Diplomarbeit, 2005
107 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Finanztheoretische Einordnung von Private Equity
2.1 Begriffsbestimmung Private Equity
2.1.1 Private Equity versus Venture Capital
2.1.2 Abgrenzung innerhalb der Kapitalstruktur
2.2 Die Principal-Agent-Problematik
2.2.1 Allgemeiner Ansatz
2.2.2 Agency Kosten
2.2.3 Lösungsansätze für Private Equity-Beteiligungen
3. Inhalt und Ablauf einer Private Equity-Finanzierung
3.1 Grundlegende Beteiligungsformen
3.2 Das Direktinvestment
3.3 Das Fondsprinzip der Private Equity-Gesellschaften
3.3.1 Strukturelle Ausgestaltung
3.3.2 Steuerliche Behandlung in Deutschland
3.3.3 Alternative Fondsstrukturen
3.3.4 Das Dachfondsprinzip
3.4 Ablauf eines Investitionsprozesses
3.5 Differenzierung nach Finanzierungsanlässen
3.5.1 Frühphasenfinanzierung
3.5.2 Expansionsfinanzierung
3.5.3 Bridge-Finanzierung
3.5.4 Buy-out-Finanzierung
3.5.5 Finanzierung von Restrukturierungen
3.6 Der Exit einer Private Equity-Beteiligung
3.7 Performancemessung und Bewertung einer Private Equity-Beteiligung
3.7.1 Renditemessung
3.7.2 Bewertungsverfahren und ihre Anwendbarkeit für Private Equity
3.7.2.1 Discounted Cashflow-Methoden
3.7.2.2 Multiplikator-Methoden
3.7.2.3 Venture Capital-Methode
3.7.2.4 Einfluss der Finanzierung auf die Bewertung
4. Analyse des deutschen Private Equity-Marktes
4.1 Rückblick und Status Quo
4.2 Entwicklung der Private Equity-Fonds
4.2.1 Marktvolumen
4.2.2 Überblick der Kapitalgeber
4.2.3 Das Segment deutscher Private Equity-Dachfonds
4.3 Investitionsverhalten
4.3.1 Investitionen nach Finanzierungsphasen
4.3.2 Im Fokus – Buy outs
4.3.3 Die Entwicklung der Exitkanäle
4.4 Die öffentliche Förderung für Private Equity
4.4.1 Europäische Investitionsbank
4.4.2 KfW-Mittelstandsbank
4.4.3 Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften
4.4.4 Strukturelle Probleme des deutschen Fördersystems
5. Die internationalen Private Equity-Märkte
5.1 Der europäische Markt für Private Equity
5.2 Private Equity in den USA
5.3 Asien – ein Wachstumsmarkt für Private Equity?
6. Einflussfaktoren und Tendenzen für die zukünftige Entwicklung von Private Equity
6.1 Globalisierung und die Veränderungen im Finanzsystem
6.1.1 Strukturwandel am Finanzmarkt
6.1.2 Basel II und die Auswirkungen für Private Equity
6.1.2.1 Mindestkapitalanforderungen für Beteiligungen
6.1.2.2 Kreditvergabepolitik und die Folgen für Private Equity
6.1.3 IFRS und die Private Equity-Industrie
6.2 Die Relation von Private Equity- und Hedge-Fonds
6.2.1 Eigenschaften, Strategien und Entwicklung der Hedge-Fonds
6.2.2 Der Einfluss von Hedge-Fonds auf die Private Equity-Industrie
6.2.3 Die Zukunft der beiden Fondssegmente
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Ursachen der aktuellen Entwicklung von Private Equity auf den deutschen und internationalen Kapitalmärkten und untersucht neue Tendenzen für die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung von Einflussgrößen wie Basel II und IFRS. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Private Equity angesichts veränderter Finanzierungslandschaften als Finanzierungsinstrument und Investmentklasse weiter an Bedeutung gewinnen kann.
3.5.4 Buy-out-Finanzierung
Bei dieser Finanzierungssituation in den Spätphasen eines Unternehmens geht es allgemein um die Unternehmensübernahme durch Investoren, die dann an der operativen Führung des neuen Unternehmens beteiligt sind.
Der MBO (Management Buy-out) stellt dabei eine besondere Form da. Nicht ein externer Dritter, sondern das bereits bestehende Management tritt als Käufer des Unternehmens auf. Unter einem MBI wird dagegen eine Unternehmensübernahme verstanden, bei der ein fremdes Management Eigentümerrechte und Managementaufgaben im Unternehmen wahrnehmen möchte.
