Examensarbeit, 2000
127 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Klärung von Begrifflichkeiten
2. Beschulung bei Verhaltensstörungen
2.1 Aufgaben und Ziele
2.2 Schulformen
2.3 Die Herman-Nohl-Schule
3. Aufgaben des Deutschunterrichts
3.1 Aufgaben aus der Sicht der Fachliteratur
3.2 Der Lehrplan
3.3 Aufgaben des Deutschunterrichts in der Praxis
3.3.1 Aufgaben aus der Sicht des Lehrkörpers
3.3.2 Aufgaben aus der Sicht der Schüler
3.3.3 Aufgaben aus der Sicht der Arbeitgeber
3.4 Resümee
4. Fördermöglichkeiten im und durch den Deutschunterricht
4.1 Voraussetzungen
4.2 Lernbereiche des Faches
4.2.1 Textproduktion
4.2.1.1 Geschichte
4.2.1.2 Aufsatzformen heute / Die kognitive Wende
4.2.1.3 Textproduktion aus der Sicht der Schüler
4.2.1.4 Textproduktion aus der Sicht der Lehrer
4.2.2 Personal-kreatives Schreiben
4.2.2.1 Fördermöglichkeiten durch personal-kreatives Schreiben
4.2.2.2 Therapeutische Aspekte des personalen Schreibens
4.2.2.3 Ansätze zur Durchführung im Unterricht
4.2.2.4 Fazit
4.2.2.5 Personal-kreatives Schreiben aus der Sicht der Lehrer
4.2.3 Umgang mit Texten
4.2.3.1 Formen des Lesens
4.2.3.2 Leseförderung
4.2.3.3 Umgang mit Texten aus Sicht der Schüler
4.2.3.4 Umgang mit Texten aus Sicht der Lehrer
4.2.4 Mündlicher Sprachgebrauch
4.2.4.1 Geschichte
4.2.4.2 Die Kommunikationsaxiome WATZLAWICKs
4.2.4.3 Lehr- und Lernziele des mündlichen Sprachgebrauchs
4.2.4.4 Mündlicher Sprachgebrauch aus der Sicht der Schüler
4.2.4.5 Mündlicher Sprachgebrauch aus der Sicht der Lehrer
4.2.4.6 Fazit
4.3 Rechtschreibunterricht und die Rechtschreibreform
4.3.1 Rechtschreib- und Grammatikunterricht
4.3.1.1 Rechtschreib- und Grammatikunterricht aus der Sicht der Schüler
4.3.1.2 Rechtschreib- und Grammatikunterricht aus der Sicht der Lehrer
4.3.2 Die Rechtschreibreform
4.3.2.1 Das Ziel der Rechtschreibreform
4.3.2.2 Konsequenzen für den Unterricht
4.3.2.3 Die Rechtschreibreform aus der Sicht der Lehrer
4.3.2.4 Die Rechtschreibreform aus der Sicht der Schüler
5. Gesamtpersonelle Fördermöglichkeiten und besonderer Förderbedarf
5.1 Deutschunterricht mit Kindern nicht-deutscher Muttersprache
5.1.1 Mögliches Förderkonzept für Kinder nicht-deutscher Muttersprache im Deutschunterricht
5.1.2 Die Sicht der Schüler
5.1.3 Die Sicht der Lehrer
5.2 Lese- Rechtschreibschwäche
5.2.1 Legastheniedefinitionen im geschichtlichen Rückblick
5.2.2 Der Legastheniebegriff heute
5.2.3 Mögliche Ursachen für Legasthenie
5.2.4 Verschiedene Modelle der Legastheniker-Förderung
6. Weitere Aspekte des Deutschunterrichts
6.1 Schüler
6.1.1 Mögen Schüler das Fach Deutsch?
6.1.2 Schwierigkeiten aus der Sicht der Schüler
6.1.3 Wie kann der Deutschunterricht interessanter gestaltet werden?
6.1.4 Ist der (Deutsch-)Unterricht in besonderem Maße lehrerabhängig?
6.2 Lehrer
6.2.1 Lehrplanorientierung der Lehrer
6.2.2 Nutzen die Lehrer spezielle Unterrichtsmodelle für den Deutschunterricht?
6.2.3 Lehrerkommentare
6.3. Beobachtungen und Anmerkungen
6.3.1 Unterrichtseinheit vom 5.4.2000
6.3.2 Unterrichtseinheit vom 6.4.2000
7. Nachwort/ Schlussbetrachtung
8. Literaturverzeichnis
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht den Deutschunterricht an Schulen für Verhaltensbehinderte, um Konzepte und Wege aufzuzeigen, wie dieser für die spezifischen Bedürfnisse dieser Schülerschaft praxisorientiert gestaltet werden kann. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Unterrichtspraxis durch Interviews und Beobachtungen sowie der Reflexion didaktischer Ansätze.
