Diplomarbeit, 2005
54 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Problemstellung: Veränderung der Finanzierungsbedingungen für klein und mittelständische Unternehmen
1.2. Lösungsansatz: alternative Finanzierungskonzepte
2. Eine Bestandsaufnahme
2.1. Der deutsche Mittelstand in der Krise ?
2.2. Finanzierungsstruktur von KMU
2.2.1. Eigenkapitalausstattung im Mittelstand
2.2.2. Liquiditätsgefahr
2.2.3. Kreditbestand von KMU
2.3. Basel II
2.3.1. Die 3 Säulen von Basel II
2.3.2. Auswirkungen von Basel II auf die Finanzierung vom KMU
3. Innenfinanzierung
3.1. Selbstfinanzierung
3.1.1. offene Selbstfinanzierung
3.1.2. stille Selbstfinanzierung
3.1.3. Bilanz der Selbstfinanzierung
3.2. Finanzierung aus Abschreibungen
3.3. Finanzierung aus langfristigen Rückstellungen
3.4. Finanzierung aus Vermögensumschichtungen
4. Außenfinanzierung
4.1. Einlagen und Beteiligungsfinanzierung
4.1.1. Finanzierung ohne Zugang an Börsen
4.1.1.1. Private Equity und Venture Capital
4.1.1.1.1. aktuelle Entwicklung
4.1.1.1.2. Phasen und Prozesse der Finanzierung
4.1.1.1.3. Private Equity die Lösung für Unternehmensnachfolge und Unternehmensübernahme
4.1.2. Finanzierung mit Zugang zu Börsen
4.1.2.1. Going Public
4.1.2.2. Kapitalerhöhungen
4.1.3. Stille Beteiligungen – Mezzanine Finanz
4.1.3.1. Definition Mezzanine Finanzierungen
4.1.3.2. Was steckt hinter dem Begriff Mezzaninen Kapital
4.1.3.3. Beispielmodelle
4.1.3.3.1. ERP – Eigenkapitalprogramm
4.1.3.3.2. ge|mit ein Produkt für die Großen unter den Kleinen
4.1.3.3.3. Mittelstandsfonds
4.1.3.3.4. Zwischenbilanz der MK-Beteiligungen
4.2. Kreditfinanzierung
4.2.1. Factoring
4.2.2. Leasing
4.2.3. Asset Backed Securities (ABS)
4.2.4. Genussrechte
5. Beurteilung der Finanzierungsmöglichkeiten und Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die veränderten Finanzierungsbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland, die primär durch restriktivere Bankenkredite und die Auswirkungen von Basel II bedingt sind. Ziel ist es, alternative Finanzierungsformen aufzuzeigen, die zur Sicherung der Liquidität und zur Stärkung der Eigenkapitalbasis beitragen können, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum dieser Unternehmen langfristig zu sichern.
4.1.1.1. Private Equity und Venture Capital
Die im angelsächsischen Raum geläufigen und verwendeten Begriffe „Private Equity“ und „Venture Capital“ entsprechen dem im Deutschen verwendeten Begriff „Beteiligungsfinanzierung“, welcher oftmals gleichzeitig mit diesem verwendet wird. Als Private Equity wird eine Art der Beteiligungsfinanzierung von Investoren definiert, wo einem nicht an der Börse zugelassenen wachstumsstarken und am Markt etablierten Unternehmen mittel- bis langfristigen Eigenkapital, ohne das es über genügende Sicherheiten verfügt, zur Verfügung gestellt wird. Es besteht von den beteiligten Finanzinvestoren von Anfang an die Absicht, die Unternehmensanteile innerhalb eines Zeitraumes, durch einen so genannten Exit, mit einem dem Risiko entsprechenden Gewinn zu veräußern. Venture Capital im Gegensatz bedeutet die Bereitstellung von Risikokapital für überdurchschnittlich riskante Investitionen, welches vor allem für stark technologieorientiert Unternehmen mit hohen Wachstumschancen und einem hohen Anteil an Humankapital notwendig ist. Diese Unternehmen hätten keinesfalls auf dem Markt eine Chance, wenn sie sich alleine aus der Innenfinanzierung und der Kreditfinanzierung refinanzieren müssten, da ihnen i. d. R. der Zugang zu anderen Eigenkapitalquellen fehlt. Eine klassische Kreditfinanzierung kommt bei diesen Unternehmen bzw. Gründungsvorhaben selten in Betracht, es fehlt den Unternehmen einfach an ausreichendem Besicherungspotential in Form von Gegenständen des Anlagevermögens. Der ausschlaggebende Beweggrund für die Beteiligungsfinanzierung im Rahmen des Venture Capital ist also die Nutzung von Markt- und Wachstumschance durch Unternehmensneugründungen, Finanzierung von Buy Outs oder durch Spin Offs über den Rahmen der klassischen Finanzierungsmodelle mit ihren starren Sicherungselementen hinaus.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch restriktive Bankpolitik und Basel II erschwerten Finanzierungsbedingungen für deutsche KMU und führt alternative Finanzierungskonzepte als Lösung ein.
