Diplomarbeit, 2004
70 Seiten, Note: 1,3
I Problemstellung und Gang der Untersuchung
II Theoretische Grundlagen der Personalbedarfs- und Personalkostenplanung
1. Das Personal als Planungsgegenstand
2. Ziele und Aufgaben der Personalbedarfsplanung
3. Ziele und Aufgaben der Personalkostenplanung
4. Planung des Personalbedarfs
4.1. Ermittlung des Brutto-Personalbedarfs
4.1.1. Analytisches Verfahren der Personalbemessung
4.1.2. Analyse des notwendigen Reservebedarfs
4.1.3. Weitere Verfahren zur Planung des Brutto-Personalbedarfs
4.2. Ermittlung des künftigen Personalbestandes
4.2.1. Abgangs-Zugangs-Rechnung
4.2.2. Statistiken der Bestandsentwicklung
4.3. Ermittlung des Netto-Personalbedarfs
5. Planung der Personalkosten
5.1. Gliederung der Personalkosten
5.1.1. Entgelt für geleistete Arbeit
5.1.1.1. Löhne
5.1.1.2. Gehalt
5.1.1.3. Zulagen und Zuschläge
5.1.2. Personalzusatzkosten
5.1.2.1. Personalzusatzkosten aufgrund von Gesetz und Tarif
5.1.2.2. Personalzusatzkosten aufgrund betrieblicher Vereinbarungen
5.2. Ermittlung der Lohn- und Gehaltssätze
5.3. Grundlagen der Festlegung geeigneter Bezugsgrößen
5.4. Charakteristik der Planung einzelner Personalkostenarten
5.4.1. Grundlegender Planungscharakter aller Personalkostenarten
5.4.2. Planung der Lohnkosten und deren Zusatzkosten
5.4.3. Planung der Gehaltskosten und deren Zusatzkosten
III Praktische Umsetzung der Personalbedarfs- und Personalkostenplanung am Beispiel der RKH
1. Besonderheiten der Leistungserbringung der RKH
2. Der Prozess „Beförderungsleistung erbringen“
3. Personalbedarfsplanung der RKH
4. Personalkostenplanung der RKH
IV Resume
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die methodische Herleitung und praktische Umsetzung einer systematischen Personalbedarfs- und Personalkostenplanung. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie arbeitsintensive Unternehmen, spezifisch im öffentlichen Personennahverkehr, durch eine präzise analytische Planung von Personalbedarf und -kosten Effizienzsteigerungen erzielen und wettbewerbsfähig bleiben können.
4.1.1. Analytisches Verfahren der Personalbemessung
Mit den Verfahren der Personalbemessung wollen wir uns im Besonderen auseinander setzen, da sich diese in der Praxis einer gegenwärtigen Aktualität erfreuen und in vielen Unternehmensbereichen anwendbar sind. Diese Verfahren setzen an der Analyse der einzelnen Arbeitsabläufe an, in deren Rahmen die Arbeitsmengen sowie die zu ihrer Erfüllung notwendigen Arbeitszeiten ermittelt werden. Der Brutto-Personalbedarf kann dann allgemein folgendermaßen ermittelt werden:
(1) Einsatzbedarf = (Arbeitsmenge x Zeitbedarf pro Arbeitsgang) / übliche Arbeitszeit pro Arbeitskraft
Das Verfahren der Personalbemessung bedingt daher eine Aufgliederung der Aufgaben und Tätigkeiten an den jeweiligen Arbeitsplätzen. Darauf folgt eine Standardisierung der Tätigkeitsabläufe, insofern dies möglich ist. Abschließend werden dann anhand verschiedener Methoden der Datenermittlung Standard- und Normzeiten hergeleitet. Zu diesen Methoden zählen u.a. die Selbstaufschreibung sowie die REFA- und MTM-Methoden.