Da die Kaufpreise mittelgroßer Unternehmen i.d.R. die Finanzmittel der Manager übersteigen, werden Private Equity-Gesellschaften als Finanzpartner des Managements hinzugezogen. Das Muster nachdem ein MBO/MBI meistens abläuft lässt sich vereinfacht so darstellen: Der Private Equity-Investor und das Management gründen gemeinsam eine Erwerbsgesellschaft (New Company), und halten dabei die Anteile dieser Gesellschaft. Nach Gründung wird diese mit den für die Übernahme des Unternehmens notwendigen Finanzmitteln ausgestattet. Das gesamte Finanzierungsvolumen ergibt sich aus der Summe des Kaufpreises für die Geschäftsteile und den abzulösenden Verbindlichkeiten, zuzüglich entstandener Transaktionskosten. Die Finanzierungsstruktur besteht i.d.R. aus Eigenkapitalkomponenten (Private Equity Gesellschaft und Management), aus Mezzanine-Kapital (Mezzanine Fonds) und Fremdkapital, was von Banken zur Verfügung gestellt wird. In der Praxis kommt es häufig vor, dass nach dem Erwerb weitere Liquidität für das operative Geschäft notwendig ist. Dies kann durch eine zusätzliche Kapitalerhöhung auf der Passivseite, oder Leasing- und Factoring- Maßnahmen auf der Aktivseite realisiert werden.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert das gestiegene Interesse an Private Equity als Finanzierungsinstrument und definiert das Ziel der Analyse der Marktentwicklung sowie Einflussgrößen.
2. Finanztheoretische Einordnung von Private Equity: Dieses Kapitel definiert den Begriff, ordnet ihn in die Kapitalstruktur ein und analysiert die Agency-Problematik bei Beteiligungen.
3. Inhalt und Ablauf einer Private Equity-Finanzierung: Der Abschnitt beschreibt Beteiligungsformen, das Fondsprinzip, den Investitionsprozess sowie Methoden der Bewertung und Renditemessung.
4. Analyse des deutschen Private Equity-Marktes: Hier werden die historische Entwicklung, das Marktvolumen, Fundraising-Aktivitäten und die öffentliche Förderung detailliert untersucht.
5. Die internationalen Private Equity-Märkte: Der Fokus liegt auf den Entwicklungen in Europa, den USA und den asiatischen Märkten als Wachstumsregionen.
6. Einflussfaktoren und Tendenzen für die zukünftige Entwicklung von Private Equity: Das Kapitel behandelt Auswirkungen von Basel II, IFRS und die wachsende Interaktion mit Hedge-Fonds.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von Private Equity für den Wirtschaftsstandort.
Private Equity, Venture Capital, Buy-out, MBO, MBI, Finanzierung, Agency-Theorie, Due Diligence, Basel II, IFRS, Hedge-Fonds, Rendite, Bewertungsmethode, Kapitalmarkt, Risikokapital.
Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen der aktuellen Entwicklung von Private Equity auf dem deutschen und internationalen Markt sowie die zukünftigen Trends.
Die zentralen Themen umfassen die Finanztheorie, den Ablauf von Private Equity-Finanzierungen, Marktanalysen in Deutschland und international sowie regulatorische Einflüsse.
Das Ziel ist eine detaillierte Analyse der Ursachen für die gegenwärtige Situation der Märkte und die Identifikation von Einflussgrößen, welche die zukünftige Entwicklung beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung empirischer Marktdaten (Statistiken von BVK, EVCA etc.) und der Anwendung agency-theoretischer Ansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des deutschen Marktes, internationale Marktbetrachtungen (Europa, USA, Asien) sowie eine Untersuchung von Einflussfaktoren wie Basel II und Hedge-Fonds.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Private Equity, Buy-out, Risikokapital, Agency-Theorie, Basel II und IFRS sowie Unternehmensbewertung charakterisiert.
Sie dient als theoretischer Rahmen, um die Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien zwischen Beteiligungsgesellschaften und Portfoliounternehmen zu analysieren und Lösungsansätze abzuleiten.
Hedge-Fonds werden als zunehmende Konkurrenz im Buy-out-Markt betrachtet, deren Strategien sich zunehmend mit denen von Private Equity überschneiden.
Basel II führt zu einer höheren Eigenkapitalunterlegung für Beteiligungen bei Banken, was die Verfügbarkeit von Fremdkapital beeinflusst und Unternehmen zur Eigenkapitalstärkung zwingt.
Das Fundraising ist entscheidend für das Kapitalvolumen der Fonds; die Arbeit verdeutlicht hier ein Missverhältnis zwischen eingeworbenem Kapital und investiertem Volumen.
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