2. Eine Bestandsaufnahme: Das Kapitel analysiert die zentrale Rolle des Mittelstands in der deutschen Wirtschaft, zeigt dessen hohe Abhängigkeit von Bankkrediten auf und beleuchtet die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvorschriften nach Basel II.
3. Innenfinanzierung: Hier werden Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung aus eigener Kraft untersucht, einschließlich Selbstfinanzierung, Abschreibungsgegenwerten, Rückstellungen und Vermögensumschichtungen.
4. Außenfinanzierung: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und behandelt Instrumente zur Zuführung von Eigen- und Fremdkapital von außen, wie Beteiligungsfinanzierung, Mezzanine-Kapital, Factoring, Leasing, Asset Backed Securities und Genussrechte.
5. Beurteilung der Finanzierungsmöglichkeiten und Schlussbetrachtung: Dieses Fazit bewertet die Eignung der untersuchten Finanzierungsmodelle für KMU und betont die Notwendigkeit für Unternehmen, sich für Investoren transparenter zu öffnen.
KMU, Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Basel II, Innenfinanzierung, Außenfinanzierung, Private Equity, Venture Capital, Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Factoring, Leasing, Asset Backed Securities, Genussrechte, Bonität
Die Arbeit befasst sich mit der Situation kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Deutschland, die aufgrund einer restriktiveren Kreditvergabe durch Banken sowie der Einführung von Basel II vor neuen Herausforderungen bei der Finanzierung stehen.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Bestandsaufnahme des Mittelstands, Möglichkeiten der Innenfinanzierung sowie eine detaillierte Betrachtung verschiedener Formen der Außenfinanzierung, wie beispielsweise Beteiligungskapital und Kreditfinanzierungsalternativen.
Das Ziel ist es, alternative Finanzierungskonzepte zu identifizieren und zu bewerten, die KMU helfen können, die Finanzierungslücke zu schließen und ihre Eigenkapitalbasis sowie ihre Bonität zu stärken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Studien (z. B. der KfW und verschiedener Banken) sowie der Untersuchung spezifischer Finanzierungsprodukte und Praxisbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in die Innenfinanzierung (z. B. Selbstfinanzierung, Abschreibungen) und die umfassende Außenfinanzierung, welche Beteiligungsformen (Private Equity, Venture Capital, Mezzanine) sowie Kreditfinanzierungen (Factoring, Leasing, ABS) detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind KMU, Mittelstand, Basel II, Finanzierungsalternativen, Eigenkapital, Private Equity, Mezzanine-Kapital, Factoring, Leasing und Bonität.
Basel II führt laut Autor dazu, dass Kredite zunehmend bonitätsabhängig vergeben werden, was KMU aufgrund ihrer traditionell geringen Eigenkapitalquoten vor die Herausforderung stellt, ihre Transparenz und ihre Bonität gegenüber Banken verbessern zu müssen.
Der Autor stellt fest, dass der enorme Aufwand und die hohen Mindestvolumina (meist ab 50 Mio. Euro) für eine ABS-Transaktion diese Form der Finanzierung für die Mehrzahl der kleinen und mittleren Unternehmen in der Praxis ausschließen.
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