisch entscheidend, da das hypoaktive Delir aufgrund seines unauffälligeren Erscheinungsbildes häufiger übersehen wird, was bei betagten Patienten ohne rechtzeitige Intervention schwerwiegende negative gesundheitliche Folgen haben kann.
Ein professionelles Entlassmanagement ist proaktiv und zeitnah zu gestalten, um eine nahtlose Anschlussversorgung sicherzustellen, die Lebensqualität zu erhalten und negative ökonomische Folgen, wie längere Verweildauern oder Drehtüreffekte, zu minimieren.
Da ab einer Einnahme von fünf Medikamenten das Risiko für Interaktionen und Medikationsfehler exponentiell steigt, ist eine ganzheitliche Integration und regelmäßige Anpassung der Medikation an die aktuellen Bedürfnisse des Patienten zwingend erforderlich.
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