Bei dem Verfahren der Selbstaufschreibung werden von den Mitarbeitern die Istzeiten für die ausgeführten Tätigkeiten auf Formblättern festgehalten. Anschließend werden durch Vergleiche durchschnittliche Standardzeiten festgelegt. Problematisch ist hierbei die subjektive Darstellung der einzelnen Mitarbeiter zu betrachten, wodurch die Rationalität der Aufgabenerledigung nicht beurteilt werden kann. Dies gewinnt jedoch besondere Bedeutung bei der Analyse von dispositiven Tätigkeiten. Vor allem in diesem Bereich muss zur Kosteneinsparung untersucht werden, ob die ausgeführten Tätigkeiten wirklich notwendig sind und ob z.B. Doppelarbeiten geleistet werden.
Eine Objektivierung wird unter Anwendung der sog. REFA-Methode gewährleistet. Um genaue Zeitangaben für die einzelnen Tätigkeiten herzuleiten, werden diese in Arbeitsvorgänge zerlegt. Im Anschluss daran, kann dann ein Anforderungsprofil formuliert werden, was die Planung des qualitativen Bedarfs ebenfalls vereinfacht.
I Problemstellung und Gang der Untersuchung: Diese Einleitung motiviert die Relevanz einer präzisen Personalbedarfs- und Personalkostenplanung in wettbewerbsintensiven Branchen und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
II Theoretische Grundlagen der Personalbedarfs- und Personalkostenplanung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, beleuchtet Methoden der Bedarfs- und Bestandsermittlung sowie die systematische Gliederung und Planung von Personalkostenarten.
III Praktische Umsetzung der Personalbedarfs- und Personalkostenplanung am Beispiel der RKH: Hier wird die theoretische Methodik auf den Linienverkehr der Regionalverkehr Kurhessen GmbH übertragen, wobei insbesondere die Dienstplangestaltung und die Kalkulation von Lohnsätzen im Fokus stehen.
IV Resume: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die Verknüpfung von Mengen- und Preisplanung zusammen und diskutiert die Erkenntnisse aus dem Praxisteil.
Personalbedarfsplanung, Personalkostenplanung, Kapazitätsplanung, Leistungspotential, Arbeitszeitkonten, Tarifverträge, Personalzusatzkosten, Grenzplankostenrechnung, Prozesskostenrechnung, ÖPNV, Regionalverkehr Kurhessen GmbH, Dienstplan, Akkordlohn, Zeitlohn, Leistungsgrad.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Planung des Personalbedarfs und der daraus resultierenden Personalkosten, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld die Effizienz zu steigern und das Bestehen am Markt zu sichern.
Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen der Personalbedarfs- und Kostenplanung, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Entgeltformen und die praktische Umsetzung in einem Verkehrsunternehmen.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen unternehmerischer Planung, Beschäftigung und Personalbedarf darzustellen und aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Kostenrechnung Personalkosten präzise kalkuliert und gesteuert werden können.
Die Arbeit stützt sich primär auf die analytischen Verfahren der Personalbedarfsplanung, wie die REFA-Methodik, sowie auf die Grenzplankostenrechnung zur wertmäßigen Beurteilung der Personalkosten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Konzepte wie Personal als Vertragspotential und Methoden der Zeitwirtschaft erläutert, und einen Praxisteil, der diese Theorien am Beispiel der Regionalverkehr Kurhessen GmbH konkretisiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Personalbedarfsplanung, Personalkostenplanung, Kapazitätsplanung, Prozesskostenrechnung und Dienstleistungsmanagement im ÖPNV charakterisieren.
Da die RKH als Dienstleistungsunternehmen einem „uno-actu“-Prinzip unterliegt, kann sie nicht auf Vorrat produzieren. Sie begegnet Kapazitätsschwankungen durch Dienstplangestaltung, den Einsatz von Arbeitszeitkonten und die gelegentliche Vergabe von Leistungen an Auftragnehmer.
Obwohl die teilkostenorientierte Betrachtung präziser bei der Identifikation von Leerkosten wäre, wird der vollkostenorientierte Ansatz aufgrund des geringeren Planungsaufwandes und der hinreichenden Stabilität durch die Normalbeschäftigung der Fahrer in der Praxis bevorzugt.
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