Magisterarbeit, 1996
88 Seiten, Note: Sehr Gut (1,3)
Vorbemerkung
1. Einleitung
2. Der Weg des Lëtzebuergeschen zur Nationalsprache
3. Die heutige Sprachpraxis
3.1 Ein domänenspezifischer Überblick über die Sprachpraxis im öffentlichen Bereich
3.1.1 Das Schulwesen
3.1.1.1 Vor- und Grundschule
3.1.1.2 Hauptschule
3.1.1.3 Schultypen mit handwerklich-technischer Ausrichtung
3.1.1.4 Gymnasien
3.1.1.5 Hochschulausbildung
3.1.2 Die Medien
3.1.2.1 Printmedien
3.1.2.2 Rundfunk
3.1.2.3 Fernsehen
3.1.3 Die Justiz
3.1.4 Das Parlament und die öffentlichen Verwaltungen
3.1.5 Die Regierung
3.1.6 Die Kirche
3.2 Ein domänenspezifischer Überblick über die Sprachpraxis im halböffentlich-privaten Bereich
3.2.1 Handel, Gewerbe und Industrie
3.2.2 Arbeitsstelle
3.2.3 Familie, Freunde, Bekannte
3.3 Umfrage
3.3.1 Die Arbeitsstelle
3.3.2 Der Privatbereich
3.3.3 Öffentliche Sprachkontakte
4. Zusammenfassung
5. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle trilinguale Sprachpraxis in Luxemburg anhand ausgewählter repräsentativer Bereiche des öffentlichen sowie des halböffentlich-privaten Lebens unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen und soziolinguistischer Daten.
3. Die heutige Sprachpraxis
Wie sieht nun nach dem Gesetz von 1984 die Wirklichkeit aus? Was wird wann, wo und wie gesprochen und geschrieben? Ein grundlegendes Werk über den Sprachgebrauch in Luxemburg ist Fernand Hoffmanns Werk "Sprachen in Luxemburg". Hierbei muß man jedoch berücksichtigen, daß "Sprachen in Luxemburg" bereits 1979, vor Erlaß des Sprachgesetzes von 1984, veröffentlicht wurde. Das Werk befindet sich demnach nicht auf dem neuesten Stand, insbesondere was das zweite Kapitel "Synchronische Beschreibung der heutigen Triglossie in Luxemburg" anbelangt. Hoffmann schreibt in "Sprachen in Luxemburg": "Vom mündlichen Sprachverkehr zwischen Einheimischen her gesehen, ist das Großherzogtum strikt einsprachig." Er meint damit die soziolinguistische Situation innerhalb der Sprachgemeinschaft im Sinne von Ferguson und nicht die Fähigkeit der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft oder Gesellschaft, zwei oder mehrere Sprachen zu sprechen.
Wozu gehören jedoch die zahlreichen, seit mehreren Generationen in Luxemburg lebenden Italiener? Sie sind luxemburgische Staatsbürger, und diejenigen, die schon lange in Luxemburg leben, sprechen lëtzebuergisch. Damit gehören sie zu der oben genannten Sprachgemeinschaft. Untereinander sprechen viele jedoch italienisch. Sie sprechen also italienisch unter Luxemburgern. Diese Gruppe ist zwar klein, aber man sollte sie nicht ignorieren.
1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung und Etablierung des Lëtzebuergeschen als Nationalsprache seit dem 19. Jahrhundert.
2. Der Weg des Lëtzebuergeschen zur Nationalsprache: Analysiert die rechtliche und gesellschaftliche Entwicklung, insbesondere durch das Sprachgesetz von 1984.
3. Die heutige Sprachpraxis: Untersucht differenziert den aktuellen Sprachgebrauch in verschiedenen öffentlichen und privaten Domänen.
4. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zur gesprochenen und geschriebenen Verwendung der drei Sprachen (Lëtzebuergesch, Deutsch, Französisch) zusammen.
5. Bibliographie: Listet die verwendeten Quellen und Literatur für diese Magisterarbeit auf.
Luxemburg, Lëtzebuergesch, Sprachpraxis, Triglossie, Nationalsprache, Sprachgesetz 1984, soziolinguistische Situation, Bildungswesen, Medien, Sprachgebrauch, Umfrage, Mehrsprachigkeit, Identität.
Die Magisterarbeit beschreibt die trilinguale Sprachpraxis in Luxemburg in verschiedenen Lebensbereichen zur Zeit der Datenerhebung im Jahr 1996.
Im Zentrum stehen die Verwendung von Lëtzebuergesch, Deutsch und Französisch in Institutionen wie Schulen, Medien, Justiz, Verwaltung, Kirche sowie im privaten Umfeld.
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der tatsächlichen Sprachsituation durch die Verknüpfung von Literaturanalyse und einer eigenen empirischen Umfrage unter luxemburgischen Staatsbürgern.
Die Arbeit kombiniert eine deskriptive Analyse soziolinguistischer Literatur mit einer quantitativen Umfrage, für die 1000 Umfragebögen an luxemburgische Staatsbürger verteilt wurden (mit 810 auswertbaren Ergebnissen).
Der Hauptteil analysiert domänenspezifisch (z.B. Schulwesen, Medien, Justiz, Handel) den Sprachgebrauch und untersucht, inwieweit das Lëtzebuergesche als gesprochene Sprache dominiert und welche Rollen Deutsch und Französisch in der Schriftsprache einnehmen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Luxemburg, Lëtzebuergesch, Triglossie, Nationalsprache, Sprachpraxis und Mehrsprachigkeit charakterisiert.
Das Schulwesen wird als eine Hauptbelastung für luxemburgische Kinder beschrieben, da diese mehrere Sprachen (Lëtzebuergesch, Deutsch, Französisch) parallel erlernen müssen, wobei Deutsch die erste Schriftsprache darstellt.
Die Medien wirken sprachgestaltend und normierend; während Lëtzebuergesch in Rundfunk und Fernsehen eine starke und zunehmende Rolle spielt, dominieren im schriftlichen Bereich der Zeitungen Französisch und Deutsch.
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