Bachelorarbeit, 2017
157 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Der Weg zu dieser Arbeit
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Studie
2 Jugendarbeit
2.1 Auftrag und Ziele
2.2 Grundprinzipien der Jugendarbeit
2.3 Sport in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
3 Kampfsport
3.1 Kampfsport und Kampfkunst
3.2 Zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Gewalt und Kampf
3.2.1 Zur Gewalt
3.2.2 Zum Kampf
3.3 Kampfsport und Gesellschaft
3.3.1 Die Ambivalenz des Kampfsports am Beispiel der UFC
3.3.2 Der Boxsport als Repräsentant des Kampfsports
3.4 Kampfsport in der Pädagogik
3.5 Kampfsport als Gewaltprävention
3.6 Kampfsport als Medium zur Wertevermittlung
3.7 Kampfsport als Ressource zur Selbstverteidigung
3.8 Kampfsport und Kohärenz/Resilienz/Selbstwirksamkeit
4 Boxsport
4.1 Boxen als Kampfsport
4.2 Besonderheiten und Vorteile des Boxens
4.3 Trainingsformen im Boxtraining
4.4 Aktives Amateurboxen
5 Zusammenfassung und Entwicklung der forschungsleitenden Hypothesen
6 Methodik
6.1 Qualitatives Interview
6.2 Konstruktion des Interviewleitfadens
6.3 Auswahl der Personen
6.4 Durchführung
7 Auswertung
7.1 Auswertungsverfahren
7.2 Darstellung der Ergebnisse
7.2.1 Personenbezogene Daten der Befragten
7.2.2 Aggressionsabbau
7.2.3 Wertevermittlung
7.2.4 Selbstverteidigung
7.2.5 Psychische Gesundheit, Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit
8 Fazit
9 Reflexion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial von Boxsportangeboten in der Jugendarbeit, mit dem Ziel, Chancen und Risiken zu identifizieren und eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für deren Integration zu schaffen.
3.1 Kampfsport und Kampfkunst
Vermutlich wurde jeder, der schon einmal mit dem Phänomen des Kämpfens auf direkte oder indirekte Weise in Berührung gekommen ist, mit den Begriffen Kampfsport und Kampfkunst konfrontiert. Die Begriffe Kampfsport und Kampfkunst werden in der Literatur und in den Medien häufig – nicht selten aufgrund mangelnder Hintergrundinformationen - als Synonyme verwendet, da beide Bezeichnungen Formen der praktischen Kampfausübung repräsentieren und in ihrer Bedeutung nicht ganz trennscharf voneinander zu unterscheiden sind. Eine Abgrenzung der beiden Termini macht jedoch durchaus Sinn, weil sie jeweils unterschiedliche Dimensionen widerspiegeln, auch wenn diese dennoch teilweise fließend ineinander übergehen.
Eine Unterscheidung der Begriffe Kampfsport und Kampfkunst kann zunächst mit Hilfe der zusammengesetzten Wörter „Kampf“ sowie „Sport“ und „Kunst“ erfolgen, welche deutlich auf einen unterschiedlichen Kontext verweisen. Während „Kunst“ eher auf die ästhetische Darstellung und auf den Lehrsatz von Kampf verweist, deutet das Wort „Sport“ vielmehr auf die praktische und wettkampfbezogene Dimension des Kämpfens hin. Diese Schlussfolgerung kann auch in der Literatur festgemacht werden, in welcher der Kampfkunst überwiegend eine theorie- und charakterbezogene Bedeutung zukommt, während Kampfsport vor allem mit dem sportlichen Wettkampf in Verbindung gebracht wird.
1 Einleitung: Erläutert die Motivation, den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der empirischen Untersuchung zur Integration des Boxsports in die Jugendarbeit.
2 Jugendarbeit: Definiert das Aufgabenfeld der Jugendarbeit, ihre gesetzlichen Grundlagen und Grundprinzipien sowie die Bedeutung des Sports als pädagogisches Medium.
3 Kampfsport: Analysiert soziologische und pädagogische Zusammenhänge, grenzt Kampfsport von Kampfkunst ab und diskutiert dessen gesellschaftliche Ambivalenz sowie Chancen in der Pädagogik.
4 Boxsport: Detailliert die Eigenheiten des Boxsports, seine Vorteile gegenüber anderen Kampfsportarten sowie die für die Untersuchung relevanten Trainingsformen.
5 Zusammenfassung und Entwicklung der forschungsleitenden Hypothesen: Bündelt die theoretischen Erkenntnisse und leitet daraus die Hypothesen für die empirische Sozialforschung ab.
6 Methodik: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Auswahl der fünf befragten Jugendlichen und die Durchführung der Experteninterviews.
7 Auswertung: Präsentiert die Ergebnisse der Interviews, ordnet diese in Kategorien ein und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der pädagogischen Potenziale und Risiken.
8 Fazit: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer erfolgreichen Integration von Boxsportangeboten in die Jugendarbeit.
9 Reflexion und Ausblick: Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vorgehensweise und Impulse für zukünftige Forschungsansätze.
Boxsport, Jugendarbeit, Kampfsport, Aggressionsabbau, Gewaltprävention, Respekt, Disziplin, Selbstverteidigung, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Kohärenz, Persönlichkeitsentwicklung, Qualitatives Interview, Pädagogisches Potenzial, Sozialraumorientierung
Die Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial von Boxsportangeboten in der Jugendarbeit, insbesondere im Hinblick auf ihre Chancen und Risiken.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Sports in der Jugendarbeit, die Unterscheidung zwischen Kampfkunst und Kampfsport, sowie das Potenzial des Boxens für Aggressionsabbau und Wertevermittlung.
Das Ziel ist es, die Chancen des Boxsports empirisch zu belegen, um eine Grundlage für dessen Legitimation und Konzeption innerhalb der professionellen Jugendarbeit zu schaffen.
Der Autor führt eine qualitative Sozialforschung durch, basierend auf fünf halbstrukturierten Experteninterviews mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Boxvereinen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Begriffs Kampfsport, eine spezifische Analyse des Boxsports als Medium und eine anschließende methodische Auswertung der geführten Interviews.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Boxsport, Jugendarbeit, Aggressionsabbau, Gewaltprävention, Wertevermittlung und Resilienz definieren.
Das Training wird als geeignetes Instrument angesehen, um Alltagsstress abzubauen, wobei jedoch davor gewarnt wird, es nur als unreflektiertes Ventil zu nutzen, da dies zu einer Abhängigkeit führen kann.
Der Autor betont, dass eine erfolgreiche Integration in die Jugendarbeit zwingend die Begleitung durch eine pädagogisch geschulte Fachperson erfordert, um die Potenziale konstruktiv zu nutzen.
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