4.2.2.3 Ansätze zur Durchführung im Unterricht
Konkrete Schreibanlässe, bei denen therapeutische Aspekte sich auf ein Minimum reduzieren lassen, gibt es sicherlich in ausreichender Anzahl. Das personal-kreative Schreiben ist so offen und frei gestaltet, dass es in fast allen Bereichen eines produktiven oder auch handlungsorientierten Deutschunterrichts eingesetzt werden kann (vgl. SCHUSTER 1999).
1. Das Clustering: Diese Offenheit gewinnt das personal-kreative Schreiben durch seine Methoden, die unter anderem aus den Brainstorm-Verfahren abgeleitet sind wie z.B. das Clustering. „Das Cluster mobilisiert die kindlichen Sprachmuster. Es durchbricht die Schale des genormten Realismus der Klischees der Alltagsrede, die nur zu oft im Schreiben alle Lust abblocken. [...] Das Cluster-Verfahren setzt: Freie Assoziationen gegen sterile Systematik, Bild gegen Begriff, Originalität gegen Konvention, Ganzheit gegen Detail und kindliche Originalität gegen erwachsene Routine“ (VON WERDER, zitiert bei SCHUSTER 1999, 53f). Bei diesem Verfahren werden die blitzartig auftauchenden Assoziationen der Schüler und somit ihr bildliches Denken sichtbar.
1. Einleitung: Darstellung des Anliegens, den Deutschunterricht speziell auf die Bedürfnisse von Schülern an der Schule für Verhaltensbehinderte abzustimmen.
2. Beschulung bei Verhaltensstörungen: Einführung in die schulischen Rahmenbedingungen und das Konzept der Herman-Nohl-Schule.
3. Aufgaben des Deutschunterrichts: Untersuchung der Zielsetzungen durch Fachliteratur, Lehrpläne sowie Praxisbefragungen von Schülern und Arbeitgebern.
4. Fördermöglichkeiten im und durch den Deutschunterricht: Detaillierte Analyse von Lernbereichen wie Textproduktion, kreativem Schreiben und mündlichem Sprachgebrauch.
5. Gesamtpersonelle Fördermöglichkeiten und besonderer Förderbedarf: Diskussion der Integration von Kindern nicht-deutscher Muttersprache und Ansätze zur Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche.
6. Weitere Aspekte des Deutschunterrichts: Auswertung von Beobachtungen zu Schülereinstellungen, Lehrerpersönlichkeit und konkreten Unterrichtseinheiten.
7. Nachwort/ Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflektion über die Erreichung der Zielsetzung und die Bedeutung sozial-kommunikativer Ziele.
Deutschunterricht, Verhaltensstörungen, Schule für Verhaltensbehinderte, Personal-kreatives Schreiben, Clustering, Leseförderung, Mündlicher Sprachgebrauch, Rechtschreibreform, Kommunikative Kompetenz, Inklusion, Sonderpädagogik, Schreibanlässe, Schülermeinungen, Unterrichtspraxis, Sprachförderung.
Die Arbeit widmet sich dem Deutschunterricht an Schulen für Verhaltensbehinderte und beleuchtet didaktische Konzepte, Möglichkeiten und Wege zur praxisnahen Unterrichtsgestaltung.
Zentrale Themen sind die Aufgaben des Deutschunterrichts, verschiedene Lernbereiche (Textproduktion, Lesen, Sprache), die Rechtschreibreform sowie der Umgang mit besonderen Förderbedarfen wie Lese-Rechtschreibschwäche.
Ziel ist es, Möglichkeiten und pädagogische Förderelemente praxisorientiert hervorzuheben, um den Deutschunterricht an die Bedürfnisse von Schülern mit Verhaltensstörungen anzupassen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse und empirischer Feldforschung, bestehend aus Schülerinterviews, Lehrerbefragungen und direkten Unterrichtsbeobachtungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Aufgaben des Deutschunterrichts, die Darstellung von Lernbereichen, die Untersuchung von Fördermöglichkeiten (insb. kreatives Schreiben) und die Reflexion über schulspezifische Besonderheiten.
Wichtige Begriffe sind u.a. Deutschunterricht, Verhaltensstörungen, kreatives Schreiben, Clustering, kommunikative Kompetenz und sonderpädagogische Förderung.
Der Autor stellt fest, dass die Reform bei Schülern auf Ablehnung stößt, aber eine notwendige Herausforderung darstellt, die durch verständliche Vermittlung und Motivation sinnvoll in den Unterricht integriert werden sollte.
Die Lehrer der Herman-Nohl-Schule sehen den interdisziplinären Unterricht als motivierendes Element, das besonders in der Oberstufe durch den Bezug zu anderen Fachbereichen wie Geschichte oder Religion an Bedeutung gewinnt.
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